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KING ARTHUR
Premiere am 1.4.12,
besuchte Vorstellung am 07.04.12
Folter durch Regie
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Man mag die Aufführung vielleicht für einen schlechten Aprilscherz halten (Premiere am 1.04) doch Albrecht Hirches Inszenierung von Henry Purcells Semi-Opera "King Arthur " ist das Überflüssigste, Enervierendste und Langweiligste, was ich in letzter Zeit auf der Bühne erleben mußte. Wenn Zuschauer sich mitten in der Vorstellung mit einem lauten "Und Tschüss!" verabschieden, darf man sich fragen, ob der Regisseur sich am Publikum oder am Stadttheater Aachen rächen wollte. Langeweile sowohl bei den alten Abonnenten links, wie bei den jungen Studenten rechts von mir. Danke, Hirche!
Was ist eine Semi-Opera? Vielleicht kann man es als Vorläufer des Musicals bezeichnen, ein Stück Unterhaltungstheater, dessen Musiknummern in Gesang und Tanz mittels eines Sprechtextes einen losen Zusammenhang erfahren. Im Fall von "King Arthur" ein nicht sehr geniales Schauspiel aus den Tagen des alten Britannien, zum Finale das große Lob von "Merry Old England". Doch es soll unterhalten! Hirches Bühnenbild, ein auf der Spitze stehendes Podestdreieck, welches von Gräben durchzogen wird, steht zunächst einmal den Darstellern im Weg, die großen Buchstaben von A bis Abrakadabra erinnern an Testminuten beim Augenoptiker, dazu die bunten Kostüme von Franziska Grau ein Mischmasch aus Monty Pythons "Ritter der Kokosnuss" und der Sesamstrasse, der böse Zauberer Osmond in grauem Ganzkörperdingens mit Schniedelwutz, der Erdgeist Grimbald sieht aus wie ein großer, brauner Haufen, äh, Erde. Die Schauspielstellen zerwalzt zu einem zähen Wust aus Lauten, teils sehr langatmigen, komisch sein wollenden Witzeleien, teilweise auch noch in völlig unnötigem Englisch; wenn die Musik aufspielt, fällt Hirche so gut wie gar nichts ein, meistens erstarrt die Bühne. Die Schauspieler und Sänger kämpfen tapfer gegen das Publikum an mit den Dingen, die sie tun müssen, nicht dass sie es an Verve fehlen lassen, doch man meint zu merken, dass ihnen auch nicht gefällt, was sie da auf der Bühne tun sollen.
Leider schlägt diese szenische Leere auch auf die musikalische Seite, zwar versucht Volker Hiemeyer das Sinfonieorchester Aachen zu einem vibratolosen, historisch orientierten Spiel zu ermutigen, doch so richtig süffig klingt es nicht, die Tempi sind mal zu schnell (auch für die Sänger), mal zu pathetisch, so richtiger Barockswing will sich nicht einstellen. Die Sänger schlagen sich ganz ordentlich, doch habe ich Besseres von einzelnen am Aachener Haus im Ohr; Katharina Hagopian mit ihrem etwas dramatischen, in der Höhe flackerig uncharmantem Sopran darf sogar als absolute Fehlbesetzung für Alte Musik bezeichnet werden.
Doch irgendwann ist auch für die Ausharrenden ein Ende, manch einer hatte die unendlichen drei Stunden nicht durchgehalten. Schade, denn nach "Fairy Queen" und "Dido und Äneas" hätte man dem Orpheus Britannicus doch noch eine schöne Aufführung am Aachener Theater gegönnt.
Martin Freitag
EIN MASKENBALL
Premiere am 05.02.12,
besuchte Aufführung am 25.02.12
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Nahezu klassisch kann man die Neuinszenierung von Verdis "Ein Maskenball" durch den Intendanten Michael Schmitz-Aufterbeck an seinem Aachener Haus bezeichnen, denn der Regisseur inszeniert ohne große Mätzchen das tragische Spiel um den Schwedenkönig Gustav III, der als Kunstliebhaber in seiner selbstentworfenen Theaterwelt die Bodenhaftung verliert und dabei ums Leben kommt. In Oliver Brendels "Holztheater"-Bühnenbild machen sich immer wieder Türen für die reale Welt dahinter auf, bis sie beim Tod des Monarchen birst. Sandra Münchow hat vor allem den Herren schöne historische oder zumindest historisierende Kostüme entworfen, die durch die gepuderten Perücken deutlich auf die Originalzeit anspielen, bei den Damen hat sie sich merkwürdigerweise für ein eigentümliches, zeitloses Mischmasch entschieden, doch der eigentliche Maskenball in seinen leuchtenden Rottönen auf der schlichten Bühne überzeugt szenisch. Lediglich die etwas steife Standbein/Spielbein-Personenführungmit ihrer konventionellen Operngestik wünschte man sich spielerisch ausgefeilter.
Musikalisch ist die Aufführung ein größtenteils etwas lautes Vergnügen, denn Marcus R. Bosch übernimmt den Abend von Peter Halasz und erreicht lediglich einen sehr knalligen, pauschalen Verdi, ohne mit dem durchaus aufmerksam spielenden Sinfonieorchester Aachen der eigentlichen, federnden Dynamik gerade des "Maskenballes" gerecht zu werden. Auch gesanglich klingen die Stimmen, sicherlich auch durch die Schachtel des Bühnenbildes unterstützt, öfters zu laut. Yikun Chung gibt sich dabei redlich Mühe den Gustavo geschmackvoll zu gestalten, doch ab einer bestimmten Höhe sitzt sein sicherer, bombenfester Tenor nur noch im Forte, was bei der hohen Tessitur der Partie nicht nur für ihn leicht ermüdend, sondern auch das Zuhören anstrengend macht. Bei Tito Yous Bariton muß man sich ebenfalls um keinen Ton Sorgen machen, doch ein ständiges Dauerforte macht noch keine echte Interpretation aus, erst bei seiner zweiten Arie, "Eri tu", bekommt man geschmackvolle Phrasierungen zu hören. Dagegen besticht Irina Popova wieder einmal durch Musikalität und emotionale Gestaltung, wenngleich die dramatischen Höhen bei ihrer Amelia an diesem Abend angestrengter als gewohnt klingen, die Pianostellen dagegen ein wahre Wonne sind. Sanja Radisics Ulrica erstaunt bei schlanker Figur durch prächtiges Volumen in Höhe wie Tiefe ihres dramatischen Mezzo/Alts. Jelena Rakic zwitschert einen sauberen Oscar, ohne durch ihr Timbre besonders aufzufallen. Vasilios Manis gibt mit markantem Bariton als Christiano seine gelungene Visitenkarte ab. Pawel Lawreszuk und Il-Hoon Kim als Verschwörerduo, wie Hans Schaapkens als Richter runden auf gutem Niveau das Ensemble ab. Aachens Chöre klingen prächtig in ihren vielfältigen, geforderten Aufgaben.
Insgesamt ein gerundeter, wenn auch nicht in allen Details gelungener Abend, der dem Aachener Publikum im gut gefüllten Stadttheater viel Freude bereitet.
Martin Freitag
FIGAROS HOCHZEIT
Premiere am 04.12.11,
besuchte Aufführung am 30.12.11
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In der Zeit zwischen den Jahren haben es die Theater oft schwer, ihr Haus zu füllen, umso erfreulicher die ausverkaufte Vorstellung von "Figaros Hochzeit" am Silvestervorabend im Aachener Stadttheater. Michael Helles Inszenierung ist zwar nicht welterhellend, doch wird der turbulente Tag auf Schloß Almaviva ohne Schnörkel vorgeführt. Kleinere Fehler ließen sich schnell übersehen, so im ersten Akt, wenn Cherubino etwa fünfmal aus dem Zimmer entkommen könnte, doch wo ist Oper schon ein logisches Kunstwerk? Helle zelebriert eine klassisch reduzierte Aufführung, lediglich ein paar Stühle und wenige Requisiten bereichern die klassizistische Türen und Wandlandschaft Dieter Klaßens, die sich in ein schlossartiges Labyrinth öffnen, seine Kostüme ziehen die Protagonisten ins klassische Schwarze, die Dienstboten werden durch Schürze oder Chaffeursmütze gekennzeichnet, ärgerlich wenn das Konzept im Gartenfinale durch einen monströsen Pappmacheast gesprengt wird, der eigentlich nur die spielerische Aktion beeinträchtigt.
Musikalisch zeigt Marcus R. Bosch mit dem blendend disponierten Sinfonieorchester Aachen, wo der Hammer hängt. Forsche Tempi kündigen den vorrevolutionären Sturm und Drang an, eine differentierte Dynamik gibt den Blick frei auf Details, die oft überhört werden. Ein sehr überzeugendes Plädoyer für Mozart, zumal von den musikalischen Nummern nichts gestrichen ist, dafür allerdings die Rezitative auf ein Mindestmaß reduziert wurden.
Gesanglich gefällt der indisponiert angekündigte Figaro von dem recht hellstimmigen Bariton Shadi Torbeys, der sich krankheitsbedingt geschickt aus der Affäre zieht, ebenso wie Susanne Serfling als Einspringerin für ihre ganz unsoubrettige, handfeste Susanna, die ich vom Timbre schon sehr nah an einer Contessa sehe. Katharina Hagopians Gräfin irritiert durch ihre recht flackerigen Sopran mit etwas uncharmanter Höhe, lediglich in den tiefen Lagen weiß sie mich zu überzeugen. Hrolfur Saemundsson dagegen sitzt der Graf wie angegossen, mit recht flexibler Dynamik mal als auftrumpfender Choleriker, dann wieder mit differentierten Gemütslagen. Perfekt klingt Astrid Pyttlik als Cherubino, mit charismatischem Mezzo die Tiefen und Untiefen des Pubertierenden ertönen lassend, mit Recht die gefeiertste Leistung des Abends. Erfreulich Antonella Schiazza als frischstimmige Marzellina, Pawel Lawreszuk etwas fahl als Bartolo. Patricio Arroyo irritiert als Basilio mit dem jugendlichen Aussehen eines Latin Lovers, stimmlich jedoch untadelhaft. Katrin Stösel holt mit jungem Sopran aus der Barbarina heraus, was herauszuholen ist. Hans Schaapkens und Johannes Piorek ergänzen das Ensemble als Don Curzio und Antonio. Der Chor bringt sich angenehm aktiv in seinen kurzen Szenen ein.
Ein runder Abend, der durch einzelne Gesangssolisten und vor allem durch das Dirigat Marcus R.Boschs mit seinem Orchester positiv geprägt wird, und vom voll besetzten Aachener Haus dementsprechend gefeiert wird.
Martin Freitag
DIE MENSCHLICHE STIMME &
Combattimento di Tancredi e Clorinda
Premiere am 06.11.11,
besuchte Aufführung am 20.11.11.
Einen kurzen (zwei Stunden inklusive Pause), doch auch ungemein inspirierenden Opernabend hat das Theater Aachen im Programm: es beginnt mit der selten gespielten Orchesterfassung von Francis Poulencs Ein-Frauen-Einakter "Die menschliche Stimme". Ein nach hinten spitz zulaufender Raum, von einer absteigenden Decke und einem ansteigenden Boden (Ausstattung Piero Vinciguerra) nahezu erdrückt, wenige Requisiten des Lebens; ein Hocker, ein Stuhl, ein Waschbecken, Bügelbrett, Wäschekorb und andere Petitessen. Ein unbehaustes Zimmer für eine unbehauste Seele. Alexander von Pfeil, sonst oft sehr provokant in seinen Regiearbeiten, inszeniert das quälend lange Telefongespräch der Verlassenen auf klassische Art und Weise. Getragen wird so ein Spiel natürlich nur von einer starken Protagonistin, die das Theater Aachen in seiner Sopranperle Irina Popova zweifelsfrei besitzt.

© aller Bilder: Wil van Iersel
Schlicht, glaubwürdig kommt das Spiel der russischen Sängerin daher, die schöne Stimme klingt fragil, verletzt, die Nerven liegen hörbar bloß, lediglich zu einigen melodiösen Aufschwüngen läßt Popova ihr beachtliches Material aufblitzen. Das hat großes, fesselndes Format, eine, wenn die die beste ihrer guten Partien am Haus.
Nach der Pause spielt das ausgezeichnete Sinfonieorchester Aachen unter der stilsicheren Leitung von Peter Halasz ein kurzes Orchesterstück des Zeitgenossen Salvatore Sciarrino "canzon francese del principe" als Ouverture oder Überleitung zu Monteverdis "Combattimento di Tancredi e Clorinda", einem fast dreihundert Jahre früher komponiertem, szenischen Madrigal. Sciarrino zitiert in seinem Stück Melodiefragmente von Gesualdo, bildet mit wenigen leichten Schärfen einen perfekten Übergang zur Alten Musik. In der Episode aus Tassos "befreitem Jerusalem" geht es um den Kampf des christlichen Ritters Tancred gegen die unterliegende Sarazenin Clorinda, eigentlich lieben sich die beiden, im Sterben bekennt sich Clorinda, der damaligen Zeit gemäß zum Christentum. Die musikalische Hauptpartie kommt dabei dem Erzähler (Testo) zu, die Titelpartien sind schon positioniert, haben allerdings nicht so viel Gesang.

Pfeil inszeniert im gleichen Bühnenbild mit wenigen, anderen Requisiten und sonnigem, quasi mediterranem Licht zu der heute recht formalisiert wirkenden Madrigal-Musik Monteverdis auf geniale Art eine spannende Geschichte aus einem der heutigen Kriege, sagen wir im Irak. Clorinda hat sich als Attentäterin mittels einer Liebesnacht in ein westliches Militärlager eingeschlichen. Der Erzähler und vier hervorragend solistisch spielende Statisten als Soldaten, zwingen das Paar, auf verschiedene Weise kommentiertend, zu einem Kampf auf Leben und Tod. Die Reibung aus der Musik mit der modernen Erzählung funktioniert spannend und packend, ein echter Thriller ! Pfeil ist ein großer Wurf gelungen!
Patricio Arroyo (Testo), Georgios Iatrou (Tancredi) und Katrin Stösel (Clorinda) spielen und singen einfach perfekt, mehr gibt es eigentlich nicht dazu zu sagen. Für alle Freunde des Musiktheaters ein zwingender, in allen Belangen überzeugender Abend. Dem Theater Aachen einen großen Dank für diese mutige Kombination.
Martin Freitag
DIE FLEDERMAUS
unlustig...
Premiere am 25.09.11,
besuchte Aufführung am 28.09.11
Aachens Stadttheater tat sich in den letzten Jahren schwer mit der Operette, um so erfreulicher damit die Spielzeit 2011/12 zu eröffnen, wenngleich auch drei andere Bühnen im näheren Ruhrgebiet sich ebenfalls für Johann Strauß Hyper-Operette "Die Fledermaus" entschieden haben. Operette ist eine schwierige Bühnenform geworden, zumal in Zeiten von internationalen Ensembles, denn Textverständlichkeit bei Spiel und Gesang sind das Nonplusultra bei einer guten Aufführung. Insofern schon einmal ein Pauschallob für die beachtliche Textarbeit, doch muß man nicht nur den Text verstehen, sondern die Pointen servieren.

Alle Bilder: Ludwig Koerfer / Theater Aachen
Ewa Teilmans inszeniert, als Intendantengattin, einmal pro Saison Oper, meistens mit großem Erfolg, doch warum sie sich jetzt dem heiteren Genre zuwendet, wird nicht ersichtlich, selten habe ich eine so unlustige "Fledermaus" erlebt, weder das Timing, noch die Betonung oder gar der Witz der Musik wird zum Blühen gebracht, dabei gibt Oliver Brendels Bühnenbild in seiner gekonnten Sparsamkeit durchaus die Folie zu einer gediegenen Arbeit, auch die schönen, wenngleich nicht immer stilsicheren Kostüme von Britta Leonhardt wären geeignet, doch der Witz , der nötige Funke wird nicht gezündet.
Wenn die konventionelle Arbeit mit einer Publikumsbeschimpfung über die Figur des Prinzen Orlofsky (der als Figur unentschieden ambivalent, gelangweilt, wie langweilend bleibt,) so etwas wie kritisches Musiktheater geriert werden soll, dann in der Choreographie, allenfalls nett von Marga Render, zu "Unter Donner und Blitz" billigster Can-Can dem Publikumsaffen als vermeintlicher Zucker hingeworfen wird, fehlt es einfach an Geschmack oder Stilgefühl, von Humor ganz zu schweigen.

Peter Halasz dirigiert allenfalls einen robusten Strauß, immerhin stets den Sängern Raum zur Textverständlichkeit gebend, was eine Seltenheit bei Operettenaufführungen geworden ist. Doch viele Feinheiten des Straussschen Melos fallen unter den Tisch, auch musikalisch wird zu wenig an der gewitzten Nuanciertheit dieses Meisterwerks gearbeitet. Mit dem Sinfonieorchester Aachen kann man zufrieden sein, doch habe ich den Klangkörper schon mit stärkeren Eindrücken erlebt.
Gesanglich bewegt sich der Abend leider auch im Mittelmaß:
Katharina Hagopian ist zwar ein Rasseweib als Rosalinde, doch die schrille Höhe der Sopranstimme klingt einfach nicht schön. Rüdiger Nikodem Lasa ist als Eisenstein kein Ausbund an Charme, gesanglich holzt er sich mit robustem Bariton so quer durch die Partie. Als Adele dagegen gefällt Jelena Rakic als feine Koloratursoubrette mit stupender Höhe, man darf auf die Entwicklung der jungen Sängerin gespannt bleiben.

Hrolfur Saemundsson nuschelt sich mit verwaschener Diktion als Falke durch die Vorstellung, zumindest an diesem Abend kommt mir sein, sonst so sicherer Baroton, sehr angestrengt vor. Pawel Lawreszuk bleibt dem Gefängnisdirektor Frank dagegen nicht schuldig, eine gute Leistung in Wort und Ton. Astrid Pyttliks Orlofsky scheint an der merkürdigen Figur nicht so zu brillieren, wie man das bei der Altistin sonst gewohnt ist. Louis Kim versucht als Alfred auf erschreckende Weise komisch zu sein, irgendwie kommt es aber als Parodie der Parodie eines Tenores über die Rampe. Patricio Arroyo bietet als Dr. Blind eine gute, kleine Partie. Ein echter Lichtblick dagegen ist Rainer Krause als wienernder Frosch, der einzige, dem es an diesem Abend gelingt komisch zu sein, seine Extempores zur Aachener Situation des GMD-Wechsels sind sehr gelungen.
Insgesamt eine schlecht verkaufte (nicht von der Publikumsauslastung) Möglichkeit eines Meisterwerkes der Unterhaltungsliteratur, mit einer Komik, die die Abgründe von schlechten RTL-Comedians streift, trotzdem ein begeisterter Publikumszuspruch, sicherlich auch den genialen Melodien des Walzerkönigs (nein, nicht Andre Rieu !) zuzuschreiben.
Martin Freitag