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http://eutiner-festspiele.de

 

 

Märchenhafte

ZAUBERFLÖTE

27.07.13

Mozart beliebte Oper „Die Zauberflöte“ ist in Eutin in den zurückliegenden 63 Spielzeiten an ein dutzend Mal inszeniert worden. Aber sicher waren die äußeren Voraussetzungen bei der Premiere kaum je günstiger als an diesem Freitagabend. Nach einem heißen Tag bleibt  es bis zum Schluss warm, fast windstill und trocken. Endlich einmal kann es Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus wagen, sein Festspielorchester bis zum Ende nach drei Stunden ohne die lästige Plane spielen zu lassen. Den Musikfreund hat es erfreut. Die Musiker spielen sauber und prononciert Vor allem die hier wichtigen Bläser wissen zu gefallen.

Festspiel-Prinzipalin Dominique Caron inszeniert Mozarts Meisterwerk auf deutsch so, wie ,am es sehen will: Als reine Märchenoper. Sie hinterfragt nichts. Keine Anspielungen auf einen Feimaurerhintergrund. Die beiden Reiche, die hier aufeinander treffen, werden nicht weiter hinterfragt. Die Regisseurin will nur zeigen, dass niemand ganz böse oder ganz gut ist. Ungewöhnlich: Am Ende versöhnen sich die Königin der Nacht und Sarastro.

Bei dieser Inszenierung kommt die ausgefeilte Lichtregie – die in der letzten Prüfung geradezu atemberaubend wird – von Klaus Emil Zimmermann voll zur Wirkung. Ursula Wandaress hat ein eindrucksvolles Bühnenbild geschaffen, das diesmal auch der Natur Raum gibt, und verantwortet die farbenprächtigen Kostüme. Wer genau hinsiecht, bemerkt gegenseitige Bezüge der verschiedenen Welten.

Zum Liebling des Premieren- Publikums auf der fast voll besetzten Tribüne wird schnell der Papageno des Miljenko Turk. Spielfreudig, mit schöner Stimme und sauberer Aussprache bestimmt er weitgehend das Geschehen. Sein Kostüm zeigt, dass die Figur der commedia dell’arte entsprungen ist. Ihm gegenüber fällt der Tamino des  Hyojong Kim arg ab. Er bleibt über weite Strecken steif. Vieles singt er statuarisch, die erste große Arie gar an der Rampe. Großartig die Königin der Nacht der Romelia Lichtenstein. Sie wirkt ausreichend herrisch und glänzt mit den gefürchteten Koloraturen. Ihre Stimme klingt scharf, aber nie schrill. Evgenia Grekova als ihre Tochter Pamina ist sehr zurückhaltend im Spiel, aber singt eindrucksvoll. Theresa Grabner meistert gut die Tücken der Rolle der Papagena.

Fred Hofmann als Monostatos ist von der Maske fast zur lächerlichen Figur verunstaltet worden Das hindert ihn auch im Spiel. Die drei Damen der Königin Anne Preuß, Svitlana Styvia und Eun-Kyong Lim tragen sängerisch und darstellerisch viel zum Gelingen des Abends bei. Reizend die Knaben Na Li, Misato Mochizuki und Milena Juhl. Der von Gabriele Pott einstudierte Chor gestaltet seine Aufgaben eindrucksvoll.

Das Premierenpublikum geizt nicht mit Szenenbeifall und feiert nach drei Stunden die Produktion jubelnd. Ein großer Erfolg in einer bislang sehr gelungenen Spielzeit.

Horst Schinzel

Wettere Aufführungen

27. Juli, 3., 7., 9., 14. und 14. August, jeweils 20 Uhr, 11. August, 18 Uhr. 

 

Kinder

an Musik herangeführt

Im Gegensatz zu den letzten Spielzeiten gibt es in diesem Jahr bei den Eutiner Festspielen keine Kinderoper. Die Gründe sind naheliegend: Hohe Kosten, ein erheblicher Aufwand und ein kaum zufriedenstellender Besuch. Probleme, die auch den Opernhäusern in Lübeck und Hamburg nicht unbekannt sind. Die verlagern deshalb Kinderopern in das Studio beziehungsweise die Opera stabile mit einem doch sehr begrenzten Platzangebot.

Um den jüngsten Zuschauern dennoch etwas bieten zu können und die behutsam an die Musik heran zu führen, bedienen sich die Festspiele der Studierenden der Universität Kansas, die eine Formation Kansas Brass gebildet und in Eutin bereits bei anderen Gelegenheiten begeistert haben. Die Hamburger Musikpädagogin Susanne Göring hat sich der Hilfe der Clownin Gertrüüd von der Hospizinitiative versichert, die in die Rolle der Antonia Muse geschlüpft – einer begeisterten Musikfreundin und talentlosen Zauberin.

Es gilt, mit geheimnisvollen Zaubersprüchen – zu denen die kindlichen Besucher das Ihre beitragen durften – die Musiker auf das Podium zu bannen. Freilich haben sie ihre Instrumente vergessen, um dann zu zeigen, dass man auch mit Gießkannen und Schläuchen Töne erzeugen kann. Endlich vollständig ausgerüstet, fühlt die Gruppe durch die Musikwelt und die Kinder lernen über die Instrumente. Wenn sie – und ihre Eltern - mit rhythmischen Bewegungen zum Programm beitragen sollen, zeigt sich, dass etlichen Kleinen durchaus nicht der Sinn nach Bewegung steht. Ernste Musik aus Händels „Wassermusik“, Henry Mancinis „Pink Panther und Jan Koetsier aus dem „Kinderzirkus“ gibt es auch. Eltern und Kinder sind begeistert.

Ein weiters Konzert ist am Sonnabend, 27. Juli, 11 Uhr. 

Horst Schinzel

 

 

21. Juli 2013

Junge Lübecker Sänger begeistern in Eutin

Das Kunstlied hat es schwer auf den Konzertpodien unserer Tage. Um so mehr ist es zu begrüßen, dass die Eutiner Festspiele im Rahmen der Weber-Tage zu einem Liederabend in den Rittersaal des Eutiner Schlosses gebeten haben.  Unter dem Leitwort „Walzerkonzert“ vor allem mit Liebesliedern von Komponisten des 19. Jahrhunderts – von Brahms bis Gustav Mahler. Eine Veranstaltung allerdings, die weit besseren Besuch verdient gehabt hätte.

Nicht nur, weil sie dem Kennenlernen heute weitgehend vergessener Lied-Literatur vorwiegend  romantischen Genres diente. Musik, die zu unserem großen Erbe zählt und weit mehr gepflegt werden müsste. Vor allem aber, weil diese zwei Stunden am späten Sonntagnachmittag zur Begegnung mit herausragenden jungen Lübecker Künstlern führen. Sönke Tams Freier, Julia Hallmann, Henrike Henken und Florian Sievers – die von Oliver Bunnenberg und Pietro Cresini mehr als nur kongenial begleitet werden. - - beenden gerade ihre Studien an der Lübecker Musikhochschule unter anderem bei den Professoren Konstanze Eickhorst und Martin Hundelt. Aus gutem Grund sind fast alle Stipendiaten namhafter Stiftungen wie etwa der Oskar- und Vera-Ritter-Stiftung oder der Possehl-Stiftung. Denen manchen sie mehr als nur Ehre, wie das Quartett mit dem Liebesliederwalzer op 52 von Johannes Brahms zeigt. Ohne Zweifel,: Die attraktive Ukrainerin Julia Hallmann – die in diesem Jahr auch bei der Lübecker Sommeroperette zu erleben ist – überragt alle. Insbesondere hätte man den Herren empfehlen sollen, an diesem heißen Nachmittag die Krawatten weg zu lassen. Dann hätte zumal Sönke Tams Freier nicht so unter Zwang gestanden. Auch so hat er eine mehr als nur lobenswerte Leistung abgerufen.

Die Zuhörer sind begeistert und entlassen die Künstler nicht ohne Zugabe. Schade, dass man denen in Eutin nicht so schnell wieder begegnen wird.

Horst Schinzel

 

63. Eutiner Festspiele

Carmen

zum 2.)

Premiere:   12.7.2013      in frz. Sprache

Sevilla wie im Bilderbuch

Man nehme einen strahlend schönen Sommerabend, eine stimmungsvolle, romantische Freilichtbühne und die meistgespielte Oper der Welt - und der Erfolg ist gesichert. Die Vorzeichen für die erste Premiere der 63. Eutiner Festspiele konnten besser nicht sein. Mit Carmen von Georges Bizet landete die eigenhändig Regie führende Intendantin DOMINIQUE CARON vor (bis auf nur wenige Plätze) ausverkauftem Haus einen respektablen Erfolg.

Da macht es fast nichts, dass sich die Inszenierung überwiegend darauf beschränkte, ein idyllisches Postkarten-Sevilla zu entwerfen. Das üppige Bühnenbild von URSULA WANDARESS mit rötlich-braunen Häuserfronten und einer Freitreppe, vor der Carmen sehr dekorativ ihr Leben aushauchen konnte, war geschickt aufgebaut und ließ viel Freiraum für Chor und Solisten. Auch die farbenfrohen Kostüme (ebenfalls von Wandaress) waren hübsch anzuschauen, vermittelten aber einen etwas „operettigen“ Eindruck. Die zunächst eher beliebige Personenführung gewann im Laufe der Aufführung dann doch etwas mehr an Kontur, und rückte vor allem das Spannungsverhältnis zwischen Carmen und Don José in den Mittelpunkt. Die letzte Szene spitzte sich zu einem spannenden Duell zu.

Caron verdeutlichte die Handlung der in französischer Sprache gesungenen Oper mit einem Kunstgriff. Aus dem Off erklang vor jedem Akt die Stimme Don Josés, der sich kurz vor seiner (nicht gezeigten) Hinrichtung einem Pater anvertraut und sein Schicksal aus seiner Sicht schildert. So konnten die deutsch und etwas hölzern gesprochenen Dialoge auf ein Minimum reduziert werden.

Die Hauptpartien konnte Eutin weitgehend angemessen besetzen. Vor allem die bildhübsche Mezzosopranistin MILANA BUTAEVA war schon allein optisch eine Idealbesetzung der Carmen. Zudem sang sie mit girrenden, verführerischen Tönen, ohne je ins Vulgäre abzugleiten. Die Habanera bezog ihre besondere Wirkung durch einen chansonhaften Ton.  Ihre Tanznummer im 2. Akt war in erotischer Sicht absolut jugendfrei.  Als Don José überzeugte MIROSLAV CHRISTOFF, dem die lyrischen Teile der Partie etwas besser lagen als die dramatischen, mit lyrischem Tenor Vor allem die Blumenarie gestaltete er sehr innig, ebenso das Duett mit Micaëla. Für diese war PEGGY STEINER eine stimmige Besetzung, silbrig im Stimmklang und beherzt in der Darstellung. Nicht ganz auf gleicher Höhe stand der Escamillo von JAMES TOLKSDORF, der zwar seinen schlanken Kavaliersbariton gut führte, dem es aber für diese Partie etwas an mitreißender Wucht fehlte. Die kleineren Partien waren homogen besetzt und überzeugten durchgängig mit viel Spielfreude.

Bis zur Pause konnte auf die Orchesterabdeckung verzichtet werden (in Eutin leider eher die Ausnahme), was für den schlanken Orchesterklang, wie ihn URS-MICHAEL THEUS mit dem Eutiner Festspielorchester pflegte, sehr positive Wirkung hatte. Die von GABRIELE POTT einstudierten Chöre sangen und agierten zuverlässig, wenn auch beim Kinderchor vielleicht noch etwas nachgebessert werden könnte. Insgesamt war diese „Carmen“ ein gelungener Auftakt der 63. Eutiner Festspiele und wird sicher viele Zuschauer anlocken. (12.7.2013)

Wolfgang Denker

Fotos von Thomas Jauk und Pressedienst OH

 

 

CARMEN

wirbelt hinreißend über die Freilichtbühne

12.7.13

Das war ein Auftakt zur neuen Spielzeit der Eutiner Festspiele ganz nach dem Herzen deren Verantwortlichen. Einem warmen Tag folgte ein warmer Abend – der freilich mit zunehmender Länge vom See her arg kühl wurde. Eine fast ausverkaufte Tribüne. Mitten drin ein gut gelaunter Ministerpräsident Torsten Albig, der es sich nicht nehmen lässt, am Schloss allen Solisten und dem Leitungsteam persönlich zu danken. Und zumindest im ersten Teil kann das gut aufgestellte Festspielorchester unter dem Generalmusikdirektor Urs-Michael Theus ohne die lästige Plane spielen. Welch Unterschied im Klang! Nach der Pause muss diese Plane der feuchten Kühle halber zum Schutz der Instrumente dann doch aufgezogen werden.

Intendantin Dominique Caron hat ein Ensemble zusammengestellt, das den Herauforderungen von Bizets Oper mühelos gerecht wird. Und ein Regiekonzept entwickelt, das die Möglichkeiten der Freilichtbühne in der stimmigen – aber leider erneut die Natur vernachlässigenden – Kulisse von Ursula Wandaress – die auch für die bunten Kostüme verantwortlich ist -trefflich nutzt. Welch reizende Idee, die Wachablösung durch den Kinder- und Jugendchor- in der Einstudierung von Gabriele Pott - karikieren zu lassen. Wobei die Kinder dann bei den Soldaten Trinkgelder sammeln.

Gesungen wird auf Französisch. Die knapp gehaltenen Dialoge sind deutsch. Zur Einführung kommt vor jedem Bild Don Josés Stimme aus dem Off. Mit kurzen Worten schildert der zum Tode Verurteilte sein Geschick. Das hat etwas Unheimliches an sich. Wie überhaupt das Spiel von Liebe und Leidenschaft mehrbödig ist. Dies nicht zuletzt dank er beiden großartigen Protagonisten Milana Butaeva als Carmen und Miroslav Christoff als Don José. Die rassige Russin ist geradezu die Idealbesetzung dieser Rolle- bildschön mit bezaubernder Figur spielt, singt und tanzt sie hinreißend. Ihre kräftige schön geführte Stimme füllt mühelos das weite Rund der Freilichtbühne. Der Bulgare Miroslav Christoff ist ihr kongenialer Partner – auch er spielfreudig und mit schöner Stimme begabt.

Aber auch die übrigen Mitwirkenden tragen das Ihre zum Gelingen des Abends bei.

Peggy Steiner gibt die Micaela als bescheiden und etwas schüchtern, doch voller Leidenschaft. James Tolksdorf als Escamillo beeindruckt neben seiner glutvollen Stimme vor allem in der realistischen Duellszene mit Don José. Die übrigen Rollen sind mit  Theresa Grabner, Eun Kyong Lim, Titus Witt, Fred Hoffmann, Arthur Piru und Changhiu Tan gut besetzt.

Bedeutenden Anteil am Geschehen hat der ebenfalls von Gabriele Pott einstudierte Festspielchor Im Orchester gefallen vor allem die exakt spielenden Bläser. Eindrucksvoll das Lichtdesign von Klaus Emil Zimmermann, das allerdings erst im zweiten Teil voll zur Wirkung kommt. Der Abend wird nach vielem Szenebeifall stürmisch mit vielen Bravo-Rufen gefeiert. Un wird sicherlich dazu beitragen, das Vertrauen in die Eutiner Festspiele zurückzugewinnen.   

 

Weitere Aufführungen

14., 19.,20. und 31. Juli ,20 Uhr, 28. Juli, 18 Uhr

 

Horst Schinzel

Fotos:  Fotopressedienst OHOH OH

 

 
 

 

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