DER OPERNFREUND - 44.Jahrgang
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DIE HOCHZEIT DES FIGARO

In Hamburg triumphiert Ernesta Juskaite as „Gräfin“

5.6.13

An der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg studieren junge Sängerinnen und Sänger, die weit über den Stand der Lernenden hinaus sind. Ihnen gibt die Theaterakademie zusammen mit dem „Jungen Forum Musik + Theater“ bis zu sechsmal im Jahr Gelegenheit,  ihr können in Opernproduktionen einem breiten Publikum vorzustellen. Dabei wählt das Leitungsteam um Peter Krause neben manchem Neuen immer wieder das klassische Repertoire. Zum Abschluss dieses Studienjahres ist das Mozarts Le Nozze di Figaro“. In der Regie des international erfahrenen Wolfgang Ansel in durchaus neuer und überraschender Sicht.

Ansel lässt da Pontes Geschichte um menschliche Beziehungen der ewigen Gültigkeit halber im Hier und Jetzt im Bühnenbild von Marc Weeger und den Kostümen von Ricarda Lutz spielen. Ohne Rücksicht darauf, dass dem der Inhalt der Geschichte diametral entgegen steht. Vor allem aber sieht er diese konsequent als Fortsetzung der Handlung des „Barbier von Sevilla“ und macht deutlich, warum die Gräfin in ihrer Ehe so unglücklich ist. Und so hebt Ansel deren Anteil an der Geschichte weit stärker als üblich heraus. Bei ihm ist die Beziehung zwischen ihr und  Cherubino (Amelie Meik) keine Tändelei, sondern eine sich anbahnende ernste Beziehung.

Und somit gewinnt die von der Lettin Ernesta Juskaite in der A-Premiere gespielte Figur ein ganz neues Gewicht. Umso mehr, wenn es sich um eine so herausragend singende und spielende Künstlerin handelt. Dem beifallfreudigen Publikum wird klar, wie zu Recht diese Sängerin 2011 und 2012 den Zweiten und Ersten Maritim Musikpreis gewonnen hat.  Dennoch: Bei allem Können spielt sie die übrigen Mitwirkenden nicht an die Wand. – Ronaldo Steiner als Graf Almavia, Nerita Pokvytyte als Susanna und Hansung Yoo als Figaro neben vielen anderen junen Künstlern.  Alle haben – zum Teil sogar international – bereits Bühnenerfahrung und ihr Auftreten bei dieser Produktion ist Teil des Masterabschlusses. Und so gewinnt diese kopfreiche Produktion durchaus Staatsopern-Niveau.

Die Hamburger Symphoniker unter Leitung von Willem Wentzel spielen anfänglich arg laut. Was der renommierte Dirigent schnell zu dämpfen weiß. Spielfreudig der von Daniel Zimmermann einstudierte Chor junger Studierender. Der Abend wird grandios gefeiert.

Weitere Aufführungen

Nach der B-Premiere an diese Montag am7. , 17. 21., 22. und 24. Juni, jeweils 19 Uhr, am 15. Juni eine Sondervorstellung für das Dermatologikum Hamburg..

Horst Schinzel

 

 

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