DER OPERNFREUND - 44.Jahrgang
Startseite
Impressum
Urheberrecht OF
---
Wagnerjahr 2013
Gastkommentar
BILSING in Gefahr
PIONTEKs Bayreuth
Die STEINBACH-Seite
---
Der OF-Stern *
Die OF-Schnuppe #
----
Blühender Bockmist
Kontrapunkt
Vermischtes
----
Ausstellungen
PLATTEN & BÜCHER
BALLETT
KONZERT
-----
Oper:
Oper im Fernsehen
Aachen
Amsterdam
Andechs
Annaberg Buchholz
Antwerpen
Arnheim
Augsburg
Baden bei Wien
Baden-Baden
Bamberg Sommeroper
Basel
Basel - Casino
Bayreuth div.
Bayreuth Festspiele
Bergamo
BERLIN
Bern
Bielefeld
Bochum
Bonn
Bozen
Ära Weise 2003-2013
Bratislava
Braunschweig
Bregenz Festspiele
Bremen
Bremerhaven
Brüssel
Budapest
Chemnitz
Chicago
Coburg
Coesfeld
Colmar
La Coruna
DAMSTADT
Dessau
Detmold
Dortmund
Dresden
Dresden Operette
Duisburg
Düsseldorf
D Tannhäuser Skandal
Eisenach
Enschede
Erfurt
Erl 2012
Erlangen
Essen
Essen WA
Eutin
FRANKFURT
Freiberg
Freiburg
Fürth
Gelsenkirchen
Gent
Giessen
Görlitz
Graz Oper
Graz Styriarte
Hagen
Halberstadt
Halle
Halle Händelfestsp.
HAMBURG
Hannover
Heidelberg
Heidenheim Festsp.
Heilbronn
Heldritt
Hildesheim TfN
Hof
Gut Immling
Innsbruck Landesth.
Innsbruck Festwochen
Bad Ischl
Jennersdorf
Kaiserslautern
Karlsruhe
Karlsruhe WA
Kassel
Kiel
Kiew
Klagenfurt
Klosterneuburg
Koblenz
Köln
Kölner Kinderoper
Krefeld
Landshut
Leipzig Oper
Leipzig Mus. Komödie
Leverkusen
Linz/Donau
Ljubljana/Laibach
Ludwigshafen
Lübeck
Lübeck Musikhochsch.
Lübecker Sommer
Lüneburg
Lüttich/Liège
Luxemburg
Luzern
Magdeburg
Mailand
Mainz
MANNHEIM
Maribor/Marburg
Martina Franca
Massa Marittima
Meiningen
Minden
Minsk
Mönchengladbach
Mörbisch
Monte Carlo
Moskau Bolschoi N St
MÜNCHEN
Münster
Nordhausen
Novara
Nürnberg
Oldenburg
Oslo
Osnabrück
Ostrau
Palermo
Paris Bastille
Passau
Pesaro
St. Petersburg
Pisa
Pforzheim
Plauen
Posen
Potsdam
Regensburg
Rendsburg
Riga
Saarbrücken
Salzburg Festsp 2013
Salzburg Landesth.
Sankt Gallen
San Francisco
Sassari
Schwerin
Schwetzingen
Sevilla
Solingen
Straßburg
Stuttgart
Stuttgart WA
Tecklenburg
Trier
Triest
Turin
Ulm
Valencia
Venedig Malibran
Venedig La Fenice
Verona Arena
Weimar
WIEN
Wiesbaden
Wildbad
Winterthur
Wunsiedel
Wuppertal
Würzburg
Zürich NP
Zürich WA
Zwickau
-----
Interviews-Porträts
In memoriam
Martin Achrainer
Julia Amos
Mikael Babajanyan
Sebastian Baumgarten
Nic. Beller-Carbone
Marcus Bosch
Johan Botha
Michelle Breedt
Thorsten Büttner
Arturo Chacón-Cruz
Miriam Clark
Yen Han
Gregor Hatala
Hansgünther Heyme
Stefan Herheim
Frank Hilbrich
Guido Jentjens
Hyuna Ko
Joseph E. Köpplinger
Lothar Krause
Michael Lakner
Bettina Lell
Aiste Miknyte
Vera Nemirova
Benedikt von Peter
Harie van der Plas
Marysol Schalit
AlexandraSamouilidou
Irina Simmes
Michael Spyres
---
ARCHIV A - D
ARCHIV E - K
Archiv L - R
ARCHIV S - Z
ARCHIV weitere
Archiv Interviews
---
Unsitten i.d. Oper
Musikerwitze

THEATER FÜR NIEDERSACHSEN HILDESHEIM HANNOVER

www.tfn-online.de

 

 

PETER GRIMES

Besuchte Vorstellung am 22.11.13              (Premiere am 9.11.13.)

Beispielhaft

Es gibt im Leben die glücklichen Fälle, so das Erlebnis am 22.11.1913 nicht nur den Cäcilientag (Schutzpatronin der Musiker), sondern auch den 100. Geburtstag von Benjamin Britten am Stadttheater Hildesheim mit einer berührenden Aufführung von dessen Oper "Peter Grimes" begehen zu können. Wahrlich kein kleines Stück für ein Theater dieser Größe, doch in Hildesheim hat man auch schon hervorragend solche Brocken wie "Aida" oder "Meistersinger" gestemmt, nachdem die alten Jubilare mit Neuproduktionen von "Holländer" und "Falstaff" abgefeiert wurden, jetzt also der junge Komponistenspund. In diesem Zusammenhang konnte man übrigens auch Brittens Kinderoper "Noah" in Zusammenarbeit mit der Musikschule und im Orchesterkonzert das Requiem erleben, ein imposantes Programm. Doch zurück zum Grimes: der belgische Regisseur Frank van Laecke  legt gleich bei seinem Debut am TfN einen beeindruckenden Einstand vor. Laecke läßt, im wahrsten Sinne des Wortes, die Kirche im Dorf und inszeniert einen nahezu klassischen "Peter Grimes". Schon die Ausstattung von Philippe Miesch besticht durch Schlichtheit und trotzdem optische Opulenz, schwarzdunkle Backsteinmauern können die Szene einengen, wie auch auf verschiedene Arten öffnen, ein abstrakter Hintergrund suggeriert die Elemente Wind und Wasser und mittels viel Bühnennebel und einer sehr ausgefeilten Beleuchtung werden die unterschiedlichen Szenen in sehr atmosphärische Bilder gesetzt. Die Menschen des Fischerdorfes tragen zeitlose, berufbedingte Kleidung, die mit Dreckspritzern die Einfachheit dieser geschlossenen Gesellschaft wiederspiegelt, wenige Abweichungen in den Kostümen weisen treffend auf die einzelnen Charaktere. Realismus der schonungslosen Art ist angesagt und immer wieder wird der einzelne Mensch gegen die Dorfgemeinschaft gestellt.

Mit Hans-Jürgen Schöpflin konnte ein ausgewiefter Britteninterpret gewonnen werden, man erinnert sich an den feingeistigen Aschenbach aus dem "Tod in Venedig", hier jedoch ein ganz anderer Charakter, der ohne Rücksicht auf die Stimme ausgelotet wird, ein Grimes der unsympathischen Art, flankiert von seinen Todesengel, den toten Lehrbuben, die auch an das Kind "Peter" erinnern, das der verhärtete Mann einmal war. Besonders schön klingen bei Schöpflin die lyrischen Momente, die "Plejadenarie", die Vision vom besseren Leben und das in den Wahnsinn abgleitende Ende. Ihm zur Seite ein Prachtkerl von Bassbariton, Albrecht Pöhl als Kapitän Balstrode, besser kann man diese Rolle nicht gestalten; und die lieblichstimmige Ellen Orford von Isabell Brinkmann, die in ihrer traurigen Resignation schon ein ganz eigenes Drama bietet. Das große Ensemble steht Kopf an Kopf mit den drei Protagonisten: der saftige Mezzo von Christina Baader als Tantjen (Auntie), die armen Luder Regine Sturm und Stephanie Lönne als Nichten, selten sieht man das so trostlos gespielt. Shauna Elkin-Held als Mrs. Sedley mit ausdrucksvollem Mezzo Opfer und Täter zugleich. Uwe Tobias Hieronimi mit fanatischem Tenor als Prediger Swallow, der intrgante Bob Boles von Jan Kristof Schliep, Pastor Adams von Konstantinos Klironomos, Peter Frank als Ned Keene und nicht zuletzt das Hildesheimer Urgestein Piet Bruninx als Jim Hobson, sie alle haben ihren nicht geringen Anteil am geschlossenen Erfolg dieser Aufführung.

Dazu kommt der wirklich groß besetzte Chor und Jugendchor des TfN, klangvoll in der Massierung, dabei jeder ein Darsteller eines einzelnen Charakters innerhalb der Gruppe, grandios. Ebenso großartig spielt das Orchester unter Leif Klinkhardt auf, eigentlich staunt man ob der Perfektion, die man an solch kleinem Haus gar nicht vermutet. Klinkhardt weiß genau um die Tiefen und Untiefen von Brittens Partitur, da findet alles seinen rechten Platz, das Leise, das Verträumte, das Elementare. Die Kammermusik und das große Sinfonische, es ist halt auch fantastische Musik. Da würde sich mancher Kinofilm solch einen spannenden "Soundtrack" wünschen, zumal so spannungsgeladen gespielt. Einziges Manko ist die zeitweise Textunverständlichkeit, gerade wo die Aufführung doch in deutscher Neuübersetzung des hauseigenen Gmd Werner Seitzer stattfindet. Nichts ist eben perfekt.

Doch die Aufführung als solche ist aus einem Guss, deshalb ein mehr als warmherziger, sehr ausgiebiger Schlussapplaus im gut besuchten Haus. Für Britten ein echtes Geburtstaggeschenk.

Martin Freitag 28.11.13                                Bilder siehe Erstbesprechung

                                                                         

 

 

PETER GRIMES

Premiere am 9. November 2013

Dicht und schlüssig 

Während Benjamin Brittens Zeit in Amerika ab 1939 festigte sich einerseits die Partnerschaft mit dem jungen Tenor Peter Pears, andererseits errang er mit seinen Kompositionen neben vielen Erfolgen aber gerade mit seinem ersten Bühnenwerk, der Schuloperette „Paul Bunyan“ (1941), auch Fehlschläge. Nach kompositorischen Krisenzeiten und Depressionen fand er zu einem Stoff, der ihn zu seinem ersten Meisterwerk inspirierte, Gedichte von George Crabbe, der aus derselben Gegend stammte wie er. Im Gegensatz zu der im Crabbe-Text stärker herausgestellten kriminellen Energie des Peter Grimes, wird in dem Libretto von Montagu Slater vorwiegend auf dessen Außenseiterstellung verwiesen, der selber nie Liebe erfahren hat und sie daher auch nicht weitergeben kann. Hier steht Peter Grimes zwischen dem übermächtigen, bedrohlichen Meer, aus dem er seinen Lebensunterhalt zieht, und der Kleinstadt mit ihren Ritualen der Zugehörigkeit und gnadenloser Ausgrenzung alles Fremden, schließlich zwischen den aus der Ferne tönenden Rufen der Dorfbewohner und dem einsamen Nebelhornklang in einem desolaten Universum. Die Uraufführung dieser Fischeroper an der Küste Suffolks fand am 7. Juni 1945 in London statt.

Durch seine schlichte, raue Lebensweise wird Peter Grimes nach dem Tod seines ersten Schiffsjungen zum leichten Opfer der Verleumdung und Lügen der Dorfbewohner. Obwohl im Prolog der Richter ihn davon freispricht und einen Unfall anerkennt, will die Menge das nicht wahrhaben; es brodelt weiter im Dorf. Außer dem alten Kapitän Balstrode und dem Apotheker Keene will keiner Grimes helfen, als er mit schwerem Fang heimkommt. Keene verhilft ihm sogar zu einem neuen Schiffsjungen. Und dann gibt es da die verwitwete Lehrerin Ellen Orford, mit der sich Grimes eine Zukunft vorstellen kann, aber erst wenn er genug mit seinem Fang verdient hat, um durch Reichtum die lügnerischen Stimmen des Volkes verstummen zu lassen. Diese Zuversicht treibt ihn zunächst voran, bis er durch ein weiteres echtes Unglück auch den zweiten Jungen verliert: Gerade als sich eine Abordnung der Dorfbewohner Grimes‘ Haus nähert, schickt er ihn über die Klippen zum Strand; auf dem Weg herunter zum Boot stürzt der Junge tödlich ab. Grimes, der schon nach dem Tod des ersten Jungen Wahnvorstellungen hatte, verfällt nun noch mehr dem Wahnsinn und folgt schließlich dem Rat von Balstrode und Ellen, aufs Meer zu fahren und das Boot weit draußen zu versenken, um so dem ihn nun schon heftig suchenden Mob zu entgehen, der ihn lynchen will.

Albrecht Pöhl/Hans-Jürgen Schöpflin

Regisseur Frank Van Laecke gelingt mit Hilfe seines Ausstatters Philippe Miesch eine dichte schlüssige Inszenierung dieses Stoffes mit eindringlichen Bildern. Leicht verschiebbare Zwischenwände, die den jeweiligen Handlungsort vom Gerichtssaal über den freien Platz am Hafen mit weitem Meerblick bis zum Pub großzügig wirken lassen, geben Raum für die vielen Akteure. Spezielle Requisiten sind hier Stühle: Die Dorfbewohner bringen sich ihre Stühle jeweils selbst mit und ordnen sich locker zu Zuhörern oder Pub-Gästen. Ca. 50 Sängerinnen und Sänger (Opernchor und Jugendchor des TfN) tummeln sich so neben 12 Solisten auf der kleinen Bühne und schaffen von Beginn an eine Spannung von „Hat er nun oder hat er nicht …“, die durch das ganze Stück anhält. Sehr geschickt wurden auch die Zwischenspiele inszeniert, ohne den Faden abreißen zu lassen. Es wurde in einer neuen deutschen Übersetzung des Hildesheimer GMD Werner Seitzer weitgehend verständlich gesungen.

Isabel Bringmann/Hans-Jürgen Schöpflin

Leif Klinkhardt war der musikalische Leiter des Abends, der das aufmerksame Orchester zu differenziertem Musizieren antrieb, den aufpeitschenden Sturm und die Hetzchöre engagiert darzubieten, aber auch die leiseren Phasen in den wenigen Momenten echter Gefühle auszukosten. In der Titelrolle erlebte man eine ausgefeilte Darstellung von Hans-Jürgen Schöpflin, der seinen kräftigen Tenor als raubeiniger, brutaler Fischer entsprechend einsetzte, aber auch mit weich strahlenden Tönen aufwartete, wenn er von seinen Träumen sprach oder in dem kurzen Moment, wenn er den Jungen fast zärtlich ansang. Immer wieder folgten kurze Momente der Hilflosigkeit, wenn er zu erkennen schien, dass er z.B. Ellen zu hart angefasst hatte. Diese wurde von Isabell Bringmann ausgezeichnet gespielt, anrührend in ihrer Fürsorge um den Jungen und ebenso stets zaghaft um die Liebe Peters bemüht, den sie auch bei grober Zurückweisung nicht hilflos sich selbst überlassen wollte. Sängerisch konnte sie die unterschiedlichen Facetten mit sauberem, klarem Sopran ausdrücken; schwierige Tonsprünge in den Linien meisterte sie gekonnt. Leider war gerade bei ihr das Orchester, insbesondere die Bläser, manchmal zu laut. Albrecht Pöhl machte als Kapitän Balstrode gute Figur, der sich als einziger in dem kleinen Ort immer Respekt zu verschaffen wusste. Mit seinem durch alle Lagen gut durchgebildeten Bariton mit abgerundeter Höhe verstand er, sich stets Gehör zu verschaffen.

Die übrigen vielen Rollen waren typgerecht und solide besetzt: Da waren Christina Baader, Regine Sturm und Stephanie Lönne (Tantjen und Nichten), die sich gelungen mit Ellen zu einem Quartett in bester Richard-Strauss-Manier vereinten. Jan Kristof Schliep (Bob Boles), Uwe Tobias Hieronimi (Swallow), Konstantinos Klironomos (Pastor Adams), Peter Frank (Ned Keene), Piet Bruninx (Jim Hobson) und last not least Shauna Elkin-Held (Mrs. Sedley) als überall Mord und Totschlag witternde Miss Marple des Ortes boten eine rundum zufriedenstellende Ensembleleistung. Die Chöre (Achim Falkenhausen) entwickelten durch die vielen jungen Stimmen einen besonders frischen, auch teilweise geifernden Klang bei Klatsch, Lästerei und aufrührerischer Verfolgung. Das Premierenpublikum war begeistert. Zwei vereinzelte, völlig überflüssige Buh-Rufer wurden sofort übertönt.

Marion Eckels 13.11.2013                                         Fotos: Andreas Hartmann

Weitere Vorstellungen: 22.11. + 21.12.2013

 

 

 

FALSTAFF

Besuchte Vorstellung am 24.September 2013

(Premiere am 22. September 2013)

Munterer Spaß

Verdis spätes Meisterwerk kann man jetzt in einer wirbeligen Inszenierung des TfN (Theater für Niedersachsen) in Hildesheim, Hannover und anderen Spielorten in der Region erleben. Regisseur Ansgar Weigner hatte eine Fülle von putzigen Ideen und ironisierte die flotten Intrigen der Windsor-Weiber mit Slapstick-Einlagen. Man hatte sich für die deutsche Übersetzung von Hans Swarowsky entschieden, sodass die Späßchen des Stücks besser als im allerdings einfacher singbaren Original zu verstehen waren. Für das gut zu bespielende Einheitsbühnenbild in offenem Fachwerk und die typgerechte, biedermeierliche Kostümierung war Eckhard Reschat verantwortlich. Der erfahrene Hildesheimer GMD Werner Seitzer sorgte am Pult des aufmerksamen Orchesters dafür, dass auch bei den komplizierten Ensembles alles zusammen blieb und dass die geniale Partitur mehr als nur angemessen erklang. Mit viel Spielfreude waren Sängerinnen, Sänger sowie der sichere Chor (Achim Falkenhausen) bei der Sache.

In der Paraderolle des Falstaff  trat Levente György auf, dessen reichlich eindimensional wirkender Bassbariton zwar sehr textverständlich war, aber in den vielen Höhen Schwächen aufwies. Mit tragfähigem Sopran und die anderen im Intrigenspiel antreibend überzeugte Maribeth Diggle als Alice Ford, unterstützt von der altjüngferlichen Meg Page, die die junge Neele Kramer mit charaktervollem Mezzosopran gab. Einmal nicht als Matrone war Mrs. Quickly zu erleben, sondern Christina Baader verlieh ihr mit ihrem abgerundeten, in der Tiefe satten Mezzo und munterem Spiel eine ganze Menge Attraktivität. Nanetta als kurzsichtiges Dummchen war Regine Sturm , deren klarer Sopran die Ensembles überstrahlte.

Ihr geliebter Fenton war mit feinem, aber kleinem Tenor Konstantinos Klironomos. Albrecht Pöhl überraschte durch temperamentvolle Gestaltung und ausgesprochen differenzierende Führung seines farbenreichen Baritons als eifersüchtiger Ford.

Levente György/Albrecht Pöhl

In den kleineren Partien fügten sich passend Hans-Jürgen Schöpflin als ältlicher Dr. Cajus sowie die witzig chargierenden Bardolph und Pistol von Jan Kristof Schliep und Nicolas Kröger ein.

Gerhard Eckels                                              Bilder: Andreas Hartmann

 

 

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER

Premiere am 30. März 2013

Lohnend

Mit einer gehörigen Portion Skepsis fuhren wir nach Hildesheim zur Premiere des „Holländer“ im Stadttheater, aber wieder wurden wir jedenfalls von der musikalischen Seite der Produktion positiv überrascht. Das lag ganz wesentlich an WERNER SEITZER, dem es überzeugend gelang, die dramatischen Effekte der Urfassung von 1841 (ohne den Erlösungsschluss) mit dem nun wirklich nicht stark besetzten Orchester geradezu klangmächtig zur Geltung zu bringen. Auch das Gesangsensemble hatte beachtliche Qualität: Da war zunächst MARTINE REYNERS als darstellerisch erstaunlich temperamentvolle Senta; ihr tragfähiger Sopran klang zu Beginn der Ballade – wohl der Premierennervosität geschuldet – so unruhig, dass man Schlimmes befürchtete. Im Laufe des Abends jedoch steigerte sich die belgische Sängerin in den lyrischen Phasen nun doch zu abgerundeter Stimmführung und höhensicherer dramatischer Attacke.

Letztere lag beim von seiner als Piraten gekleideter Mannschaft an Land geworfenem Holländer von SÉBASTIAN SOULÈS etwas im Argen, jedenfalls in den allzu engen, teilweise unsauberen Höhen, die ihm zum Schluss hin sogar wegbrachen. In der anspruchsvollen Partie des Holländers stieß der dunkel timbrierte Bassbariton des Franzosen mit klangvollen Tiefen doch an seine Grenzen.

Mit hergebrachtem Operngestus und reichlich dröhnendem, eindimensional geführtem Bass trat LEVENTE GYÖRGY als wie ein Operetten- Fürst ausstaffierter Daland auf;  CHRISTIAN S. MALCHOW (Erik) gefiel durch strahlkräftigen Tenor. Klarstimmig sang DANIEL JENZ das Lied des Steuermanns, während CHRISTINA BAADER (Mary) mit fülligem, schönstimmigem Mezzo aufhorchen ließ.

Einmal mehr waren die Chöre ein Pluspunkt der Premiere: Chor, Extra- und Jugendchor des TfN (Theater für Niedersachsen) sowie diesmal zusätzlich der Männerchor „Eintracht“ Bad Salzdetfurth waren von ACHIM FALKENHAUSEN gut vorbereitet, sodass sie trotz mancher choreographischer Anforderungen prächtigen Chorklang entwickelten.

Und mit der Choreographie sind wir bei der Inszenierung von KARSTEN BARTHOLD, die zwiespältigen Eindruck hinterließ. Waren die Bewegungen des Chors im dritten Akt noch zu goutieren, wirkten sie sonst wie merkwürdige Trockengymnastik. Die Bühne war ausgefüllt mit zwei halbrunden Schrägen, die teils gegeneinander, teils nebeneinander bewegt wurden; mit angedeuteter Reling konnten sie anfangs mühsam als Norwegerschiff ausgemacht werden, während das Schiffsgerippe mit am Schluss in Flammen aufgehendem rotem Segel dem Holländer zuzuordnen war. Was die lange im Kreis geschobenen Schrägen und die gebündelten Stricke im 2.Akt sollten, erschloss sich nicht ohne weiteres (Ausstattung: STEFFEN LEBJEDZINSKI).

Insgesamt war es bei gut nachvollziehbarer Personenregie und vor allem zufriedenstellender musikalischer Verwirklichung doch ein lohnender Opernabend.

Gerhard Eckels                                                 Bilder: Andreas Hartmann

 

EINE NACHT IN VENEDIG

Premiere am 9. Februar 2013

Walzerseligkeit

Für klassische Operette, die man in unseren Theatern nur noch selten erleben kann, ist in Norddeutschland das Stadttheater Hildesheim (jetzt Theater für Niedersachsen TfN) seit Jahren eine gute Adresse. Hier kann man immer wieder die inzwischen doch ein wenig nostalgischen Verwechslungsgeschichten eingepackt in populäre Melodien genießen, so jetzt in der Johann-Strauß-Operette „Eine Nacht in Venedig“. In der gefälligen, teilweise etwas länglichen Inszenierung von Wolfgang Quetes gab es alles, was das Operetten-Herz begehrt: Prächtige barocke Kostüme in golden glänzenden Bilderrahmen als Bühnenbegrenzung (Ausstattung: Karin Fritz/Elisabeth Henning), von Beginn der aus Operetten-Schlagern zusammengewürfelten Ouvertüre an schwungvolle Walzerseligkeit (Achim Falkenhausen am Pult des tüchtigen TfN-Orchesters) und natürlich Sentimentales und Flottes aus geübten Sängerinnen- und Sänger-Kehlen.

Da verteilt der Makkaroni-Koch Pappacoda (Jan Kristof Schliep mit sicherem Spieltenor) seine Penne Bolognese unter das fröhliche venezianische Volk (wie immer klangvoll und ausgewogen der Opernchor des TfN, einstudiert von Achim Falkenhausen); die Köchin Ciboletta (urkomisch im Spiel und klarstimmig Meike Albers) will er erst heiraten, wenn er bei einem der venezianischen Senatoren oder gar dem Herzog von Urbino Leibkoch geworden ist. Auf dem Marktplatz erscheint auch die Fischerstochter Annina (koloratur- und höhensicher Regine Sturm), die zum glücklichen Happyend zwei Stunden später Caramello, den Leibbarbier des Herzogs (Daniel Jenz mit feinem, gut durchgebildetem Tenor), bekommt.

Zuvor muss sie sich der Avancen des Herzogs (strahlkräftig Christian S.Malchow) erwehren, der sie für eine Senatoren-Gattin hält und den Karneval in Venedig nutzen will, sie zu erobern.

So geht das munter weiter mit allerlei Intrigen und komischen Verwicklungen, bis sich die Beteiligten demaskieren und den Beifall des begeisterten Publikums entgegen nehmen können.

Gerhard Eckels                                            Bilder: Andreas Hartmann

 

 

EUGEN ONEGIN

Besuchte Vorstellung: 19.10.2012                       (Premiere am 13.10.2012)

Stimmig

Es gibt sie tatsächlich noch, die „werktreue“ Inszenierung! So hat Regie-Altmeister HANS-PETER LEHMANN am TfN (Theater für Niedersachsen) EUGEN ONEGIN entsprechend der wertvollen Puschkin-Vorlage äußerlich in den 20er-Jahren des 19.Jahrhunderts belassen und ganz auf die Emotionen des Stückes gesetzt. Und das ist ihm und dem jungen Hildesheimer Musiktheater-Ensemble ganz vortrefflich gelungen.

Zum Erfolg trug auch die mit hellen Holzwänden versehene Bühne bei, die die Sänger akustisch unterstützte und zu der sich die farbenprächtigen Kostüme und Uniformen gut machten. Jeweils stimmungsvolle Landschaftsprospekte suggerierten russische Weite oder in der Duell-Szene herbstliche Düsternis; mit wenigen charakterisierenden Requisiten (Erntekrone u.a.) wurde die passende Atmosphäre geschaffen (Ausstattung: PHILIPPE MIESCH). Aber ohne die leidenschaftliche Musik Tschaikowskys und glaubwürdige Akteure wäre das alles vergeblich.

Nicht so in Hildesheim: Da war zunächst der musikalische Leiter WERNER SEITZER, der „sein“ Orchester zu Höchstleistungen in allen Gruppen anspornte; so gab es Erfreuliches in den vielen Instrumentalsoli zu hören. Nach wie vor sind die Chöre in der Einstudierung von ACHIM FALKENHAUSEN ein Genuss, so auch hier, als sie ausgewogenen, prächtigen Chorklang entwickelten. Schließlich wurde solistisch fast durchgehend mehr als nur solide gesungen und gespielt; dabei fiel positiv auf, dass bei allen der deutsche Text bestens zu verstehen war.

Mit abgerundetem, in den Höhen wahrlich schön aufblühendem Sopran gefiel ANTONIA RADNEVA als schwärmerische und später standhafte Tatjana. In der Titelpartie erlebte man TIMOTHY SHARP, der den Schnösel vom Anfang ebenso glaubhaft darstellte wie den verzweifelt Liebenden am Schluss. Sein charaktervoller Bariton beherrschte in jeder Situation die Szene. Mit schönem, nur selten an Grenzen stoßendem lyrischen Tenor versah DANIEL JENZ den unglücklichen Lenski. Seine Olga war die blutjunge, auch stimmlich quicklebendige TERESA SMOLNIK, während CHRISTINA BAADER Mutter Larina mit Würde und gut geführtem Mezzo gab; die besorgte Filipjewna war bei THERESA HOFFMANN gut aufgehoben. Mit seinem rauen Bass hatte LEVENTE GYÖRGY (Gremin) wenig fürstliche Ausstrahlung; im Übrigen bewährte sich das Hildesheimer Ensemble.

Fazit: Mit gut nachvollziehbarer Gestaltung in stimmigen Bühnenbildern und gekonntem Gesang rührt Oper an!

Gerhard Eckels                           Bildercopyright: Theater für Niedersachsen

 

 

     

                                                                             

HIGH SOCIETY

Besuchte Vorstellung: 08.10.2012            (Premiere am 06.10.2012)

Gute Unterhaltung

Die MusicalCompany des TfN (Theater für Niedersachsen) bürgt immer wieder für qualitätsvolle Unterhaltung. Diesmal hatte man sich HIGH SOCIETY von Cole Porter und Arthur Kopit vorgenommen, das 1997 uraufgeführt wurde.

Das Stück basiert auf einer Komödie nach einer wahren Begebenheit von Philipp Barry aus dem Jahre 1939, der darauf folgenden Verfilmung mit Katherine Hepburn, Cary Grant und James Stewart („Die Nacht vor der Hochzeit“) sowie der mit Grace Kelly, Bing Crosby und Frank Sinatra 1956 entstandenen zweiten Film-Version („Die oberen Zehntausend“), zu der Cole Porter inzwischen legendäre Songs wie „True Love“ oder „I love Paris“ („Ganz Paris träumt von der Liebe“) beisteuerte. Die Choreographin KATJA BUHL debütierte erfolgreich als Regisseurin und neue Direktorin der Company: Locker und leicht wie Champagner perlten die choreographischen Abläufe und Szenenwechsel in ihrer Inszenierung.

Das wurde nicht zuletzt durch das geschickte, in Blau gehaltene Einheitsbühnenbild ermöglicht, das sich nur mit wenigen, leicht beweglichen Versatzstücken schnell und unaufdringlich verändern ließ. Dazu passten die farbenfrohen, teils schrillen Kostüme vorzüglich (Ausstattung: DIRK IMMICH). Als hoffnungsvolle Braut spielte und sang CAROLINE ZINS lebhaft und machte den Umschwung ihrer Gefühle von ihrem langweiligen Verlobten George (typgerecht TIM MÜLLER) zurück zu ihrem gewitzten Ex-Ehemann Dexter (elegant JENS PLEWINSKI) glaubwürdig deutlich.

Daneben gefielen der schönstimmige JONAS HEIN und die lebendig agierende ANNIKA DICKEL als Reporter eines Boulevardblattes. Von den übrigen durchweg munteren Akteuren sei TOM ZAHNER mit der köstlichen Studie des vergesslichen, liebestollen Onkels Willie beispielhaft hervorgehoben. Die sechsköpfige Band sorgte unter der zupackenden Leitung von MANFRED KNAAK für den musikalischen Schwung des Abends, ließ aber auch die melancholischen Teile besinnlich ausmusizieren. Starker Applaus belohnte alle Beteiligten.

Marion Eckels                                      Bilder: Theater für Niedersachsen                                                                                  

 

DON PASQUALE

Premiere am 8.9.2012

Zu wuselig

Dass Donizettis auf Strukturen der italienischen Commedia dell’arte zurückgeht, liegt auf der Hand. Da bietet es sich an, die typisierte Handlung um den übertölpelten Alten, die gerissene junge Frau, ihren Liebhaber und den intriganten Drahtzieher mit Elementen der Commedia zu versehen.  Leider übertrieb der Regisseur der Neuinszenierung am TfN (Theater für Niedersachsen) Axel Heil die Ausführung dieser grundsätzlich guten Idee. Das begann schon bei der hübschen, ungewohnt unsauber gespielten Ouvertüre, zu der die knapp zwanzig Choristen in einheitlichen Kostümen und Gesichtsmasken à la Pulcinella durch den Zuschauerraum wuselten und auch später während der Oper viel zu viel Unruhe auf der kleinen Bühne verbreiteten. Die Protagonisten agierten in knallbunten Kostümen auf einer runden, schrägen Spielfläche (Ausstattung: Philippe Miesch), in der sich bei den Finali auch noch eine kleine Scheibe gegenläufig drehte und so äußerlich für weitere Turbulenz sorgte.

Sängerisch gab es einige Einschränkungen: Am besten hielt sich noch Uwe Tobias Hieronimi, dessen prägnanter Bariton erneut guten Eindruck machte. Er hatte allerdings die Titelfigur als derartig gebrechlichen Greis zu geben und musste zur „Hochzeit“ in Hauslatschen auftreten, dass das Mitleid, das der Komponist zumindest musikalisch für Pasquale im 3.Akt verbreitet, nun gar nicht aufkommen wollte. Norina war mit reichlich eindimensionalem, zu Schärfen neigendem Sopran Regine Sturm. Die Sänger des Malatesta und des Ernesto hatten so starke Probleme mit der deutschen Sprache, dass deren akzentbehaftete Diktion sehr gewöhnungsbedürftig war. Dabei fiel auf, dass Kazuhisa Kurumada über einen schönen, flexiblen Bariton verfügt. Marco Antonio Lozano ließ einen noch unausgewogenen, aber interessant timbrierten Tenor hören; leider litt die „Serenade“ - jedenfalls zu Beginn - unter Intonationsmängeln.

Der Chor, dessen Bewegungsfreudigkeit Anerkennung verdient, sang klangausgewogen (Achim Falkenhausen). Am Pult des sich im Laufe des Abends steigernden Orchesters stand Leif Klinkhardt, der alles sicher zusammenhielt und für das erforderliche schwungvolle Musizieren sorgte. 

Gerhard Eckels                                                                                

Produktions-Bilder: Theater für Niedersachsen Hildesheim Hannover

                                                                                            

EIN WALZERTRAUM

Premiere am 28.04.12 im Stadttheater Hildesheim,

besuchte Aufführung am 5.06.12 im Theater am Aegi in Hannover 

Die liabe Franzi, die guate Franzi !

Oscar Straus´ "Ein Walzertraum" gehörte einst zu den Welterfolgen des Genres Operette, heute findet er sich eher selten auf den Spielplänen; an der Musik liegt es sicher nicht, denn Straus verknüpft komödiantisches Augenzwinkern, vielleicht nicht so ausgeprägt wie in seinen früheren Operetten, mit dem schönsten Wiener Schmäh und gediegenem Sentiment; nicht nur das bekannte "Leise, ganz leise, klingt´s durch den Raum" ist ein echter Ohrwurm. Die Handlung um den deutsch eingeheirateten Wiener Leutnant, der die Hochzeitsnacht verweigert, eine Romanze mit der ebenfalls Wiener Damenkapellmeisterin Franzi erlebt, die mit geknicktem Herzchen sorgt, daß der Rechte in das Hochzeitsbettchen der Rechten kommt, ist kein allzu starker Wurf, doch bietet in seinen deutschen Adelsparodien dankbare Kalauer, wenn man es so geschickt und gekonnt macht, wie Werner Pichler am Theater für Niedersachsen (TfN), der einfach nur die Operette inszeniert, wie sie im Buche steht. Steffen Lebjedzinski ist für die sparsame, doch genügende Ausstattung zuständig, muffiger Hofplüsch contra herzliches Bürgertum mit Plastikhecken, Musikpavillon und schönen Roben, perfekt für ein Theater, das in Niedersachsen circa vierzig Häuser besucht und bespielt.

Achim Falkenhausen am Pult des Orchesters des TfN dirigiert genau die rechte Mischung, nie zu rührselig, doch auch Platz für das Herzchen der Melodie lassend, die Musiker spielen aufmerksam und differentierter, als man Operette an manch größerem Hause erlebt. Die Ensembleleistung wird am TfN großgeschrieben, da hört man nicht immer Netrebko und Villazon, doch die Rollen sind mindestens zufriedenstellend besetzt, wichtig ist die Sprache und das Spiel genauso wie der Gesang: Daniel Lenz bring als Leutnant Niki die schlanke Jungengestalt mit etwas sprödem Charme auf die Bretter, der Tenor ist stimmlich nicht von großem Volumen, doch er erreicht das Herz. Prinzessin Helene wird von Antonia Radneva mit präsenterem, in der Höhe leicht scharfem Sopran gesungen. Regine Sturm als Franzi ist die dominierende Hauptfigur, genau der echte, süße Soubrettenton für ein Weaner Madl, dazu mit Mund und Herz am rechten Fleck. Dorothee Schlemm singt mit schönem Mezzo die Kammerfrau Friederike zur musikalisch vierten Hauptpartie. Uwe-Tobias Hieronimi ist als Joachim XIII. sicher dafür verantwortlich, das das Flausenthurmsche Fürstentum am Rhein liegt, ein Komiker par excellence. Jan Kristof Schliep ist ein fieser Intrigant als Graf Lothar, lediglich Bernhard Christian Berger als Montschi/Eduard findet mit pathetischem Operngesang nicht den leichten Ton, den er im Dialog spricht. Die Nebenrollen und der Chor sind mit Hingabe dabei und sorgen für den gelungenen Abend.

So schön kann Operette sein, wenn man sie nicht neu erfinden will, denn die Komik und der Unernst liegen sowieso in ihrer Art. Viele glückliche Gesichter, viel Gekicher während der Aufführung, so macht man gediegenes, gutes Unterhaltungstheater.

Martin Freitag

Produktions-Bilder: Theater für Niedersachsen Hildesheim Hannover

 

Besprechungen älterer Aufführungen befinden sich (ohne Bilder) weiter unten auf der Seite Hildesheim TfN unseres Archives

DER OPERNFREUND  | DerOpernfreund@aol.com