DER OPERNFREUND - 44.Jahrgang
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Sándor Kónya  -  Hommage zum 90. Geburtstag

Der ungarische Tenor Sándor Kónya wurde am 23. September 1923 in Sarkad geboren und wäre jetzt 90 Jahre geworden. Er starb am 20. Mai 2002 auf Ibiza.

 

 

Als sich am 23. Juli 1958 der Vorhang nach der Bayreuther Eröffungspremiere des „Lohengrin“ (in der Inszenierung von Wieland Wagner) senkte, war die Sensation perfekt. Ein junger Tenor, der bis dahin noch nie eine Wagner-Partie gesungen hatte, wurde von Publikum und Presse für seine lyrisch-kantable, im italienischen Belcanto-Stil gesungene Interpretation des Lohengrin einhellig gefeiert. Für Sándor Kónya, der damals noch an der Städtischen Oper Berlin engagiert war, bedeutete dieser „Lohengrin“ den Beginn einer glanzvollen Weltkarriere. Ungefähr 380 mal verkörperte er den Schwanenritter auf allen großen Opernbühnen in Europa und Amerika; rund sechzig Aufführungen davon hat er in italienischer Sprache gesungen. „Weltmeister in Lohengrin“ nannte Wieland Wagner  ihn bewundernd und dankbar. In Bayreuth sang Kónya außer dem Lohengrin (1958-1960, 1967) auch den Walther von Stolzing in den „Meistersingern von Nürnberg“ (1964), die Titelpartie im „Parsifal“ (1966, 1971) sowie den Froh im „Rheingold“ und den Seemann im „Tristan“ (1958).

 

Im Jahr 1966 wollte Wieland Wagner seine „Parsifal“-Inszenierung erneuern, konnte jedoch die Proben nur noch vom Krankenbett verfolgen. Es war auch das Debüt von Pierre Boulez am Grünen Hügel. Der „Lohengrin“ von 1967 mit Rudolf Kempe am Pult war eine Neuinszenierung von Wolfgang Wagner. Allerdings erkrankte Kónya nach der Premiere. Und so kam es, dass im Festspieljahr 1967 ebenfalls Jean Cox, Hermin Esser, James King und Jess Thomas als Lohengrin zu hören waren. Dabei hat sich Sándor Kónya trotz seiner Bayreuther Erfolge nicht auf die Werke Richard Wagners spezialisiert. Im Gegenteil - die großen Verdi- und Puccini-Rollen blieben stets ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit. Daneben gehörten auch französische Partie wie Don José oder Hoffmann zu seinem Repertoire.Sándor Kónya wurde am 23. September 1923 in Sarkad, einem kleinen ungarischen Städtchen, geboren, wo er auch seine Kindheit und Jugend verlebte. Ein berühmter ungarischer Gesangslehrer hörte damals den Schüler Kónya und empfahl ihn an die Franz-Liszt-Akademie in Budapest. 1944 wurde er jedoch zum Militär eingezogen und kam Ende des Krieges in Deutschland in englische Kriegsgefangenschaft. Dort blieben seine gesanglichen Fähigkeiten nicht lange unentdeckt; und so wurde er von den Engländern zur Truppenbetreuung auf Bunten Abenden eingesetzt. Mit Hilfe von Freunden konnte er aus dem Gefangenenlager fliehen und kam schließlich 1946 zu Frederick Husler in Steinhude, einem der anerkanntesten Gesangspädagogen seiner Zeit. Im Jahr 1949 heiratete Kónya die Steinhuderin Anneliese Block, die ihn während der gesamten Karriere immer begleitet hat.

Ein Vorsingen in Bielefeld fiel so überzeugend aus, dass der damalige Intendant Herrmann Schaffner und der Generalmusikdirektor Bernhard Conz ihn sofort engagierten. Er debütierte 1951 als Turiddu in „Cavalleria rusticana“. Bis zu 200 Abende stand er in großen und kleineren Partien damals auf der Bühne. Schon im zweiten Jahr wurde Kónya häufig zu Gastspielen eingeladen. Bonn, Köln und Hamburg holten ihn; in Kassel sang er sogar neben dem berühmten Willi Domgraf-Fassbaender in „Rigoletto“. Schon 1953 nahm Herbert von Karajan Kontakt zu Kónya auf und wollte ihn als Manrico an die Mailänder Scala verpflichten. Doch Kónya entschied sich, noch ein weiteres Jahr in Bielefeld zu bleiben und weiter Repertoire zu erarbeiten. Später sang er unter Karajan Mahlers „Lied von der Erde“ und die 9. Symphonie von Beethoven.

 

Schon während seiner Bielefelder Zeit hatte Kónya auch in Darmstadt gastiert. Gustav Rudolf Sellner war dort Intendant; er holte ihn für die Spielzeit 1954/55 fest nach Darmstadt. Umfangreiche Gastverträge banden ihn u.a. an die Opernhäuser in Stuttgart und Hamburg. In Stuttgart sang er u.a. „Cosi fan tutte“ in der Regie von Günter Rennert, der ihn unbedingt fest nach Hamburg haben wollte. In Darmstadt wurde auch der Regisseur Carl Ebert auf Kónya aufmerksam. Damit war der nächste, wichtige Schritt vorbereitet- die Städtische Oper Berlin. Carl Ebert holte Kónya 1955 an die Städtische Oper Berlin, wo er hauptsächlich das italienische und französische Fach sang. „La Boheme“, „Madama Butterfly“, „Rigoletto“, „Die Macht des Schicksals“, „Don Carlos“, „Aida“, „Medea“, „Carmen“, „Hoffmanns Erzählungen“, aber auch Webers „Oberon“, waren seine wichtigsten Opern. Daneben trat er auch in moderneren Werken auf: So war er etwa der Boris in „Katja Kabanowa von Janácek oder der Michele in der deutschen Erstaufführung der Oper „Die Heilige der Bleeckerstreet“ von Gian-Carlo Menotti.  Auch moderneren Partien näherte sich Kónya mit den Mitteln des Belcanto. Ein besonderes Ereignis war die Uraufführung der Oper „König Hirsch“ von Henze am 23. September 1956, also an Kónyas 33. Geburtstag - damals ein großer Theaterskandal.In Berlin machte Kónya bereits die Bekanntschaft von zwei Männern, die ganz entscheidenden Einfluss auf seine Karriere haben sollten. Das waren Wieland Wagner und Rudolf Bing. Bing war von Kónya sofort begeistert und bot ihm einen Vertrag für die Metropolitan Opera an. Kónya hatte aber neben sein Verpflichtungen bei Ebert in Berlin auch mit jeweils dreißig Abenden bei Walter Erich Schäfer in Stuttgart und bei Rennert in Hamburg mehr als genug zu tun. Mit der Hamburgischen Staatsoper gastierte er auch als Nureddin im „Barbier von Bagdad“ bei den Edinburgher Festspielen 1956.

 

Zu den Bayreuther Festspielen 1958 wollte Wieland Wagner den „Lohengrin“ neu inszenieren und suchte einen Tenor für die Titelpartie. Nach einem Vorsingen in Stuttgart im April kam kurz darauf ein Telegramm: „Sie sind engagiert für acht mal ,Lohengrinˊ mit Rysanek, Varnay und Maestro Cluytens; und zusätzlich für fünf mal ,Parsifalˊ.“ Kónya entschied sich, nur den „Lohengrin“ anzunehmen. Wieland Wagners blau-silberne „Lohengrin“-Inszenierung erwies sich als Sensation. Sie ist bis heute ein Markstein in der Geschichte der Bayreuther Festspiele geblieben. Und Sándor Kónya wurde als der neue Wagner-Tenor gefeiert. Bei den Festspielen 1959 und 1960 sang Kónya wieder den Lohengrin. 1960 gastierte er zur gleichen Zeit mit dieser Partie in den Caracalla-Thermen in Rom, wo er in italienischer Sprache sang.

Vor allem Kónyas Lohengrin-Darstellung war in ganz Europa begehrt und führte ihn auch nach Spanien und Portugal. Hans Knappertsbusch holte ihn für diese Rolle 1959 an die Grand Operá Paris, Otto Klemperer 1963 an die Covent Garden Opera London. Schon 1959 trat er in Palermo auf, wo er ebenfalls in italienischer Sprache sang. Franco Corelli, Mario del Monaco und Giuseppe di Stefano saßen gemeinsam in der ersten Reihe und verfolgten bewundernd die Aufführung.

 

An der Mailänder Scala, wo Kónya später auch „Turandot“, „Aida“ und „Meistersinger“ sang, sollte er 1960 as Parsifal debütieren. Was niemand an der Scala wusste: Den Parsifal hatte Kónya noch nie gesungen, und den 3. Akt musste er auf der nächtlichen Autofahrt nach Mailand studieren. Montserrat Caballé war damals eines der Blumenmädchen.

 

Sein amerikanisches Debüt gab Konya am 23. September 1960 in San Francisco als Dick Johnson in Puccinis „La Fanciulla del West“ - wieder ein bedeutender Auftritt genau an seinem Geburtstag. Dies war der Beginn einer intensiven, vierzehn Jahre andauernden Karriere in Amerika. In San Francisco ist Kónya über viele Jahre immer wieder gastweise aufgetreten.  Hier, wie auch an der Metropolitan Opera, war er im italienischen, deutschen und französischen Fach zu Hause. „La Boheme“, „Tosca“ und „Madama Butterfly“, „Mefistofele“, „Pagliacci“ und „Carmen“ sowie „Lohengrin“ und „Parsifal“ waren seine wichtigsten Opern in San Francisco. Auch den Siegmund in der „Walküre“ hat Kónya hier (konzertant) gesungen.

Nun rief auch die Metropolitan Opera. Doch ein Streit zwischen dem Orchester und der Direktion der Met gefährdete die gesamte Spielzeit 1961/62. In dieser Situation schloss Kónya einen Vertrag für sechs Aufführungen von Cherubinis „Medea“ an der Mailänder Scala ab; seine Partnerin sollte Maria Callas sein. Inzwischen konnte aber in New York eine Einigung erzielt werden, und die Met war Kónya in diesem Moment wichtiger als die „Medea“ an der Scala, wo Jon Vickers für ihn einsprang.

Sándor Kónyas Debüt an der Metropolitan Opera erfolgte am 28. Oktober 1961 als Lohengrin. Gleich in seiner ersten Spielzeit sang er so verschiedene Rollen wie Lohengrin, Dick Johnson, Radames und Calaf. Seine Partnerinnen waren Ingrid Bjoner, Leontyne Price, Galina Vishnevskaya, Birgit Nilsson und Dorothy Kirsten.

Von den vielen Höheponkten seiner New Yorker Zeit seien stellvertretend „Die Meistersinger von Nürnberg“ und „Lucia di Lammermoor“ genannt. Für Sándor Kónya war der Stolzing ein besonders großer persönlicher Erfolg. Die Ehre der „Opening Night“ sollte ihm in der Saison 1964/65 als Edgardo in „Lucia di Lammermoor“ mit Joan Sutherland zuteil werden.  Allerdings hatte er bereits für die Bayreuther Festspiele 1964 einen Vertrag als Tannhäuser. Das wäre stimmlich mit dem Edgardo unvereinbar gewesen. Doch Wieland Wagner zeigte viel Verständnis - und Kónya sang dafür an Stelle des Tannhäuser 1964 in Bayreuth den Stolzing.

Die Metropolitan Opera sollte für Sándor Kónya vierzehn Jahre lang des zentrale Opernhaus seines künstlerischen Wirkens werden. Mitte der sechziger Jahre war er dort der höchstbezahlte Tenor. Insgesamt 22 verschiedene Partien in 287 Aufführungen hat er in New York gesungen.  Rudolf Bing sagte zu ihm, er sei „der einzige ihm bekannte Tenor, der das deutsche, italienische und französische Fach gleichermaßen beherrsche und diese Rollen ungestraft vermischen könne“.

Nachdem Rudolf Bing am 22. April 1972 mit einer glanzvollen Gala zu seinen Ehren verabschiedet wurde, änderten sich Klima und Arbeitsbedingungen an der Metropolitan Opera. Bings Nachfolger starb, bevor er sein Amt antreten konnte. Kónya fühlte sich nicht mehr heimisch an der Met und schloss keinen neuen Vertrag ab. Als Stewa in Janáceks „Jenufa“, gesungen in englischer Sprache, hatte er am 12. Dezember 1974 seinen letzen Auftritt an der Met; Astrid Varnay sang die Küsterin. 1975 sang Kónya noch mehrere Vorstellungen als Erik im „Fliegenden Holländer“ an der Miami Opera. Dann kehrte er zurück nach Europa.

 

Sándor Kónya genoss seit 1959 auch in Italien den Ruf, der weltbeste Lohengrin zu sein. Und so holte man ihn 1963 in dieser Partie in die Arena di Verona.

 

Bereits 1955 bekam Kónya eine Einladung an die Ungarische Staatsoper in Budapest. Doch er zögerte. Ein Gastspiel in seiner Heimat Ungarn war etwas Besonderes, was gut vorbereitet sein wollte. Aber 1964 - Kónya sang gerade „Turandot“ an der Wiener Staatsoper - war es dann endlich soweit. Kónya sang bei diesem ersten Besuch in Budapest den Lohengrin und den Calaf. Aber er hatte bei keinem Auftritt, weder in Bayreuth noch an der Scala oder der Metropolitan Opera, soviel Lampenfieber wie hier in Budapest, wo er dann ab 1964 regelmäßig gastierte.

Im Herbst 1967 kam eine Einladung der Römischen Oper  zur Teilnahme an einem Gesamtgastspiel in Tokyo mit Verdis „Don Carlo“. Es war die japanische Erstaufführung dieser Oper - ein großer Erfolg, der auch im japanischen Fernsehen übertragen wurde. Sándor Kónyas Partnerin war sie damals dreißigjährige Gwyneth Jones. Die musikalische Leitung hatte Oliviero de Fabritiis. Kónya hat besonders gern unter ihm gesungen, weil er ein typischer Sängerdirigent war. In zwei ganz unterschiedlichen Rollen seines Repertoires ist Sándor Kónya in Buenos Aires am Teatro Colon aufgetreten: 1968 war es der Stolzing unter Ferdinand Leitner, ein Jahr später der Hoffmann unter Peter Maag. 

In seinen letzen Karrierejahren hatte sich Kónya eine neue Rolle erarbeitet: Verdis „Otello“. Er sang ihn erstmalig 1973 in Straßburg unter Alain Lombard und später in Budapest. Und in Budapest stand er auch 1976 als Don Carlo und Otello letztmalig auf der Bühne.

Aber ein neues Aufgabengebiet hatte er schon gefunden. Wolfgang Gönnenwein holte ihn als Gesangsprofessor an die Musikhochschule in Stuttgart. Dort unterrichtete Kónya bis 1988, bis zu seinem 65. Geburtstag. Mit seiner Frau ließ er sich dann auf Ibiza nieder, wo er weiterhin Schüler betreute. 1996 wurde er in seinem Geburtsort Sarkad geehrt: mit diversen Empfängen im Rathaus, einem Ehrenkonzert mit Sängern der Ungarischen Staatsoper und der Verleihung der Ehrenbürgerwürde. Außerdem wurde dort eine ständige Ausstellung zum Le­ben und zur Karriere von Sándor Kónya eingerichtet. Am 20. Mai 2002 verstarb Sándor Kónya auf Ibiza.

Im Laufe seiner Karriere hat er mit den bedeutendsten Sängerinnen und Dirigenten der damaligen Zeit zusammengearbeitet.

Kónyas Partnerinnen waren u.a. Victoria de los Angeles, Martina Arroyo, Inge Borkh, Grace Bumbry, Fiorenza Cossotto, Regine Crespin, Mirella Freni, Elisabeth Grümmer, Marilyn Horne, Gwyneth Jones, Gladys Kuchta, Pilar Lorengar, Eva Marton, Anna Moffo, Birgit Nilsson, Roberta Peters, Leontyne Price, Regina Resnik, Anneliese Rothenberger, Leonie Rysanek, Elisabeth Schwarzkopf, Renata Scotto, Anja Silja, Rita Streich, Joan Sutherland, Renata Tebaldi, Gabriella Tucci, Astrid Varnay, Felicia Weathers u.v.a.

Kónya sang u.a. unter den Dirigenten Karl Böhm, Richard Bonynge, Pierre Boulez, Andre Cluytens, Oliviero de Fabritiis, Carlo Maria Giulini, Eugen Jochum, Herbert von Karajan, Rudolf Kempe, Otto Klemperer, Hans Knappertsbusch, Erich Leinsdorf, Ferdinand Leitner, Lorin Maazel, Kurt Masur, Zubin Mehta, Francesco Molinari-Pradelli, Georges Pretre, Nello Santi, Wolfgang Sawallisch, Hermann Scherchen, Horst Stein, Silvio Varviso, Antonino Votto, Heinz Wallberg u.v.a.

Wolfgang Denker, 10.09.2013

 

 

Diskographische Hinweise

Der Bayreuther „Lohengrin“ aus dem Jahr 1959 gilt als die perfekteste, homogenste Einspielung des Werkes, die von Orfeo im Rahmen ihrer Bayreuth-Edition in hervorragender Mono-Qualität veröffentlich wurde (Orfeo C691063D). Elisabeth Grümmer ist hier als die ideale Elsa zu hören - zusammen mit Kónyas Lohengrin einfach traumhaft. Zudem Franz Crass als König, die kürzlich verstorbene Rita Gorr als Ortrud und Ernest Blanc als Telramund. Eine empfehlenswerte „Lohengrin“-Alternative aus dem gleichen Jahr 1959 kommt aus Italien, wo Kónya den Lohengrin über fünfzig Mal in italienischer Sprache gesungen hat. In der italienisch gesungenen Aufnahme unter Ferdinand Leitner sind u.a. Marcella Pobbe und Aldo Protti Kónyas Partner (Myto 00224). Sie offenbart, wie viel Belcanto besonders im „Lohengrin“ enthalten ist.

„Lohengrin“ gibt es auch in der Studio-Aufnahme von 1965. Sie ist bei RCA mit dem Boston Symphony Orchestra unter der Leitung von Erich Leinsdorf erschienen und zeichnet sich durch hervorragende Klangqualiät aus. Kónya singt hier die Gralserzählung in der vollständigen Fassung. Weitere Mitwirkende sind Lucine Amara, Rita Gorr, William Dooley und Jerome Hines (RCA 4767201).

Die bei Calig  erschienene Gesamtaufnahme der „Meistersinger von Nürnberg“ unter Rafael Kubelik entstand 1967 und wurde mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet. Sie gilt als beste Aufnahme dieses Werks überhaupt  und hat mit Gundula Janowitz, Thomas Stewart und Franz Crass eine unschlagbare Besetzung (Calig 50971/74).

Im April 1964 sang Kónya Verdis „Messa da Requiem“ in der Royal Festival Hall. Die Aufführung des Requiems unter Carlo Maria Giulini (mit Ilva Ligabue, Grace Bumbry und Raffaele Arie als weiteren Solisten) wurde aufgezeichnet und erst 2004 zum 90. Geburtstag von Giulini veröffentlicht - und das gleich in zwei Versionen: als DVD (EMI 3102049) und als Doppel-CD (BBC Legends BBCL 4144-2). Unter Giulinis zahlreichen Einspielungen des Requiems ist es eine der besten!

Für die Deutsche Grammophon hat Kónya zahlreiche Gesamtaufnahmen und Querschnitte aufgenommen, darunter „La Boheme“ (mit Pilar Lorengar), „Aida“, „Troubadour“ (beide mit Gloria Davy), „Nabucco“, „Hoffmanns Erzählungen“, „Cavalleria rusticana / Der Bajazzo“ und „Der Evangelimann“ sowie für Polydor zahlreiche Operettenquerschnitte unter Franz Marszalek. Unter Marszalek hat er auch einige Opernquerschnitte eingesungen: „Carmen“ und „La Boheme“ (Polydor 4767031), „Rigoletto“ und „Troubadour“ (Polydor 4767201) sowie „Cavalleria“ und „Bajazzo“ (Polydor 4767147 ). Die Aufnahmen sind leider momentan nicht auf dem Markt. Aber die gesamte „Tosca“ unter Horst Stein (mit Stefania Woytowicz und Kim Borg) ist bei Berlin Classics erhältlich (Berlin Classics 0120039).

Geradezu sensationell ist das Puccini-Recital, das Sándor Kónya 1962 in Florenz mit dem Maggio Musicale unter Altmeister An­tonino Votto für die Deutsche Grammophon aufgenommen hat (DGG 449927). Was Kónya in diesen Aufnahmen an Farbenreich­tum, lyrischem Schmelz, dramatischer Wucht und einfach berückendem Wohlklang zeigt, dürfte wohl von keinem Tenor überboten werden. Konyas Stimme klingt in allen Lagen rund und voll, da gibt es auch in der extremen Höhe keine Verengung oder Verfärbung. Er singt mit Gefühl und Herz; kleine Schluch­zer, wohldosiert und geschmackvoll eingesetzt, verstärken die emo­tionale Kraft dieser Aufnahmen.

Bei Cantus Classics gibt es einen 1957 in Hamburg aufgenommenen „Freischütz“ unter Wilhelm Brückner-Rüggeberg mit Melitta Muszely und Arnod van Mill (Cantus 5.01055). Ganz neu auf dem Markt ist die reizvolle, deutsch gesungene Aufnahme von Aubers „Fra Diavolo“, die Leopold Hager 1969 beim WDR mit Kónya , Lotte Schädle und Werner Krenn eingespielt hat (Cantus 5.01750).

Und endlich gibt es auch die Wiener Gesamtaufnahme der „Fledermaus“ unter Oscar Danon von 1963 auf CD (Sony/RCA 88697 46984 2). Sie wurde damals mit dem Grand Prix du Disque ausgezeichnet. Obwohl die Rolle des Gefängniswärters Frosch darin nicht vorkommt, zählt sie zu den stimmigsten Aufnahmen des Werkes. Kónya singt hier den Alfred. Die weitere Besetzung vereint mit Eberhard Wächter, Anneliese Rothenberger, Adele Leigh, George London und Risë Stevens Stars der Met und der Wiener Staatsoper.

 

 

Der Zauberer ist tot

Zum Tode von Jerome Savary

(27. Juni 1942-4.März 2013)

„I‘m not only the funny guy”. Auf der Premierenfeier seiner “Lustigen Witwe” im Dresdner Hilton lernte ich ihn kennen. Gemeinsam standen wir am Buffet an und gerieten ins Gespräch. Er war kleiner, als er auf der Bühne wirkte, aber er strahlte eine Zuversicht aus, wohl ahnend, dass die Presse, wie so oft, seine Inszenierung verdammen würde, sie aber vom Publikum geliebt wurde. In den 60ern gründetet er den „Le Grand Magic Circus“, eine zum großen Teil aus Laiendarstellern bestehende Schauspieltruppe, die gegen den damaligen Trend im Theatergeschehen wirkte. Gegen das sauertöpfisch Belehrende setzte er das große Spektakel, laut, schrill, oft sexistisch, aber niemals langweilig. Peter Zadek holte ihn nach Deutschland. In Falladas „Jeder stirbt für sich allein“ ließ er halbnackte Tänzerinnen in Naziuniformen agieren und Nazis unterm Hakenkreuz steppen. Damit machte man sich Anfang der 80er immer noch keine Freunde in Deutschland, genauso wenig wie mit seinem „Weihnachten an der Front“ mit strippenden Landsern.


Er revolutionierte die Operette, indem er sie wieder zu ihren Ursprüngen zurückführte. Aus der behäbigen Bürgerlichkeit wieder zurück in das frivole Umfeld der Halbwelt. Sein „Pariser Leben“, seine „Perichole“ sind Lehrstücke für die heranwachsende Regiegeneration, so muss Operette gehen, dann ist sie auch erträglich, nein, dann macht sie auch Spaß.
Er konnte aber auch Ernst, seine Inszenierungen in Bregenz, und sie machten eigentlich aus Bregenz das, was es heute ist, die „Zauberflöte“ , die „Carmen“ und sein „Hoffmann“ waren stets sehr ernst zu nehmende, subtil geführte Regiemeisterleistungen, genau wie sein, wesentlich später, „Rigoletto“ an der Bastille. Neben Offenbach war Rossini einer seiner Hausgötter, und wie es sich für Götter gehört, er nahm sie ernst, er diente ihnen und er diskriminierte sie nicht.


Auf der anderen Seite pflegte er den Umgang mit der Schlampe in der Familie des Musiktheaters – die Revue. Seine bekannteste ist „Bye Bye Showbiz“, oft und immer erfolgreich nachgespielt, eine sehr pariserische ist „Mistinguett“, für Wien kreierte er eine Josephine Baker Show fürs Ronacher. Während meines Studiums durfte ich „Cocu & Co“ (mehrfach) im Schauspielhaus erleben. Seine Don Giovanni Adaption „Don Juan Tango“, 1986 in Lyon, beschäftigte sich auf höchst amüsante Weise mit der AIDS Problematik auf dem Höhepunkt der AIDS Panik in Europa.
Ebenfalls 1986 machte er aus Ute Lemper, die bis dahin ein CATS-chendasein führte, einen Weltstar(außer in Deutschland), indem er sie als seine Sally Bowles in „Cabaret“ besetzte und damit der Welt bewies, dass „Cabaret“ ohne Liza Minelli Parodie besser ist.


Als Intendant der Pariser Opera Comique, ein Haus ohne Ensemble, ohne Orchester, ohne Ballett aber dafür tief verschuldet kreierte er für die Jahrtausendwende nochmal eine „Perichole“. Neu arrangiert, jazzig schräg und schrill mit ihm selbst als Diktator wurde sein Regietriumph live von arte übertragen und leider nicht auf DVD herausgebracht. Als die Comique dann endlich schwarze Zahlen schrieb, wurde sein Vertrag aus Altersgründen nicht verlängert.


2009 zeigte er mit “Vögel ohne Grenzen“ das Aristophanes‘ „Die Vögel“ mehr sind, als uns die Schulweisheit lehren wollte, trotz kühler Außentemperaturen war es ein heißer Abend in Berlin. „I’m not only the funny Guy“ - gerne denke ich an den Abend im Hilton zurück, an das lange Gespräch, das er mit mir, einem bis dahin völlig Fremden geführt hatte, das sich von der Revue, über Operette bis hin zur ernsten Oper zog. Wie alle offensichtlich lustigen Menschen hatte Jerome Savary einen sehr ernsten Kern.


Am Montag erlag er seinem Krebsleiden, die Welt – und vor allem die Theaterwelt – hat einen wertvollen Bürger verloren.


Alexander Hauer

 

 

 

 

Bild: Bayerische Staatsoper.de

Sympathisch, kompetent und zielstrebig

Zum Tode von Ulrike Hessler

Ein großer Verlust für die Welt des Musiktheaters

"Die Traurigkeit ist die Nacht des Herzens." (E. van der Straten-Sternberg)

Es war eine schlimme Nachricht, die am Nachmittag des 31. 7. 2012 die internationale Musikwelt erschütterte: Ulrike Hessler ist tot. Bereits einen Tag zuvor, am 30. 7. 2012, ist die seit 2010 im Amt befindliche Intendantin der Semperoper Dresden ihrem schweren Krebsleiden erlegen, das sie bereits im Mai dieses Jahres publik gemacht hatte. Bereits Anfang 2011 hatte sich Frau Hessler einer Operation unterziehen müssen. Laut offizieller Mitteilung der Sächsischen Staatsoper vom 3. 5. 2012 hatte die Krankheit zunächst einen wechselhaften Verlauf genommen. Seit es aber im April dieses Jahres zu akuten Komplikationen kam, zog sie sich offiziell bis zum Ende der Saison aus ihrer Position als Intendantin der Semperoper zurück und übertrug die stellvertretende Leitung des Hauses dem Kaufmännischen Direktor Wolfgang Rothe, der nun wohl auch in der nächsten Spielzeit die Geschicke der Sächsischen Staatsoper vorübergehend leiten wird.

Der Tod von Ulrike Hessler ist ein großer Verlust für die Welt des Musiktheaters. Die Oper lag ihr am Herzen, ihr widmete die in Kassel geborene Intendantin, die ursprünglich Germanistik, Geschichte und Romanistik studiert hatte, ihr ganzes Leben. Im Jahre 1984 wurde sie Assistentin des Pressesprechers der Bayerischen Staatsoper München und Leiterin des dortigen Pressebüros. Zum damaligen Münchner Staatsoperndirektor Wolfgang Sawallisch hatte sie einen guten Draht, mit seiner Ehefrau Mechthild verband sie eine enge Freundschaft. In erster Linie waren es aber nicht gute Beziehungen, die ihr den Weg ganz nach oben ebneten, sondern ihre große Kompetenz, ihr Fleiß und ihre Klugheit - Eigenschaften, die ihr auch ab 1993 unter dem neuen Chef der Bayerischen Staatsoper Sir Peter Jonas sehr zugute kamen. Ulrike Hesslers Weg nach oben war nun nicht mehr aufzuhalten. Im Lauf der Zeit wusste sie sich am Nationaltheater München unentbehrlich zu machen. Unaufhaltsam stieg sie auf der Karriereleiter aufwärts und wurde schlussendlich im Jahre 2006 Mitinhaberin der Interimsdirektion der Bayerischen Staatsoper. Und für die Kulturpolitik der Bayerischen Landeshauptstadt machte sie sich in einem derart hohen Maße stark, dass sie bereits im Jahre 1997 eine Nominierung zur Münchner Kulturreferentin für die CDU erhielt. Mit Blick auf ihre großen Verdienste in München ist es nicht weiter verwunderlich, dass die Wahl auf sie fiel, als es im Jahre 2010 die Stelle des Intendanten der Semperoper Dresden neu zu besetzen galt. Die erste Frau auf dem Intendantensessel der Sächsischen Staatsoper: Das war eine ganz besondere Ehre für Ulrike Hessler, eine Auszeichnung der besonderen Art, der sie sich in den letzten beiden Spielzeiten auch mehr als würdig erwies. Unter ihrer Ägide erlebte die Dresdener Oper einen neuen Aufschwung. Die besten Regisseure, darunter u. a. den von ihr sehr geschätzten Stefan Herheim, holte sie an ihr Haus, verpflichtete international bedeutende Sänger und rief die Sparte „Junge Szene“ ins Leben. Ihre Intention war es, die ohnehin schon sehr renommierte Semperoper zum besten Opernhaus in Deutschland zu machen. Zu diesem Zweck entwickelte sie ihren speziellen „Masterplan“. Mit großem Elan arbeitete sie zielstrebig an der Realisierung dieses Zieles, das jetzt erreicht schien: Dank ihrer Unterstützung wurde Christian Thielemann zum musikalischen Leiter der Sächsischen Staatskapelle berufen. Und mit den Osterfestspielen Salzburg, denen Thielemann ab nächster Spielzeit vorsteht, ging sie eine künstlerisch fruchtbare Kooperation ein. Zum Beleg dafür, dass sie auch dem modernen Opernrepertoire aufgeschlossen gegenüberstand, beabsichtigte sie einen Schwerpunkt des Dresdener Repertoires auf die Werke Henzes zu legen. Sie wurde Mitglied des Sächsischen Kultursenats und war obendrein Honorarprofessorin der Hochschule für Bildende Künste, Dresden. Auch sonst hatte sie viele Ehrenämter inne, ohne dabei je eines davon zu vernachlässigen. Bei allen ihren vielfältigen Aufgaben ging sie stets sehr gewissenhaft und verantwortungsvoll vor, so dass der Erfolg nicht ausbleiben konnte.

Zu diesem trug aber auch ihre ausgeprägte menschliche Seite einen Großteil bei. In Gesprächen mit mir noch in ihrer Münchner Zeit zeigte sie sich stets sehr sympathisch, liebenswürdig und aufgeschlossen. Sie akzeptierte meine Meinungen und gab mir viele nette Worte. Für mich gehörte sie gleichsam zum Inventar des Münchner Nationaltheaters. Den Karrieresprung nach Dresden habe ich ihr vom ganzen Herzen gegönnt. Ich war von Anfang an davon überzeugt, dass sie dort als Nachfolgern Gerd Ueckers Großartiges leisten würde - eine Annahme, die sich voll und ganz bestätigt hat. Leider ist es ihr nun nicht mehr vergönnt, die Früchte ihrer hervorragenden Arbeit in Dresden zu genießen. Was sie in den zwei Jahren ihrer Tätigkeit als Intendantin der Semperoper geleistet hat, wird man dort leider wohl erst nächste und übernächste Saison so richtig spüren. Und auch für Christian Thielemann und seine Osterfestspiele in Salzburg wird ihr Ableben ein tragischer Verlust bedeuten. Es bleibt zu hoffen, dass die Kooperation von Dresden und Salzburg auch unter einem neuen Dresdener Intendanten oder Intendantin erhalten bleibt. Denn die Saat, die Ulrike Hessler gesät hat, wird bald Früchte tragen. Drei Begriffe, die in diesem Nachruf vorkamen, umschreiben ihren Charakter wohl am trefflichsten: sympathisch, kompetent und zielstrebig. Möge sie in Frieden ruhen.

Ludwig Steinbach

 

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