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Photos: Pfalztheater Kaiserslauter
DAS WUNDER DER HELIANE

Kein Wunder in Metropolis

14.4. - Zweiundzwanzig Jahre ist es her, dass Erich Wolfgang Korngolds 1927 uraufgeführte Oper „Das Wunder der Heliane“ das letzte Mal aufgeführt wurde: In Bielefeld in der Regie von John Dew. Jetzt hat sich das Pfalztheater Kaiserslautern auf dieses einzigartige Werk besonnen und es in einer Produktion von Johannes Reitmeier herausgebracht. Hierfür ist dem Kaiserslautener Opernhaus nicht genug zu danken. Der musikalische Gehalt der „Heliane“ ist enorm. Korngold hat eine überaus reizvolle, farbenreiche und vielschichtige Musik geschrieben, in der große eruptive Ausbrüche und beseelte Kantilenen in gegenseitigem Wechselverhältnis stehen. Das Stück atmet sowohl große Dramatik als auch lyrische Innigkeit. Einflüsse von Wagner, Strauss und Puccini sind unüberhörbar. Wenn dann noch ein so phantastischer Dirigent wie Uwe Sandner am Pult steht, ist der Höreindruck vollkommen. Sandner hat zusammen mit dem blendend disponierten Orchester einen wunderbaren Klangteppich gewoben der sich durch große Intensität und Emotionalität auszeichnete. Sein Dirigat war durchweg schwungvoll, spannungsreich und differenziert. Noch nie habe ich Sander so hervorragend erlebt. Er versetzte einen wahrlich in einen gewaltigen musikalischen Rausch.

Korngolds Oper beruht auf einem Manuskript von Hans Kaltneker mit dem Titel „Die Heilige“ Daraus hat Hans Müller das Libretto entworfen. Zum Inhalt: Ein tyrannischer Herrscher ist wütend darüber, dass er nicht die Liebe seiner Frau Heliane gewinnen kann. Deshalb untersagt er seinen Untertanen jede Art von Glück. Dem setzt der Fremde seine Botschaft der Menschenliebe entgegen und versetzt das geknechtete Volk in Aufruhr. Er wird eingekerkert und zum Tode verurteilt. Der Herrscher will ihm indes Gnade gewähren, wenn der Fremde Heliane dazu bringen kann, ihn, den König, zu lieben. Im Folgenden entbrennt zwischen dem Fremden und Heliane eine leidenschaftliche Liebe. Diese trotzt allen Gewaltandrohungen und sogar dem Tod und befreit das Volk schließlich vom Joch des Tyrannen.

Mit seiner Inszenierung ist Johannes Reitmeier ein großer Wurf gelungen. Er befreit das Werk von jeglichem romantischem Flair und siedelt es in seinem Entstehungsjahr 1927 an. Der von Daniel Dvorak geschaffene, graue, kalt und gefühllos anmutende Bühnenraum stellt eine groß angelegte Fabrik dar, die Assoziationen an Fritz Langs ebenfalls 1927 entstandenen Film „Metropolis“ weckt. Die Parallelen zwischen Korngolds Oper und Langs Film, die der Regisseur im Programmheft ausführlich darlegt, sind auffallend. Hier wie dort knechtet ein Herrscher sein Volk, dem eine Heilige schließlich Rettung bringt. In manchmal geradezu beklemmender Art und Weis zeigt Reitmeier die Unterdrückung der Arbeiterschaft durch die Industrialisierung auf. Letztere stellt hier einen äußerst gewalttätigen, verbrecherischen Machtfaktor dar, der jeden Widerstand gnadenlos erstickt.

So wird bereits zu Beginn, noch vor Einsetzen der Musik, eine Schar von Demonstranten von der schwarz gekleideten Leibgarde des brutalen Militärherrschers gnadenlos erschossen. Die glatzköpfige, schwarze Reizwäsche tragende Botin - die der Entstehungszeit der Oper angeglichenen Kostüme stammen von Thomas Dörfler - ist gleichsam die Personifizierung des Todes. So erschießt sie im dritten Akt den Pförtner. Eine im Hintergrund aufragende Windschraube steht als Symbol für Folter und Gewalt. Die in Rollstühlen fahrenden, rot gewandeten greisen Richter gemahnen an kirchliche Inquisitoren.

Dieser Welt voll Trostlosigkeit und Tristesse begegnen Heliane und der Fremde mit ihrer Heilsbotschaft von Güte und Liebe. Die zuerst in einem weißen Glasschrein aus dem Boden aufsteigende Heliane wird gleichsam als Heilige aus einer anderen Welt gezeichnet. Den Fremden sieht Reitmeier als Messias, der in das traurige Reich eindringt und die Massen für sich begeistert ( vgl. Programmheft ). Umgedeutet wird das Ende: Das Gotteswunder, bei dem im Original Heliane den toten Fremden wieder zum Leben erweckt, findet in der Realität nicht statt. Der Regisseur erteilt ihm eine klare Absage, macht es zu einer Sache des Glaubens. Heliane wird von dem aufgebrachten Volk erschlagen. Noch während die Massen auf sie einschlagen, löst sich ihr Geist von ihrem geschundenen Körper. Im weißen Unterkleid schreitet sie zur Bühnenrampe und vereinigt sich im Jenseits mit dem sie dort erwartenden Geliebten. Der zurückbleibende Herrscher erschießt sich. Ein sehr eindringlicher Schluss.

Eine imposante Leistung erbrachte Sally du Randt in der Partie der Heliane. Bei dieser Sängerin beeindruckten in erster Linie die ausgeprägte, volltönende Mittellage und die herrliche Pianokultur. Lediglich die Spitzentöne gerieten ihr etwas hart. Eine enttäuschende Leistung erbrachte Norbert Schmittberg als Fremder. Sein Tenor ist alles andere als gut focussiert und wird ziemlich in der Maske geführt. Nicht immer klang er unangestrengt. Problematisch war seine Höhe. Mehrmals musste er im oberen Bereich seine Zuflucht in die Fistelstimme nehmen, was nicht akzeptabel ist. Derrick Lawrence war ein solide singender Herrscher, der indes darstellerisch nicht sehr überzeugen konnte. V. a. im ersten Akt blieb er ziemlich farblos und rückte seine Rolle etwas ins Karikative. Im zweiten und dritten Akt spielte er dann zwar etwas besser. Dennoch bleibt zu konstatieren, dass seine schauspielerischen Fähigkeiten nicht sehr ausgeprägt sind. Eine überaus bewegliche, ausgelassen agierende und dabei schön singende diabolische Botin war Silvia Hablowetz. Mit wunderbar lyrischen, dabei gut gestützten Tönen wartete Alexis Wagner als Pförtner auf. Kräftig, aber oft ziemlich grell und halsig sang Hans-Jörg Bock den Schwertrichter. Unter den sechs Richtern von Jung-Baik Seok, Michael McBride, Roland Goroll, Hubertus Bohrer, Eric Erlandsen und Miroslaw Maj fanden sich gute und weniger gute Sänger. Die seraphischen Stimmen gaben Elena Laborenz und Galina Putintseva. Trefflich sang der Chor.

Ludwig Steinbach

 


 

DER FLIEGENDE HOLLÄNDER“

Diskutabel


27. 2. 2010,  - Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Wagners romantische Oper „Der fliegende Holländer“ zu interpretieren. Man kann sie als Geistergeschichte auf die Bühne bringen, aber auch als Psychogramm oder Gesellschaftstragödie deuten. STEFAN TILCH berücksichtigt in seiner diskutablen Neuinszenierung am Pfalztheater Kaiserslautern jeden dieser Aspekte. Die Variante Gespenstergeschichte wäre indes entbehrlich gewesen. Wenn zu Beginn Senta als verschleierte Geistererscheinung vom Himmel schwebt - dasselbe Gespenst stürzt sich am Ende auch zu Tode - und das Mädchen sich bei der Ballade ein weißes Laken überstülpt, um unheimlich zu wirken, so machte das eher einen albernen Eindruck. Diese Bilder störten ein wenig das ansonsten gut durchdachte, interessante Konzept.

Nicht mehr neu ist Tilchs Sicht der Senta. Die Kaufmannstochter, deren reicher, geldgieriger Vater Daland hier auch eine norwegische Bank leitet, ist mit ihrer Umwelt unzufrieden. Sie fühlt sich eingeengt und will heraus aus ihrer trostlosen Umgebung, die von rechtem Kleinbürgertum - trefflicher Ausdruck dafür ist die von Bühnenbildner THOMAS DÖRFLER auf die Bühne gestellte Waschküche - geprägt ist. Sie sehnt einen Bräutigam herbei, der sie befreit. Schon jetzt arbeitet sie verbissen und unbeirrt an seinem Hochzeitsanzug. Sie will aus ihrer Enge erlöst werden, gleichzeitig aber auch selber erlösen. Da kommt ihr der attraktive, gut aussehende, geheimnisvolle Holländer gerade recht. Ihm hängt sie sich voller Mitgefühl an.

Mit seiner Deutung der Titelfigur betritt der Regisseur dagegen Neuland. Hier ist der Holländer nicht verdammt, weil er einst erfolglos ein Kap umsegeln wollte und deswegen Gott geflucht hat. Vielmehr wurde er von einer Frau ins Verderben gestürzt, wahrscheinlich von derjenigen, deren  Bild er während des ausinszenierten Vorspiels mit Dart-Pfeilen bewirft. Er glaubt nicht mehr an ewige Treue, trotzdem sucht er sie. Wie lange er das schon vergeblich versucht, belegt die immer wieder in kurzen Bildausschnitten erscheinende vampyrhafte Frauenschar, die er in einem großen, länglichen Glasgebäude gefangen hält. Die Befindlichkeiten seiner treulosen Ex-Geliebten sind sehr wechselhaft. Erst hadern sie verzweifelt mit ihrem Schicksal, dann feiern sie eine ausgelassene Sektpartie. Der Holländer ist hier nicht unsterblich, er glaubt nur, es zu sein. Am Ende überlebt er, wird aber von Senta in ein besseres Leben erlöst. An seine Stelle als Opfer einer unerfüllten Liebe tritt Erik, dessen Zeichnung als wenig charismatischer Miniatur-Holländer sich durch das ganze Stück hinzieht. Dieser Gedanke ist nicht einmal so abwegig. Beide Gestalten, Erik und der Holländer, sind sich ähnlich, beide haben ein Bild von ihrer Geliebten, beide begehren ewige Treue. Auch Erik findet sich in der Gesellschaft der Seeleute und Kaufmänner nicht zurecht. Er wird, nur weil er anders ist, von seiner Umwelt schief angesehen und verspottet. Auch er will aus dem System aussteigen. Seine Flucht in die Verdammnis ist somit nur konsequent.

Am Pult legte sich TILL HASS mächtig ins Zeug und animierte das gut aufgelegte Orchester zu beherztem, kräftigem Spiel. Indes setzte er oft zu sehr auf reine Lautstärke. Etwas mehr sensible Zwischentöne wären schön gewesen. So fehlte seinem Dirigat eine doch sehr wesentliche Dimension. ANDREAS MACCO ist der absolut beste Holländer, den ich seit langem gehört habe. Der junge Sänger verfügt über einen ungemein kräftigen, gleichzeitig aber auch sehr feinfühligen, wohlklingenden Bariton, den er mit viel Raffinesse und Eleganz einzusetzen wusste. Angesichts des von ihm im Übermaß verströmten Wohlklanges wurde wieder einmal deutlich, dass man auch Wagner mit schöner italienischer Technik singen muss. Das war wahrlich eine bayreuthwürdige Meisterleistung. Diesem phantastischen Bariton steht die ganz große Karriere bevor. Es wäre interessant, ihn einmal im italienischen Fach zu hören. Ungemein kräftiges und markantes, gut focussiertes Stimmmaterial brachte auch STEFFEN SCHANTZ für den Erik mit. Hier wächst ein ausgezeichneter Heldentenor nach, den diese Zeit so dringend braucht. Auch er erwies sich der größten Häuser als würdig. Einen zwiespältigen Eindruck hinterließ ADELHEID FINK als Senta. Sie geriert sich als dramatische Sängerin, ohne eine solche zu sein. Gut gelangen ihr die Stellen, wo sie leise und lyrisch singen konnte. Bei den dramatischen Forte-Ausbrüchen verlor ihr an sich nicht unangenehmer Sopran aber an Körperfülle und nahm einen ziemlich harten und schrillen Klang an. Ob sich Frau Fink mit dieser Partie einen Gefallen getan hat, ist zu bezweifeln. Meiner Ansicht nach sollte sie bei den mehr lyrischen Rollen bleiben. Da ist sie besser. Ein solider Daland war MICHAEL DRIES. Laut, aber ohne großen Tiefgang sang HANS-JÖRG BOCK den Steuermann. Solide war SUSANNE SCHIMMACK als Mary. Ein Extralob gebührt dem ungemein intensiv singenden Chor.

Fazit zum Schluss: Eine durchaus sehenswerte Aufführung. Das diese vor dem zweiten Aufzug einmal aufgrund einer technischen Panne kurz unterbrochen werden musste, war schade.

Ludwig Steinbach




FLAMMEN

- Premiere 19.4.2008

Ruhe im Tode?" 

So hofft Pamina in der Zauberflöte, aber was ist, wenn selbst die Todesgöttin keine Ruhe findet und sich in Liebe zu "dem" Verführer der weiblichen Seelen verzehrt, zu einem Getriebenen, der zum Leben verdammt ist, verdammt, seinen Trieben zu folgen, aber seinen Todestrieb nicht befriedigen kann?

In Erwin Schulhoffs musikalischer Tragikomödie "Flammen", deren Text Max Brod nach einer Vorlage des tschechischen Surrealisten Karel Josef Benes verfaßte, ist Don Juan nicht der strahlende Verführer Mozarts, sondern ein von seinem Trieb Besessener, der nur eins sucht, seinen Tod. Wobei sich ihm die Todesgöttin "La morte" zwar verzehrend anbietet, er aber nicht sterben darf, so des Komthurs Fluch. Mozarts Held  erscheint uns quasi durch eine surrealistisch dadaistische Vexierbrille, die Vorlage wird nur partiell gestreift - im zweiten Akt, wo Donna Anna den Trieben des Verführers erliegt, worauf der Komthur, ihr Gatte, den Wüstling zum ewigen Leben verdammt. Die gesamte Oper ein Totentanz als ein kaleidoskopartiges perpetuum mobile. Schulhoff findet dafür eine üppig berauschende, alle Sinne betörende Musiksprache, sich orientierend an seinem Ideal Richard Wagner, atypisch für seine Zeitgenossen, entfesselt Schulhoff eine Klangorgie, die die Symphonik eines Strauss und Mahlers, die formale Stringenz der Neuen Wiener Schule und Hindemiths ebenso vereint, wie die schwülstig üppigen Partituren Zemlinskys und Schrekers mit einem Schuß sowjetischer Avantgarde à la Prokofjev.

Uwe Sandner und das Orchesters des Pfalztheaters vollbringen Erstaunliches. Als hätten sie nie etwas anderes, als die komplexen Partituren des Vergessenen einstudiert, tönt es in einer atemberubenden Üppigkeit in schillerndsten Farben aus dem Graben - eine Symphonie der Sinnlichkeit. Auch den Protagonisten wird einiges abverlangt: Meint man, Richard Strauss hasse seine Tenöre, der hat noch keine Note aus der Feder Schulhoffs gehört. Don Juan ist ein heldischer Charaktertenor, der in tristanschen Ausmaßen, er steht in jeder Szene auf der Bühne, orgiastische Kaskaden im Dauer-Diskant zu vollziehen hat. Kaiserslautern hat mit seinem ehemaligen Ensemblemitglied Douglas Nasrawi einen Künstler gefunden, der diesen Kraftakt mühelos bewältigt und dabei noch nicht einmal zum Forcieren gezwungen ist. Chapeau! Sein nicht gerade schönes Timbre, dem man etwas mehr Sinnlichkeit und Schmelz wünschte, nimmt man da gerne in Kauf. 

Alle anderen Rollen fallen dagegen zwar nicht gerade auf Nebenrollen-Niveau, können aber mit der zu bewältigenden Menge, mit Don Juan nicht mithalten. Die Verführten Frauen: "Frau, Nonne & Donna Anna" waren in der sicheren Kehle von Silvia Hablowetz trefflich aufgehoben und auch Adelheid Fink gefiel mit rundem Mezzo als "Margarethe". Im Morgenmantel, der älteren verführerischen Marlene

Dietrich, durchmaß Anna Maria Dur als Todesgöttin "La Morte" die Bühnenräume und erst im zweiten Akt war es an ihr, ihren pastosen Alt sinnlich verströmen zu lassen. Alexis Wagner war der baßgewaltige mahnende "Komthur", Daniel Böhm ein keck quirlig zynischer "Harlekin". Fülle des Wohllauts, ließ sich das Schattensextett der Damen Arlette Meißner, Elena Laborenz, Annette Yasmin Glaser (Soprane); Katrin Sander, Dominique Engler und Elena Gerasimova (Altstimmen) umschreiben.

Leider konnte die Regie da nicht ganz mithalten, zumal Urs Häberli auf diskret eingesetzter Drehbühne zwar für reibungsvollen Ablauf sorgte, aber wohl nicht ganz seiner Arbeit und vor allem nicht den symphonischen Zwischenspielen im ersten Teil traute. Auf die eher ernüchternd und in ihrer dauerhaften Penetranz ermüdend wirkenden Video-Sequenzen der schweizerischen Videokünstlerin Chantal Michel hätte man gut und gerne verzichtet, zumal nun rein gar nichts mit der sinnlichen Kraft der Musik zu tun hatten. Aber da der Komponist glühender Dadaist war, zu scheint es, darf man sich da wohl so einiges erlauben, wie auch die unnötige Pseudo-Conference des Titelhelden über lokale Kulturpolitik im zweiten Teil. Schade, damit wurde den üppigen Bildern, die sich eng an die Farbvorgabe Schulhoffs hielten, die Wirkung genommen, Dabei hat Thomas Dörfler mit einfachen praktikablen Fensterwänden einen kühl faszinirenden Raum geschaffen, der an die mystischen "leeren" Stadtansichten eines De Chirico gemahnten. Phantastisch surreal das grandiose Dombild mit dem überdimensionierten Weihrauchfaß als priesterliche Schaukel. Schön anzusehen die Kostüme Ursula Beutlers, allerdings darf die Frage gestattet sein, warum es, wenn der Komponist schon Nacktheit vorschreibt,  so brav und bieder, wenn nicht gar prüde hergehen muß?

Trotzdem ein lohnenswerter Abend, den das Publikum mit herzlichem Applaus quittierte. Das Kaiserslauterner Wagnis, hintereinander zwei Trouvaillen auf die Bühne zu stemmen, zuvor hatte Ernst Kreneks "Johnny, spielt auf" Premiere, sollte anderen, zögerlicheren Häusern ein Beweis sein, daß, so man dem Publikum Ungewohntes anbietet, dieses auch annimmt. Bleibt zu hoffen, daß Erwin Schulhoff endlich der Platz im Repertoire eingeräumt wird, der ihm gebührt.                                              

Dirk Altenaer

 

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