Über die Tragik irre
geleiteter und lebensfremder Kultur-Politik am Rhein
Trennung der Rhein-Opern-Ehe Düsseldorf/Duisburg
"Nur eines will ich noch, das Ende...." (Wotan in Wagners RING)
Zwar sind in drei Tagen erst
Wahlen in NRW, aber durch die dusselig unglückliche und langweilige Präsentation des völlig
farblosen CDU-Kandidaten Norbert Röttgen ist es abzusehen (jedenfalls sehen so
unabhängige aktuelle Wählerbefragungen aus), daß eigentlich alles beim Alten
bleibt; also die Roten & Grünen werden voraussichtlich weiter Schulden
machend unser Land regieren. Warum soll es auch im kleinen NRW anders sein, als
im großen Europa?
Weitermachen wird aber wohl kaum die
langjährige Operngemeinschaft Düsseldorf / Duisburg. Jahrzehntelanh von vielen Konkurenten bewundert, bricht sie nun auseinander. An den zwei Millionen Euro, die aktuell
Duisburgs Kämmerer pro anno fehlen, sollte es nicht liegen; die müßte doch der solvente
Ehepartner aus Düsseldorf locker lockermachen können. Wie heißt es bei der
Trauung so schön und verlogen: "In guten und in schlechten Zeiten..."
Ich habe den Eindruck, und der verstärkt sich immer mehr, daß die große
"Weltstadt" Düsseldorf nun die lange erwartete Gelegenheit kommen nutzt, sich
von der armen Arbeiterstadt Duisburg zu trennen.
Da wirken die schmal und schal auf der
Interne-Seite plazierten Protestaufrufe "Rettet die Duisburger Oper" wie leere
Worthülsen, wenn gleichzeitig der Düsseldorfer OB Dirk Elvers schon von einer
zukünftigen Zusammenarbeit mit der zweiten "Weltstadt" Köln schwadroniert. In
Köln nimmt man sein Liebeswerben bereitwillig auf. Sterbende nutzen bekanntlich
jede Rettungsmöglichkeit, jeden Rettungs-Ast, sei er auch noch so klein und
zerbrechlich.
"Eine Weltoper", so tönt es in
Hinterhofgesprächen, will man schaffen. Ja, da sollen dann alle nach
Köln/Düsseldorf (oder wird es Düsseldorf/Köln heißen?) herüber schauen - hier
hallo ! - entsteht bald Deutschlands größte Opern-Kompagnie. Man blickt bestimmt
schon neidisch aus München, Berlin, Baden-Baden und Bayreuth zu uns herüber. So
tönte es einst über das 8. Weltwunder aus Hamburg (Anmerkung: gemeint ist die
Pleite-Philharmonie in der Elbe). Jetzt steht der große Ole vor den
Untersuchungsausschüssen und sein Memorial, jenes als Beust-Pyramide gedachte
Größenwahnwerk steht vor der ewigen Unvollendung oder dem Totalabriß. Der
Steuerzahler zahlt dies so gerne wie die 500 Millionen für das
Nürburg-Ring-Desaster der Pfälzer Weinkönigin Kurt Beck, dem jetzt ebenfalls der
Abriß - schlappe weitere 150 Millionen - droht!
Zurück zur "Deutschen Oper am Rhein":
Die Zukunft sieht wirklich schlecht aus bei einem Duisburger Kulturdezernenten,
dessen erste Amtshandlung - wie uns aus gut unterrichteten Kreisen versichert wurde - der Einbau einer Bierzapfanlage (Königs Pilsner) in
sein Dienstzimmer war, und der relativ offen bei seinem Amtsantritt damit
kokettierte, daß er ja eigentlich von Oper und Kultur keine Ahnung habe.
Herzlichen Glückwunsch nachträglich, Herr Karl Janssen. War es nicht sogar Thilo
Sarrazin, der sie ungestraft "strohdoof" nennen durfte?
Dem großen Kulturkämpfer und
Ex-Oberbürgermeister Josef Krings, aus dessen Lebenswerk und rührigem Engagement
ein wesentlicher Quell für die internationale Bekanntheit der Duisburger
Rheinoper entsprang, wird wohl speiübel angesichts solcher "Kollegen" und dem
nun zu erwartenden Niedergang der Duisburger Hoch-Kultur.
Was für eine tragische Stadt ist dieses
Duisburg! Wo sind die Millionen hingeflossen? Was für Flachmaten regieren
mittlerweile? Wo bleibt der Aufstand aller Opernfreunde gegen die Schließung
ihrer Oper und die Entlassung eines der besten Orchesters Deutschlands - dem
einstigen Stolz der Stadt?
Da baute man vor Jahren am Hafen eine
millionenteure Musical-Halle für eine einmalige private Kommerzproduktion ("Les
Miserables") - eigentlich ein wunderbares Haus, welches nun seit Jahren nutzlos
dahin gammelt - eine teure Ruine - ein Millionengrab. Trotz dieses leerstehenden 2.000-Plätze-Palastes
mußte aber dennoch eine Neue Philharmonie her; so etwas hat man halt heute als
Kulturstadt von Welt, allen Unkenrufen zum Trotz!
Dann wurden die Steuergelder
für ein millionenteures Zukunftsgutachten (war es Kienbaum?) zum Fenster heraus
geworfen; welches so sinnlos wie unnütz teuer nun die Schubladen der
Verwaltungsbürokratie füllt. Das superteure edle Spielkasino zieht wohl mehr
Nachtschattengewächse an, als es Steuereinnahmen bringt, wenn ich da so
vergleichsweise z. B. nach Wiesbaden schaue. Und dann "die größte Love-Parade
aller Zeiten" - ein Exempel von Volkskultur sollte es werden - alles bisher in
den Nachbar-Städten da gewesene übertreffen. Als unvergeßliches Ereignis war es
dilettantisch geplant, saumäßig schlecht organisiert und polizeilich... Hier muß ich schweigen, sonst werde ich womöglich verklagt. Eben dieses "unvergessliche Ereignis" ist es dann, tragischerweise, auch zeitgeschichtlich
geworden. Blutzoll der Bürger für die Dämlichkeit der Politik!
„Himmel gib Hirn!" möchte man
verzweifelt ausrufen, sozusagen als Appell an die wie Dummbeutel und Ignoranten erscheinenden
Stadtoberen in dieser doch eigentlich so wunderbaren Stadt, die frei vom
oberflächlichen Schicki-Micki-Glanz der Pseudoreichen im verlogenen
nachbarschaftlichen Düsseldorf, stets ehrlich ihren Mann stand; und deren Ruhm
und Glanz einst nicht vom Odeur von Wirtschaftsbossen, Banken, Versicherungen,
Rechtsanwälten und Schönheits-Chirurgen - pars pro toto - sondern von der Hände
Kraft, dem Schweiß und dem Einsatz fleißiger Arbeiter entstanden
ist.
Es ist zum Heulen.
Peter Bilsing / 10.5.12
WIENER STAATSOPER
Das ist zwar alles noch sehr geheim, aber ich verrate ihnen
jetzt Einiges, wobei ich natürlich Kopf und Kragen riskiere, wenn man mir auf
die Spur kommt - gez. Mr. Pater Anonymos
Die geplante neue AIDA
hängt noch in der Schwebe, wie mir ein Technikvorstand verriet, angeblich soll
die alte Bühnentechnik die vielen Kamele und Elephanten nicht tragen können von
den Original griechischen Tempelsäulen wollen wir gar nicht erst sprechen. Jetzt
hat sich auch noch der Wiener Tierschutzverein gemeldet. Schwäne, Enten und
Wühlmäuse zu nehmen lehnt indessen der als sehr konservativ bekannte Regisseur
bisweilen ab.
NEU - aber noch supergeheim: Aufgrund der vielen Anfragen
von Amerikanern und Japanern sollen sowohl die Callas, als auch Pavarotti als Wachsfiguren in der STOP aufgestellt
werden mit einem bronzenem Zusatzschild: ELVIS LIVES - but these STARS ARE
REALLY DEAD. Try it - touch it! Beide Statuen sind mit Tonbandgeräten und
Sensoren verbunden, die dann "casta diva..." bzw. "Nessun
dorma..." spielen sollen. Parallel dazu soll speziell für die japanischen
freunde eine Klassik-Karaoke-Bar eingerichtet werden.
Bisher noch unbestätigt: Die Wiener Philharmoniker
lehnten das Angebot eines amerikanischen Milliardärs ab wegen der besseren Nähe
zum historischen Originals und den vielen Wünschen nach historischem Realismus
zukünftig nur noch auf historischen
Instrumenten zu spielen.
Ebenso zeigt sich die russische Regierung empört Teile der Wolga nach Wien umzuleiten um den
Realitätsanspruch und der Forderung nach Werktreue erfüllen zu können.
Noch in der technischen Planung: Es gibt demnächst
die Möglichkeit für Sitzplatzinhaber abzustimmen. Zur Verfügung an dem kleinen
Gerät, dessen Technik von Günter Jauchs "Wer wird Millionär" stammen
soll, stehen die Noten 1 - 5. Drücken schon während der Vorstellung mehr als
die Hälfte der Besucher die Note 5, wird sofort abgebrochen. in diesem falle
bekommt der Regisseur die zurückgehaltene Hälfte seiner Gage nicht mehr und
jeder Zuschauer bekommt als Ausfall-Gutschein eine Karte für die schöne alte
TOSCA-Produktion.
Sponsorship: Die international bekannte Firma COCA COLA beabsichtigt pro Saison drei
Opernproduktionen komplett zu sponsern. Marginalien, wie die Umbenennung des
Hauses in "Wiener Coca Cola Staatsoper" sowie die plastische
Projektion von Cola-Flaschen auf den Eisernen erscheinen akzeptabel und werden
zur Zeit nur noch von Puristen und ewige Gestrigen abgelehnt. Selbstredend
sollte die Brause dann auch in Opernproduktionen einfließen u.a. Liebestrank
(ewiges Heilmittel), Tosca (Scarpias letzter Schluck), Götterdämmerung
(Blutsbrüder-Cocktail), Fledermaus (alkoholfrei), Siegfried (Mimes Gebräu),
Tristan & Isolde (Liebestrank)... etc.
Besonders schöne Inszenierungen bekommen das Qualitätssiegel
"Long-Life-Garantie" und
dürfen dann nicht vor Ablauf von 150 Jahren erneuert werden. Die Vergabe dieses
Siegels sollte der Merker-Redaktion und einem ausgewählten Leserbeirat
vorbehalten bleiben.
Neben Mozart, Strauss/ß, Verdi und Wagner dürfen subalterne
Opern anderer Komponisten nur noch in Ausnahmefällen auf dem Spielplan
auftauchen. Stichwort: Alleinvertretungsrecht der Staatsoper.
Ergänzung zur Hausordnung: Das Personal der Wiener
Staatsoper wird ab sofort mit sogenannten Elektroschockern ausgestattet, damit
Rüpel und Buher sofort zur Ordnung gerufen werden können. Diskutiert wird noch,
ob penetrante Huster auch damit behandelt werden dürfen. Vorsicht Kranke!
"Ein Freund, ein guter Freund..."
Unser Lied für Wulffs
Verabschiedung
Endergebnis der
OPERNFREUND-Abstimmung liegt vor
"Einen Freund,
einen guten Freund..." (aus dem UFA-Film "Die drei von der
Tankstelle" - damals gesungen von Heinz Rühmann, Willy Fritsch und Oskar
Karlweis) wünschten von herzen rund tausend Opernfreunde per Mail dem Exbundespräsidenten
als Zugabe für den heutigen Großen Zapfenstreich, und sind sich damit
einig, nicht nur mit den Zuschauern von ARD (Anne Will), sondern auch diverser
Privatsender.
Bei uns liegt dann "Es
ist alles nur geliehen..." mit Heinz Schenk - hier haben viele Leser
unseres befreundeten Opernmagazins Merker-online (Wien) mitgevoted - und auf
dem zweiten Platz und "Taler, Taler...
Du musst wandern!" (Deutsches Liedgut.) auf Platz drei.
Vielleicht singen das Siegerlied heute sogar unsere aktuellen
"Drei von der Tankstelle": Egon Gerkens, Carsten Maschmeyer und
Wolf-Dieter Baumgartl? Das wäre doch eine nette Überraschung! Man wird sehen...
Wulff selbst hat sich - wen wundert es angesichts der
Millionen*, die ihm in diesem Leben noch als "Ehrensold" kredenzt
werden - Beethovens "Freude schöner
Götterfunken..." gewünscht. In diesem Sinne, verehrter Herr Wulff,
wünscht DER OPERNFREUND Ihnen und Ihrer Gattin eine rosige Zukunft.
*Wulff bekommt sofort rund 200 000 Euro "Ehrensold" (dafür muß eine alte Frau lange stricken, nämlich rund 650 Jahre ihren Beitrag in ihre Rentenversicheurgn einzahlen) + !! noch erhebliche geldwerte Vorteile (wie u.a. Luxuslimousine, Luxusbüro, Mitarbeiter und Sekretärin, sowie Fahrer) für 300 000 Euro jährlich.
In den 40 Lebensjahren, die er bestimmt noch macht + die wir ihn vom Herzen gönnen, zahlt der Steuerzahler ihm also gute 20 Millionen Euro. Also liebe Leute, freut Euch mit ihm und singet laut oder verdrückt Euch "weinend"! PB
"Freude, schöner Götterfunken,
Tochter aus Elysium,
Wir betreten feuertrunken,
Himmlische, dein Heiligthum!
Wem der große Wurf gelungen,
Eines Freundes Freund zu sein;
Wer ein holdes Weib errungen,
Mische seinen Jubel ein!
Ja, wer auch nur eine Seele
Sein nennt auf dem Erdenrund!
Und wer's nie gekonnt, der stehle
Weinend sich aus diesem Bund!"
(Schiller)
Opernfreund-Umfrage entschieden
Liebe Opernfreunde,
nachdem ich mich so ins Zeug gelegt habe für unseren Ex-Bundespräsidenten, wollen wir ihm zum Abschied - quasi als Zuzugabe - ein Lied ans Herz legen. ENDERGEBNIS1.)
http://www.youtube.com/watch?v=u8h8ca5zn5Y
"Ein Freund, ein guter Freund..." HEINZ RÜHMANN
2.)
http://www.youtube.com/watch?v=Gsu1W8lAuHk"Es ist alles nur geliehen..." HEINZ SCHENK (249)
3.)
http://www.youtube.com/watch?v=OgBAZ9x613o"Taler, Taler Du mußt wandern...." DEUTSCHES LIEDGUT
4.)
http://www.youtube.com/watch?v=HYnotUA4p1E"Es fährt ein Zug nach nirgendwo.." CHRISTIAN ANDERS
5.)
http://www.youtube.com/watch?v=kQUJfpcSRQ0&feature=related"gute Freunde...." FRANZ BECKENBAUER (251)
6.)
http://www.youtube.com/watch?v=1vOlM-Mtfp4"Immer nur lächeln...." LEHAR
7.)
http://www.youtube.com/watch?v=p4W_9ol6iOs"Leb wohl mein Blütenreich..." GIACOMO PUCCIN
8.)
http://www.youtube.com/watch?v=Fh2Vh8jwyQA"Una furtiva Lagrima..." GAETANO DONIZETTI
9.)
http://www.youtube.com/watch?v=h5ypER3lkHQ"Treulich geführt und ziehet dahin..." RICHARD WAGNER
10.)
http://www.youtube.com/watch?v=dlPjxz4LGak"Money for nothing" DIRE STRAITS
nicht unter den TOP TEN:
"Freunde" DIE TOTEN HOSEN
http://www.youtube.com/watch?v=2OAQpaYGB1o
"Mein Land..." RAMMSTEIN
http://www.youtube.com/watch?v=FmnWXBfNxC0"Es geht eine Träne auf Reisen..." ADAMO
http://www.youtube.com/watch?v=fSgbFNpIJho"Dann geh ich zu Maxim..." FRANZ LEHAR
http://www.youtube.com/watch?v=BzNy7dsvF5wSiegfrieds Trauermarch RICHARD WAGNER
http://www.youtube.com/watch?v=PAdbrTZ7Wlk"Oh wie so trügerisch....." GIUSEPPE VERDI
http://www.youtube.com/watch?v=LYWC1yc66ys"Nein länger trag ich nicht die Qualen..." CARL MARIA von WEBER
"Der Hölle Rache..." WOLFGANG AMADEUS MOZART
http://www.youtube.com/watch?v=zytpHl7Q5cA
"Liebe ohne Leiden...." UDO JÜRGENS
Nationalhymne
Theater im Norden in Not
Von Horst Schinzel
Von den Theatern in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern kommen täglich neue Hiobsbotschaften. Ob Schleswig, Lübeck, Schwerin, Rostock – den Kommunen fehlt das Geld, und die Kultusbürokratie zeigt sich zugeknöpft Dies in Mecklenburg-Vorpommern, obwohl das Land im Geld schwimmt und 2011 mit einem Überschuss von 250 Millionen Euro abschloss.
Seit vorigen Sommer ist das klassizistische Theater in Schleswig gesperrt. schwerwiegende Statikprobleme haben dazu geführt. Nur das Foyer kann noch genutzt werden. Die Stadtpolitik hatte sich im Herbst sehr blauäugig für einen völligen Neubau entschieden. Die unter Sparzwängen stöhnende Landesregierung hat die Stadt wissen lassen, dass die erforderlichen 20 Millionen Euro von ihr nicht zu erwarten seien. Inzwischen werden die Schleswiger Abonnenten mit Bussen nach Rendsburg gekarrt. Kleinere Aufführungen finden im Foyer statt. Unteressen wird bereits laut darüber nachgedacht, ob die gegenwärtige Struktur des Landestheaters mit aufwändigen Gastspielen in zahlreichen Städten zwischen Itzehoe und Niebüll überhaupt noch zeitgemäß ist.
In Lübeck ist die Verwaltung des Theaters gerade aus dem Tarifvertrag ausgestiegen. Für dieses Jahr fehlen "nur“ 150.000 Euro mit steigender Tendenz. Aber mehr Geld ist weder von der Stadt noch vom Land zu erwarten. Immerhin soll dort in der nächsten Spielzeit das Kieler Ballett gastieren. .
Ganz schlimm sieht es in Schwerin aus. Dort konnte bereits im letzten Oktober eine Insolvenz nur mit kurzfristiger Hilfe von Stadt und Land abgewendet werden. Jetzt droht erneut Zahlungsunfähigkeit. Es fehlen 1,5 Millionen Euro. Der neue sozialdemokratische Kultusminister will nicht mehr Geld geben. Schon jetzt wende das Land auf die Einwohnerzahl gerechnet mehr Geld für die dort noch immer zahlreichen Theater auf als etwa Bayern. Die Theater sollten endlich zu Zusammenschlüssen kommen. Etwa könnten die Norddeutsche Philharmonie in Rostock und die Mecklenburgische Staatskapelle in Schwerin fusionieren. Auf jeden Fall wird Schwerin um schmerzhafte Einschnitte beim Personal nicht herum kommen. Sparten aufgeben will der Intendant aber nicht – auch nicht die professiolle Niederdeutsche Bühne.
Unter solchen Ausspizien ist auch nicht abzusehen, wie der seit langem erträumte Neubau eines Stadttheaters in Rostock finanziert werden soll. Dort ist das Große Haus seit einem Jahr aus Brandschutzgründen gesperrt. Im letzten Herbst hatte sich die Stadt für eine Sanierung entschieden. Vorerst hilft man sich mit einem Theaterzelt aus.
Abgemahnt und abgezockt
Internetabmahnungen bei Künstlern
Internetabmahnungen aller Arten machen schon seit einiger Zeit die Runde. Oft trifft es ahnungslose User, die plötzlich horrende Rechnungen über illegale Downloads erhalten, die sie nie getätigt haben. Juristen gehen davon aus, dass allein 2010 rund eine halbe Million Abmahnungen an deutsche Internetnutzer verschickt wurden. Diese sollen urheberrechtlich geschützte Musik oder Filme im Internet heruntergeladen und weiter verbreitet haben. Nun zieht das Thema auch weitere Kreise - bis hin zu betroffenen Künstlern. Es geht um das sogenannte Zitatrecht. Peter Schöne ist Sänger. Der Bariton ist ziemlich erfolgreich, singt an verschiedenen Opernhäusern quer durch die Republik und gibt Liederabende. Vor Kurzem bekam er ungewöhnliche Post. "Das Einschreiben war das Erste, was ich von der 'Süddeutschen Zeitung' bekam", erinnert er sich, "und ich dachte: 'Süddeutsche Zeitung', die hatte ich mal abboniert, die wollen mir bestimmt Werbung schicken." Doch der Verlag wollte Geld. Denn der Sänger hatte, ohne zu fragen, Kritiken über sich aus dem Blatt auf seine Homepage gestellt. Und damit hat er das Urheberrecht verletzt.
Sechs Kritiken - 1800 Euro Jan Bernd Nordemann ist Rechtsanwalt für Urheberrecht. 350 Euro für drei Jahre Nutzung von drei Artikeln auf seiner Homepage habe man gefordert. "Ist in Ordnung", dachte Schöne. "Ich bekam dann von der 'FAZ' ein ähnliches Schreiben. Man muss auch dazu sagen, dass bei der 'FAZ' wesentlich härter gegen mich vorgegangen wurde." Für sechs Kritiken aus den Jahren 2006 bis 2011 wollte die "FAZ" rückwirkend 1800 Euro kassieren. "Ich habe die Texte verwendet, die Quellen angegeben, und bin davon ausgegangen, dass es sich bei dieser Art und Weise um ein Zitat handelt. Bei der Gelegenheit musste ich lernen, was zitieren wirklich bedeutet."
Das Internet ist eine große Falle und in die tappen alle, die glauben, im Netz sei alles möglich. "Man darf aus Zeitungsartikeln durchaus zitieren", Jan Bernd Nordemann, Rechtsanwalt für Urheber- und Medienrecht. "Man muss allerdings ein solches Zitat verwenden, um seine eigene Auffassung zu belegen." Peter Schöne hatte die Kritiken kommentarlos auf seine Seite gestellt. Jetzt musste er einen Rechtsanwalt zu Rate ziehen. "Er hat mir gesagt, er würde mit ihnen sprechen und versuchen, ob man da am Preis noch etwas machen kann", so Schöne. "Daraufhin bekam ich von der 'FAZ' einen Brief: Im Übrigen hätte man jetzt im Internet in Webarchiven nachgeforscht und festgestellt, dass die Artikel schon viel länger auf meiner Homepage wären. Und jetzt wollte man plötzlich 2400 Euro von mir haben."
Mit fremden Federn schmücken Roland Gerschermann ist der Geschäftsführer der "FAZ". "Es muss dem Verlag nicht schlecht gehen, aber wir sind daran interessiert, dass wir die geistige Leistung, die hier erarbeitet wird, auch entsprechend vergütet bekommen", sagt Roland Gerschermann, Geschäftsführer der "FAZ". "Und wir wollen sie nicht im Internet kostenlos verwertet wissen." Das betrifft inzwischen immer mehr Nutzer, die sich mit "fremden Federn" schmücken, auch die Oper in Frankfurt am Main. "Das Opernhaus kann sie nutzen", so Gerschermann, "beispielsweise in Schaukästen in den Opern. Darüber freuen wir uns. Das, was wir nicht wollen, ist, wenn man 'FAZ' aufruft und in unterschiedlichsten Bereichen ungeordnet unsere Artikel im Internet wiederfindet. Da sind eher die Grenzen, die wir zu steuern suchen."
Mittlerweile gibt es aber sogenannte Copyright-Trolls. Das sind Rechtsanwälte, die Urheberrechtsverletzungen im Netz verfolgen und daraus ein Geschäftsmodell gemacht haben. Die Oper Frankfurt soll 7500 Euro berappen. Äußern will man sich dort dazu noch nicht. "Normalerweise sind das Fälle, die nicht ganz große wirtschaftliche Dimensionen haben", sagt Nordemann. "Da einigt man sich. Man ist aufeinander angewiesen. Die Journalisten, die die Zeitungsartikel verfassen, möchten auch ins Theater eingeladen werden, möchten die Freikarten bekommen, so dass das auch ein bisschen ein Geben und Nehmen ist."
Was sagen die Journalisten? Die Zeitungsverlage wollen offensichtlich lieber nehmen als geben. Die Machtverhältnisse scheinen klar zu sein. Doch wie sehen das die Journalisten selbst? Sie sind schließlich die eigentlichen Urheber. "Ich habe mit einem Journalisten von der 'FAZ' gesprochen", sagt Peter Schöne. "Er war bestürzt darüber, hat aber auch gesagt, dass er mit dem Verlag selbst nichts zu tun hat. Ich habe auch mit anderen Journalisten gesprochen, die alle bestürzt über diese Praxis waren, die doch letzten Endes das Vertrauensverhältnis zwischen Zeitung, Kritiker und Künstler beschädigt."
Seit Jahrzehnten kämen Kritiker in die Konzerte und die Künstler verwendeten die Kritiken, um sich zu präsentieren und im Markt zu etablieren, so Schöne. "Dafür sind die Kritiken für uns wichtig. Und dass das jetzt nicht mehr so ist, hat sicher etwas damit zu tun, wie heute mit Rechten im Internet umgegangen wird, und auch wie wir Künstler mit dem Internet umgehen", so der Sänger. Peter Schöne musste am Ende insgesamt 1400 Euro an die "Süddeutsche" und die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" zahlen. Jetzt widmet er sich lieber wieder seiner Kunst.
http://www.3sat.de/page/?source=/kulturzeit/themen/160212/index.html
Dank an Stefan Braunshausen für die Genehmigung der Textübernahme
Leserbrief dazu:
Liebe Opernfreundinnen und Opernfreunde,
als Mitglied im Kreise der kritischen "Opernfreund-Berichterstatter" und redakt. Mitglied der Redaktion xtranews.de freue ich mich über jeden Artikel, den ich via "www.deropernfreund.de" in die große virtuelle Internetwelt versenden kann.
Das dies stets und immer und fair auf Gegenseitigkeit beruht, macht die gegenseitige Berichtübernahme umso angenehmer. Opernfreunde unter sich sind da eben generös.
Wehe dem, der weniger generösen Medien entgegensteht, die die Arbeit anderer zwar schätzen und gern verwerten, aber
im umgekehrten Falle ihre Euro-Krallen ausfahren.
Auch ich schliesse mich da dem OPERNFREUND herzlich gern an und erkläre meine Opernartikel als für jedermann frei verfügbar.
Die Bitte, Ursprung des Artikels und Nennung des Autors zu vermelden, sollte allerdings -wie unter Kollegen üblich- selbstverständlich
sein.
Denn nicht zuletzt durch unser aller Berichterstattung über Opernaufführungen, unserer Begeisterung für diese Kunstform und
dem persönlichen -oftmals unentgeltlichem- Engagement, dass uns treibt, dienen wir bewusst der Opernwerbung und der dafür nötigen
Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit. Oper lebt, und dass soll auch weiterhin durch viele lebendige Kritiken und Artikel
belegt werden. Nicht nur in Printmedien zu Zeiten des Internets!
Nicht zuletzt sind auch die ausführenden Protagonisten einer jeder Opernaufführung an unseren Kritiken interessiert. Die Oper zu lieben
ist nicht schwer, wenn man das Gefühl dafür besitzt. Dafür schreiben wir - und ich denke, dass ich da für viele KollegenInnen
stellvertretend argumentiere.
In diesem Sinne: allen weiterhin Freude an der schönen Kunst!
Herzlichst
Detlef Obens
Auszüge aus der Diskussion im Merker-Forum
4. Februar 2012
Scooter
Verstehe ich das richtig: Beide Zeitungen gehen gegen Künstler vor, die Auszüge aus guten Kritiken auf ihrer Homepage abdrucken. Verlangen dann über sündteure Anwaltskanzleien, wie der Erwähnte aus Hamburg, vierstellige Summen wg. Urheberrechtsverletzung? Das kann man kaum glauben. Sollte das so stimmen, werde ich sofort mein Abos fristlos kündigen und alle meinen vielen Freunde und Geschäftspartner, sowie Hunderten von Künstlern, empfehlen das Gleiche zu tun. Das ist ja eine unfassbare bodenlose SCHWEINEREI.
4. Februar 2012
Frosch
alle Opernhäuser im deutschen Sprachraum sollten diesen Zeitungen, die an dieser Anzocke im Internet mitmachen, die Pressekarten entziehen. den Preis für einen guten Platz im Opernhaus können die Zeitungen für die Rezensenten ja dann aus den Rücklagen dieser Zusatzeinkünfte entnehmen
4. Februar 2012
Frosch
Vielleicht sollten die abgezockten Sänger die Zeitungen verklagen, weil sie deren Namen abgedruckt haben ohne ihre vorherige Zustimmung einzuholen – man sollte das mal rechtlich prüfen lassen
5. Februar 2012
Gianni Roccanova
Zeitungen profitieren – gratis – von Pressevorführungen (Film) und Premierenkarten, ohne die sie nicht berichten könnten. Gut, da könnte man sagen: Ist doch bloß das Feuilleton! Einigen Zeitungsmanagern wäre zuzutrauen, dass ihnen die Rezensionen ohnehin egal sind. Da kann man ja "sparen". (Allerdings: FAZ oder SZ ohne Premierenberichte aus Salzburg oder Bayreuth? Das wäre lustig!) Nur: Was würden sie etwa tun ohne gratis in die Redaktionen geschickte Einspielungen von Klassik über Jazz bis Pop? Da sähe es schon düsterer aus. Oder: Was würden sie tun ohne all die gratis zugeschickten Rezensionsexemplare? Buchrezensionen müssten auf eigene Kosten durchgeführt werden. Von der Belletristik bis hin zu Sachbüchern. Noch düsterer. Und was wäre ohne all die Pressekonferenzen samt Büfett? Was wäre der Ausfall sämtlicher Auto-Testfahrten? Medien profitieren in all diesen Fällen gratis von den Leistungen anderer. Nicht nur Musiker, Autoren, Filmemacher, Autoproduzenten und Politiker benötigen die Medien. Umgekehrt benötigen die Medien all die ihnen zur Verfügung gestellten Gratisleistungen, ohne die sie nicht arbeiten könnten. Interviews sind ebenfalls Gratisleistungen der Interviewten. Was wären Medien ohne Interviews? Das ist also ein Geben und Nehmen. Da jetzt plötzlich von Sängern ziemlich hohe, nicht nachvollziehbare Beträge per Rechtsanwalt (der natürlich finanziell ebenfalls davon profitiert) einzufordern, ist eine Geistlosigkeit und Frechheit sondergleichen. Im übrigen: Da diese Sachen noch niemals ausjudiziert wurden, hoffe ich, dass es endlich einmal jemand darauf ankommen lässt. Und einen angeblich drohenden Prozess riskiert. Da wäre ich sehr gespannt! Bisher leben diese Typen ja bloß von Drohungen und Einschüchterungen. Ich selbst schätze das Urheberrecht, aber was hier abgeht, ist nur noch peinlich. Indem Opernsänger die Rezensionen zeigen, machen sie ja auch Werbung für die Medien. Fans etwa lesen die und lernen zugleich, diese Medien zu schätzen, interessieren sich für deren Angebot. Sorry, aber wenn das nicht sofort aufhört, bleibt nur eine Möglichkeit, nämlich bei den Journalisten anzusetzen. Sie sind hier zwar unschuldig, aber falls ihnen der Entzug der Gratisleistungen droht, werden die Verlagsmanager wohl rasch klein beigeben.
5. Februar 2012
Rodrina
schäbige kleinkrämerische abzocke: wie schlecht muß es diesen zeitungen gehen, wen sie auf so miese und hinterhältige ideen kommen + so schecht imagemäßig von juristen beraten werden? hier gerät bald alles durcheinander. gut, daß es noch magazine wie merker, omm, opernnetz, opernfreund…etc gibt, wo die kulturinteressierten menschen sich ehrlich informieren können und der künstler und die kunst noch mit würde, achtung und respektvoll behandelt werden. bemerkenswert, daß diese alle nichtkommerziell arbeiten. ein trauriges bild der einstmals großen zeitungen faz und sz - so macht man sich selber irgendwann arbeitslos…
traurig ist das, traurig.
5. Februar 2012
Scooter
Gut, da könnte man sagen: Ist doch bloß das Feuilleton! Einigen Zeitungsmanagern wäre zuzutrauen, dass ihnen die Rezensionen ohnehin egal sind. Da kann man ja "sparen". (Allerdings: FAZ oder SZ ohne Premierenberichte aus Salzburg oder Bayreuth? Das wäre lustig!)
Es entsteht in der Tat der Eindruck, daß den Herausgebern dieser Zeitungen ihre Kulturseiten und Rezensionen, deren guter Ruf, sowie die qualitativ gute Arbeit der Kulturredakteure und deren Verantwortung scheißegal sind. Bei den NRW Zeitungen, wo ich mich gut auskenne, werden kaum noch feste Kulturredakteure beschäftig; Kritiken schreiben größtenteils freie Mitarbeiter für teilweise weniger als 30 Euro pro Artikel.
Opernkritiken sind kein Quotenbringer. Im Gegenteil! Nur das zählt noch: Money, Money, Money… Der geistig moralische Niedergang einer Gesellschaft dokumentiert sich auch und gerade in solchen Dingen.
Daß sich auch noch die bisherigen, vielleicht letzten Bastionen vernünftiger Kulturberichterstattung, auf so etwas einlassen bzw. sogarv eine Vorreiterolle übernehmen, ist beschämend. Ist ein Skandal!
5. Februar 2012
Grobi
ROLAND GERSCHERMANN – so heißt der unkluge Geschäftsführer der FAZ, der diesen völlig blödsinnigen Kurs fährt und auch in Interviews vertritt.
Die Anwälte der FAZ wollen sogar 7000 Euro von der Franfurter Oper haben. Wieviel Mumm hat nun der Intendant? Meine selbstverständliche Reaktion wäre "sofortiges Hausverbot" für alle Mitarbeiter der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG. Die Deutsche Intendantenkonferenz kann jetzt endlich einmal Solidarität zeigen + jegliche Berichterstattung von SZ und FAZ untersagen. Keine Pressekarten mehr, kein Info-Material und alle sonstigen Vorteile für diese Journalisten (Hotelunterbringung, Essen, Taxi + Fahrkosten) sollten gestrichen werden. Darüber hinaus sollte man tatsächlich prüfen inwieweit die Namensnennungen von Opermitgliedern, Regisseuren…etc. – sowie das Beschreiben von Produktionsinhalten + die Photonutzung ebenfalls gegen irgendein Recht verstößt. Dem obskuren Herrn GERSCHERMANN und seinen Anwaltskanzleien schweben anscheinend Millionen Euro vor Augen, die man hier noch abzocken kann. Hoffentlich melden sich bald aufrechte Journalisten und erklären sich mit dieser Haltung ihrer Bosse NICHT EINVERSTANDEN.
5. Februar 2012
Matt Dillon
Dem obskuren Herrn GERSCHERMANN und seinen Anwaltskanzleien schweben anscheinend Millionen Euro vor Augen, die man hier noch abzocken kann. Hoffentlich melden sich bald aufrechte Journalisten und erklären sich mit dieser Haltung ihrer Bosse NICHT EINVERSTANDEN.
IN DER TAT können jetzt kluge Anwaltskanzleien, wenn sie die unzähligen Homepages deutscher Künstler und Kleinkünstler durchstöbern hunderte Millionen durch Abmahnungen verdienen. Leider brechen alle ein und zahlen. Natürlich werden sie, wie in diesem Fall von Bariton Schöne der nach Widerspruch seines Anwalts plötzlich das Doppelte zahlen sollte, ausgesprochen schlecht beraten. Das muß man bis zum Bundesverfassungsgericht durchkämpfen.
5. Februar 2012
Anton CUPAK
In meinem Urheberrechtsstreit mit einer Hamburger Anwaltskanzlei, deren Seniorchef sogar ein Gerichtspräsident ist, habe ich gut 10 Rechtsmeinungen eingeholt und 10 völlig unterschiedliche Rechtsansichten bekommen. Als ich es auf einen Rechtsstreit mit Gerichtsort Wien ankommen lassen wollte, wurde ich im letzten Moment gewarnt: die Kanzlei beantragt eine "Einstweilige Verfügung" – und diese landet dann in Hamburg. Wir haben es mit Abzockespezialisten zu tun, als Laie rechne ich mir da keine Chancen aus – wenn da sogar Gerichtspräsidenten mitspielen.
Weit haben wir es in Österreich und Deutschland mit unserem Rechtssystem gebracht!
5. Februar 2012
Pater Brown
Ich frage mich hier mal ganz ernsthaft: warum fand sich in diesem ABZOCKERVERFAHREN gegen den hochehrenhaften und selbstlosen ANTON CUPAK eigentlich kein einziger Rechtsanwalt seiner Millionen Leser, der sich sagte: Ich habe jahrelang Freude am MERKER-online gehabt, für den Anton Cupak wie ein Wahnsinniger ohne Honorar (!) von morgens bis abends sich den Puckel krumm arbeitet um Gleichgesinnte Opernfreunde zu erfreuen, jetzt leiste ich meinen Teil als Rechtsanwalt einmal gratis für ihn wir ziehen das durch bis zum höchsten Gerichtshof. Enttäuschend… Sehr enttäuschend! So ist es leider: am Ende steht jeder alleine da.
5. Februar 2012
Rodrina
um wieviel sollen wir wetten, daß die edlen Herren und wenigen Damen deutschen Theaterleiter auf ihrer nächsten Intendantenkonferenz dieses wichtige Thema nicht einmal ansatzweise besprechen werden. In Österreich wird es ähnlich gehen. Solidarität mit der Frankfurter Oper wäre ja Solidarität mit einem Konkurrenten! Die werden schön den Schwanz einziehen und weiterhin "eierlos" nur heisse Luft quatschen wie bisher bzw. sich von diesen großen Zeitungen aus kommerzliellen Gründen weiter den Schneid abkaufen und verar…… lassen. Wetten daß?
Wahrscheinlich ist sogar, daß man demnächst eine Pauschale pro Opernhaus vereinbart (zahlt ja alles der Steuerzahler!) um der Gnade willen weiterhin Kritiken aushängen zu dürfen.
5. Februar 2012
Frosch
Als ich durch Zufall festgestellt habe, dass das Opernhaus Amsterdam Auszüge aus einer Kritik von mir aus der Print-Version des MERKER auf ihre Homepage gestellt hat, habe ich mich GEFREUT und GEEHRT gefühlt. Mir käme es nie in den Sinn unserer Chefredakteurin zu raten dafür Geld vom Opernhaus Amsterdam zu verlangen. Wir bekommen von den Opernhäusern Pressekarten um über Aufführungen zu berichten, als warum soll dann das Opernhaus (oder ein an der Aufführung beteiligter Künstler) nicht das Recht haben, die jeweilige Kritik (oder Auszüge daraus) auf seiner Homepage zu veröffentlichen? Das muss mir erst mal jemand glaubhaft erklären.
6. Februar 2012
Pater Brown
in zehn bis zwanzig jahren wird es keine zeitungen mehr geben – jedenfalls nicht wie in der heutigen form und auflage und einfluss
sobald sich der werbemarkt komplett zurück zieht, sind die zeitungen tot
ich fände dies zwar schade, aber letzten endes sind sie es selber schuld
diese jetzige hundsüble abzockerei oder ander dümmlingsaktionen sind dabei letztlich nur ein weiterer sargnagel der orientierungslosigkeit und verzweiflung sie merken es nur noch nicht, oder doch? wenn journalisten nicht mehr das sagen haben, sondern unqualifizierte erbsenzähler im management, dann ist der patient schon so gut wie tot
eine schande für das große kulturland brd bleibt diese aktion dennoch…
ich schäme mich für solche kleingeisterei
6. Februar 2012
Semmel
Sehr geehrter Herr Cupak, ich weiß jetzt nicht, welchen der Herren in der beteiligten Hamburger Kanzlei Sie als Gerichtspräsidenten identifiziert haben, ich möchte aber doch der Ordnung halber anmerken, daß es sich dabei nur um einen ehemaligen Präsidenten handeln kann, da man in Deutschland nicht Richter und Anwalt gleichzeitig sein kann. Sehr wohl kann man allerdings nach der Pensionierung als Richter wieder als Anwalt tätig werden, was aber nicht heißt, daß man als Seniorchef über sämtliche Fälle Bescheid wissen muß, zumal da es sich bei Ihrer Geschichte um einen sehr kleinen Fisch für eine Kanzlei handelt, die auf ihrer Website damit wirbt, daß sie einen Großteil der DAX-notierten Unternehmen als Mandanten habe. Im übrigen wären Ihre Chancen vermutlich auch in Wien sehr schlecht gewesen, da die Urheberrechtsverletzung auf Ihrer Site – Nachdruck eines Artikels ohne Quellenangabe – eindeutig war. Mit freundlichen Grüßen Wilhelm Semmelrogge
6. Februar 2012
Anton CUPAK
Sehr geehrter Herr Semmelrogge,ja, soweit ich mich an meine Recherche erinnere, handelt es sich um einen ehemaligen Gerichtspräsidenten. Ich bin aber trotzdem der Meinung, dass es sich im konkreten Fall nicht wirklich um einen Schutz geistigen Eigentums gehandelt hat, denn das waren recht lieblos zusammengestöpselte Jahreszahlen über Franz Liszt, soweit ich mich erinnern kann. Wenn es sich um eine derart angesehene Kanzlei handelt, wundert es mich, dass die Rechtsvertretung bei solchen Fällen überhaupt angenommen wird. Es gibt Aufträge, die man ganz einfach ablehnt, wenn man sich dies leisten kann. Ich zumindest habe das in meinem Beruf so gehalten! In Wien wären meine Chancen insoferne besser gewesen, weil ich mich intensiver damit befassen hätte können und ich auch einen recht guten Anwalt zur Hand gehabt hätte. Aus Vernunftgründen (Abwägung, was allein an Spesen angefallen wäre, hätten der Anwalt und ich nach Hamburg fliegen müssen) habe ich mich dann zur Zahlung von 1.200 Euro entschlossen. Ich finde aber trotzdem, dass dieser Betrag in keiner vernünftigen Relation zur konsumierten Leistung steht und wohl schon klar ist, dass mit besagtem Lexikon methodisch auf Urheberechtsverletzungsjagd gegangen wird. Es gibt viele Leidensgenossen, wie ich erfahren habe! Ich finde es nicht richtig, dass ein einziges Gericht – und wahrscheinlich auch ein einziger Richter, sämtliche Fälle einer Anwaltskanzlei an sich zieht. Wäre ich nicht gewarnt worden, hätte ich es tatsächlich auf einen Prozess ankommen lassen – in der Meinung, dass dafür Wien zuständig wäre. Ich denke, Sie wissen, wer mich gewarnt hat. Danke dafür! Aber das ist natürlich vernachlässigbar gegen diese neue Vorgehensweise mit den Auszügen aus den Künstlerkritiken. Das ist wirklich unter jeder Kanone!
6. Februar 2012
Semmel
Sehr geehrter Herr Cupak, über den Verfasser des Originals besagten Artikels sind wir durchaus derselben Auffassung, nur kommt es beim Schutz geistigen Eigentums nun einmal nicht darauf an, welche Qualität dieses Eigentum hat.
Zum Gerichtsstand möchte ich noch ausführen: kein Gericht oder Richter kann Fälle "an sich ziehen". Wenn Klagen bei Gerichten eingereicht werden, dann wird die Verteilung durch die Geschäftsordnung bestimmt. Und der Ort, an dem die Klage eingereicht wird, bestimmt sich nach dem Gerichtsstand, vorliegend nach dem "Ort der unerlaubten Handlung", in Presse- und besonders Internetfällen wird häufig davon ausgegangen, daß überall dort geklagt werden kann, wo der Artikel "bestimmungsgemäß gelesen" werden kann, was als "fliegender Gerichtsstand" bezeichnet wird. Da der Online-Merker sich zweifellos an den gesamten deutschen Sprachraum wendet, wären theoretisch auch Klagen in Zürich, Frankfurt oder diversen anderen Städten möglich, da die beteiligte Kanzlei sich in Hamburg befindet, klagt man bequemerweise dort.
Daß Sie in Wien wirklich besser gefahren wären bezweifle ich insofern, als Sie selbst bei einer reduzierten Zahlung – nehmen wir einmal 600 statt 1200 € an – zumindest nach deutschem Recht auch auf der Hälfte der Gerichts- und Anwaltskosten für beide Seiten sitzen geblieben wären. das wird leicht teurer als die ursprüngliche Forderung, was der Kläger natürlich auch weiß. Zu den Klagen von FAZ und SZ kann ich nur den Kopf schütteln, weil ich sie auch für die Zeitungen letztlich für kontraproduktiv halte.
Mit freundlichen Grüßen Wilhelm Semmelrogge
7. Februar 2012
Scooter
Man kann nur hoffen, daß alle vernünftigen Menschen ab sofort diese Zeitungen ignorieren, ihre Abos kündigen und für non grata erklären, damit der finanzielle Verlust den Abzockergewinn um ein zig-faches übersteigt.
Ansehen, der gute Ruf und kulturell moralische und ethische Werte scheinen bei der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZETUNG und der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG nichts mehr zu gelten! Schnöder Mammon zählt anscheinend nur noch. Ich boykottiere ab sofort diese Blätter und hoffe, daß es mir Tausende nachtun. Allerdings hatte ich das bei der Deutschen Bank damals auch gedacht… Die nicht-mehr-Erteilung von Pressekarten an Kollegen dieser Zeitungen wäre ein erster spürbarer Schritt von Solidarität der Opernhäuser mit den Künstlern. Aber das ist kaum zu erwarten, denn da ist sich jeder den nächste. Sogar an der Frankfurter Oper, die mit 7000 Euro ja recht satt betroffen ist, gibt es wohl einen Maulkorb-Erlaß zu dieser Angelegenheit, denn alle Anfragen wurden bisher konsequent ignoriert.
WO BLEIBT DER AUFSTAND DER ANSTÄNDIGEN?
7. Februar 2012
Gianni Roccanova
Zu Herrn Semmelrogges Bemerkungen: Der "fliegende Gerichtsstand" ist tatsächlich möglich, aber wohl nicht mehr lange. Ein Urteil des LG Bremen hat schon einen anderen Weg gewiesen, wird aber bis dato sonst nicht berücksichtigt. Besonders gerne wird in Hamburg und Bremen geklagt, da dort entsprechende EVs oder Urteile erwartet werden. Dass hier längst Korrekturbedarf besteht – weil hier Lokalrichter aus Hamburg oder Berlin nicht zu medienrechtlichen Instanzen über das gesamte Internet avancieren sollten, vor denen sich die ganze Welt zu verantworten hätte -, wurde im deutschen Justizministerium längst erkannt. Selbstverständlich sollte auch hier der Wohnort des Beklagten zuständig sein.
Dass Semmelrogge bei einem Wiener Gerichtsstand von einem für den Merker nachteiligen Urteil ausgeht, wundert mich. Dazu gibt es keine einschlägigen Präzedenzfälle, die mir bekannt sind. Somit ist zum Ausgang des Prozesses auch nichts zu präjudizieren. Ebensowenig, ob hier überhaupt eine Urheberrechtsverletzung vorlag. Zumal der Merker umgehend reagiert und die strittige Stelle gelöscht hat, was zu berücksichtigen wäre. Jedenfalls sind die Abmahnungen eine Spezialität Hamburger oder Berliner Anwälte, aus Wien sind mir keine bekannt.
Ich sehe auch nicht, dass der Merker sich "an den gesamten deutschsprachigen Raum" richtet. Im Internet richtet sich das Angebot prinzipiell an alle Rezipienten mit Internetzugang, ungeachtet ihrer Staatsbürgerschaft oder Muttersprache. Es ist demgemäß unvorstellbar, es müssten sämtliche Gesetze sämtlicher Staaten befolgt werden. Vielmehr geht es um die Gesetzeslage des Staates, in dem eine Domain registriert ist, in dem die Server stehen usw. Ich hätte daher vollstes Verständnis dafür gehabt, wenn der Merker das Bemühen eines deutschen Gerichts ignoriert hätte. Die Texte wurden von einem österreichischen Staatsbürger in Österreich ins Netz gestellt. Dafür ist das österreichische Rechtsordnung zuständig, nicht die von Deutschland, Iran, Japan oder Australien. Aber das ist meine persönliche Auffassung. Herr Cupak tat, was er zum gegebenen Zeitpunkt für richtig hielt, ihn kritisiere ich hiermit ausdrücklich nicht.
Zu Scooter: Ich fände es mehr als bloß schade, wenn hier tatsächlich eine Art "Maulkorb-Erlass" gelten sollte. Wie schon oben von mir ausgeführt: Medien profitieren ihrerseits von einer Reihe von Gratisleistungen Dritter (Gratisinterviews, kostenlose Pressekarten, Gratisprogrammbücher, Zugang zu Pressekonferenzen, Rezensionsexemplare von Büchern, Testfahrten mit Autos usw.), dass umgekehrt auch anderen gewisse Freiheiten eingeräumt werden müssten. Es geht hier ja nicht um ein privat organisiertes FAZ-Gesamtarchiv samt geschäftlich-werblicher Interessen, sondern bloß um einzelne, themenbezogene Zitate bzw. Veröffentlichungen. Wenn hier so scharf vorgegangen wird, noch dazu mit einem kritikwürdigen Instrumentarium, ist das bedauerlich. Sollte es dem FAZ-Verlagschef tatsächlich bloß darum gegangen sein, dass nicht unkontrolliert FAZ-Inhalte wahllos im Netz stehen, hätte es doch ein schlichter Brief (oder E-Mail, noch günstiger!) getan, mit der Bitte, die Inhalte zu löschen. Es müsste doch im FAZ-Verlag genügend Mitarbeiter geben, die das so nebenbei innerhalb weniger Minuten hätten tun können. Nein, es musste eine Zahlungsaufforderung dazukommen. Kein Kommentar…
8. Februar 2012
Semmel
Sehr geehrter Herr Roccanova, in einem Punkt bin ich scheint's mißverstanden worden. Ich war beim Gerichtsstand Wien nicht zwangsläufig für einem für Herrn Cupak völlig negativen Urteil ausgegangen sondern hatte die Sache eher von der reinen Kostenseite her gesehen. Und die wäre – so die Klage nicht völlig abgewiesen worden wäre, was ich persönlich nicht glaube, aber auch da wird es sicher unterschiedliche Auffassungen geben – ein reines Rechenexempel gewesen. Mit freundlichen Grüßen Wilhelm Semmelrogge
PS.: In puncto FAZ gehe ich mit Ihnen komplett d'accord.
Bonner Kasperle-Theater um Intendanten-Neuwahl
Opernetat steigt auf wundersame Art und Weise plötzlich um 5 Millionen Euro - zumindest verbal...
Statt Neuinszenierungen demnächst Opernfilmchen mit Live Musik? Oder das ganze Jahr Karnevalsjeckereien mit OB Nimptsch
Was
sich da mittlerweile in der Bonner Provinz abspielt ist eine fast noch
größere Lachnummer als Wulffs alltäglich neu erheiternde Geschichten aus
1000 und einer Nacht; nur scheint sich hier keiner persönlich
bereichern zu wollen, oder um finanzielle Vorteile bedacht zu sein. Im
Gegenteil: Man sucht eine Art Aldi-Spar-Kommissar als neuen Intendanten
für die Oper ab 2013. Da wird - wie bei Wulff - gelogen, gemauschelt,
vertuscht, geheim gehalten und das Volk verdummbeutelt. Die Rolle des
Hauptintriganten und Oberbösewichts spielt weiter Oberbürgermeister Nimptsch von der SPD,
der zwar Rheingold für eine neue Philharmonie lockern machen kann, aber
deswegen wohl die Oper kurz halten möchte. Die Bonner Lokalpresse ist
in diesem Falle eine Katastrohe: Keiner haut noch schaut dem OB auf die
Finger - so scheint es. Kolleginnen/en!! Ist Euch Eure Oper eigentlich
egal?
Nachdem seit Weihnachten zwei Kandidatinnen abgesprungen
sind, weil sie sich wahrscheinlich beim Bewerbungsgespräch (typisch
Frau!?) einlullen ließen und erst später erfuhren, daß sie demnächst ein
Haus leiten sollen, welches neben den festen laufenden Kosten, ohne
Gehaltssteigerungen, überhaupt keine finanzielle Dispositionsmasse mehr
für Künstlerisches ausweist, geht es nun in eine neue Runde; als wären
wir beim Boxen, oder auf dem türkischen Markt. Augenscheinlich steht das
ultimative Spar-Modell noch im Raum, nachdem man ab 2013 wohl
Opernfilme mit Live-Musik zeigen möchte, denn für Inszenierungen reicht
das Geld nimmer.
Da der OPERNFREUND und seine Bonner Leserschaft
bis heute keine offizielle Ausschreibung für die neue Intendanz in der
Presse oder öffentlichen Verlautbarungen fanden, muß wieder davon
ausgegangen werden, daß der einstige Opernkiller OB Nimptsch (SPD) aufs Neue zusammen mit seinem willfährigen Kulturdezernenten Schumacher
diese Stelle wieder ausmauscheln wird, ohne jede demokratische
Vorgehensweise, Transparenz oder Kontrolle. Fachleute oder qualifizierte
Entscheidungsträger scheint es in Bonn nicht zu geben. Der Stadtrat
nickt anscheinend alles unkontrolliert ab, was ihm von Funktionsträgern
vorgelegt wird. Unglaublich wie sich hier eine Stadt in aller Welt
lächerlich macht... SCHILDA LÄSST GRÜSSEN!
Mittlerweile ist auch
ein Lohengrinsches Wunder geschehen: Aus der Presse ist nun zu
entnehmen, daß urplötzlich der Opernetat (bisher waren es allgemein
anerkannte 27 Millionen) - laut Kulturdezernent im Gespräch mit den
Fachleuten (!) vom EXPRESS - jetzt 32 Millionen beträgt.
Donnerlittchen,
Staunimann & Sohn! Hatte sich da vorher jemand verrechnet? Ist gar
der Bonner Opernetat eine flexible Größe? Hat Maschmeyer für die Oper
Geld gespendet? Oder hat auch hier die marode HRE-Bank ihre schmutzigen
Hände im Spiel. Wo kommen plötzlich die 5 Millionen her? Hatten
Schäubles Bankprüfer vielleicht sogar...
Was auch immer, wie auch immer; zumindest etwas Positives gibt es zu vermelden: offizielle Partnerstadt von Bonn ist neuerdings Schilda.
Peter Bilsing
Über die Zukunft der OPER BONN
Es
ist schon eine Schande, was sich da in Bonn abspielt. Nun hat man es
geschafft in der Opern-Bundesliga, teilweise sogar in der
Championsleague zu spielen, da läßt man den erfolgreichen
Spitzen-Trainer Klaus Weise ziehen.
Immerhin
war bekannt, daß er seinen Vertrag unter der Sparvorgabe der Stadt von
3,5 Millionen ab 2013 nicht mehr weiter führen wollte, aber das man
jetzt so klammheimlich schon seinen Nachfolger bzw. hier konkret seine Nachfolgerin
(wie dem OF bekannt wurde) inthronisierte, entspricht der verlogenen
Hinterhältigkeit heutiger Politiker; in Essen war es ja leider ähnlich.
Überall der gleiche Saft- und Selbstbedienungsladen! Politiker
entscheiden über die Köpfe ihrer, sie bezahlenden !, Bürger hinweg wie
Sonnenkönige!
Ich weiß nicht, wie man bei einem Gesamtetat von rund 27 Millionen Euro für ein Dreispartenhaus (Vergleichbar Krefeld oder Augsburg) noch 3,5 Millionen
demnächst einsparen will? Das ist, auch angesichts steigender Löhne,
ein riesengroßer Schwachsinn! Insbesondere, wenn die verfügbare
Geldmenge für künstlerische Dinge gerade einmal 3,6 Millionen Euro
beträgt, so verlautet zumindest lt. jetzigem Intendanten Weise.
Die
neue Intendantin muß Zauberkünstlerin sein, über besondere familiäre
Verbindungen zu Sängern und Dirigenten verfügen, honorarfrei arbeiten
(wie unsere Opernfreund-Kritiker!) oder im Keller eine Gelddruckmaschine
stehen haben...
Schade, 2013 wird wieder eine große Oper in den Tiefen der Provinz versinken.
Seltsamerweise
besteht "Karnevalsprinz honoris causa" OB Jürgen Nimptsch (SPD) wohl
nicht mehr weiter auf seiner einstigen Forderung, der Abschaffung des
Opernhauses. Er regelt das auf subtilere Art und Weise. Bleiben die
Zuschauer erst einmal weg, weil nichts Vernünftiges mehr geboten wird,
kann man die Oper immer noch zumachen, oder pleite gehen lassen. Das
geht dann wie von selbst. Ganz so blöd ist der Mann nicht!
Weise,
der sich mittlerweile einen Namen auf internationalem Niveau geschaffen
hat, wird als freischaffender Regisseur in der Championsleague mit 3-4
Inszenierungen im Jahr zukünftig mindestens genauso viel verdienen, wie
in Bonn (340 000 Euro - bei bisher 3-4 Pflicht-Inszenierungen!), ohne
den bürokratischen so aufreibenden Kleinkrieg mit subalternen
Miesmachern, dümmlichen Besserwissen, ignoranten Bürokraten,
inkompetenten Politikern und hinterhältigen Intriganten und Stänkerern.
DER
OPERNFREUND wird weiter berichten und den Regisseur Klaus Weise in
seinem wohlwollenden Auge behalten.
Peter
Bilsing
Wulff muß bleiben!!!
Gegen Miesnickel, Neidhammel
und andere urdeutsche Typen...
Sie gehören also zu den kleinlichen, typisch deutschen
übel nehmenden Meckerern; sind neidisch auf Alles und Jeden - besonders auf
unsere fleißigen Politiker, die fast ihre gesamte Lebenszeit völlig
uneigennützig für das Volk (also auch für Sie, Freundchen!) einsetzen. Unsere
gewählten Volksvertreter sind Ihnen ein steter Dorn im Auge? Und den Grafen
haben Sie deshalb natürlich auch, im weitesten Sinne, auf dem Gewissen.
Nein, nein, nicht den
vorbestraften FDP-Ehrenvorsitzenden Otto Graf Lambsdorff meine ich, sondern den
ehrenwerten Ex-Dr. und jetzigen EU-Internetberater von und zu Guttenberg.
Jener, der erster Aspirant auf den Titel „König von Deutschland“ gewesen wäre, wenn
wir uns endlich dieser „elendigen“ Demokratie entledigen würden. Immerhin
stehen 70 Prozent der Deutschen einer Monarchie nicht unbedingt ablehnend
gegenüber. Muß ja nicht gleich wieder ein Kaiser sein - dafür haben wir ja
immer noch unseren Franz. Gott bescheide ihm ein langes Leben, aber wenig
Redezeit in der Öffentlichkeit.
Ihnen, lieber Freund, gilt
dieser Artikel heute. Genau Ihnen möchte ich hiermit ins Gewissen reden.
Dieses kurze Memento
beschäftigt sich mit unseren ehrenhaften Bundespräsidenten Christian Wuff -
pardon, Wulff heißt er natürlich. Und in diesem Zusammenhang fordere ich und
bitte, daß Sie sich alle hier anschließen und auch an Ihre Nachbarschaft
appellieren:
Wulff muß bleiben! Wulff muß auch für eine zweite
Amtszeit gewählt werden!!
Würden wir unser hochgeschätztes
Staatsoberhaupt – „unser aller großes Vorbild“ - jetzt sofort in Pension
schicken (nämlich bei Beibehaltung seiner Bezüge bis zum Ableben und aller
damit verbundenen sonstigen Vorteile, wie lebenslange Sekretärin, Büro,
Luxusdienstwagen, Chauffeur....etc) käme man rundgerechnet, wenn Wulff 90 Jahre
alt würde, wie viele seiner Vorgänger, auf ca. 9 Millionen Euro. Rechnen Sie
bitte nach.
Neun Millionen Euro fürs Nichtstun!
Könnten Sie das mit ihrem
guten und kritischen Steuerzahler-Herzen vereinbaren? Sie sind doch Mitglied im
Bund der der Steuerzahler. Na also. Dann soll er doch wenigstens noch 9 Jahre
etwas für das Geld, das wir ihm zahlen, leisten - oder?
Zum Beispiel: Verdienstkreuze
überreichen, Unterschriften tätigen, Weihnachts-, Neujahrs-, Begrüßungs-
und sonstige Reden halten, den Grußaugust für exotische Staatsgäste mimen,
Parlieren, Palavern und Schampus nippen, Auslandsreisen tätigen, Bürgerparties
für CDU-Mitglieder gestalten, Gesetze verkünden bzw. unterzeichnen, Urkunden
übergeben, Diplomaten empfangen, Anordnungen und Verfügungen des Bundestages
bestätigen oder die Ernennung von Ministern bzw. deren Entlassung beurkunden.
Und, gottseidank, er hat
zwar das Begnadigungsrecht; kann aber keine Amnestien aussprechen, daher kann
uns doch sein etwas (mal rein hypothetisch unterstellt) halbseidener Umgang und
Freundeskreis nun wirklich reichlich schnuppe sein. Dr. h.c. (kein Scherz –
Wuff hielt dazu an der Universität Hildesheim sogar die Laudatio!) Carsten
Maschmeyer - er hat übrigens für diese Ehrung schlappe 500.000 Euro
hingeblättert, exakt die Summe, die Wulff sich von Eg…, upps von Edith
Geerkens, für sein Knusperhäuschen gepumpt hat - sitzt in keinem
Gefängnis, also muß von einem korrekten, ordentlichen und gesetzestreuen
Geschäftmann, wie selbstverständlich auch bei Bankern, ausgegangen werden. In
dubio, Torero! Und wen unser aller Rauschgoldengel Veronika Ferres heiratet, na
Freunde - Hand aufs Herz - der kann doch wahrlich kein böser Mensch sein.
Also zum Teufel nochmal! All
die schmutzigen Anwürfe gegen Wuffi und Neidkampagne wg. die Finanzierung seines schnuckeligen
Eigenheims, etc.pp. sind doch im Vergleich mit den wirklich wichtigen Themen
unserer Tage wahrlich der Rede nicht wert.
Und schauen Sie doch mal genau hin: Wirkt dieser
nette Mann bedrohlich? Korrupt gar oder bestechlich? Haben wir denn keine andere Sorgen?
Wer ist z.B. für die 2
Billionen Schulden der BRD verantwortlich? Wer für das Euro-Debakel? Wohin sind die 1,3
Billionen Schulden der Hypo Real Estate plötzlich verschwunden? Wie ist es
möglich, daß sich staatliche Banker um (holla!) 55,5 Milliarden Euro
„verrechnen“? Ist Westerwelle wirklich ein Außerirdischer? Was macht unser haargefärbter Ex-Kanzler und Putin-Amigo? Und: wer wird der nächste
DSDS-Superstar?
Also: Wulff
muß bleiben!
Und jetzt nochmal alle: WULFF MUSS BLEIBEN !!!
Hollodrio zum neuen Jahr!
Ihr
PB
Liebe Leser,
einen Tag vor Weihnachten geht bei uns geballter Protest gegen eine Kritik über PALESTRINA ein. Ich möchte Sie Ihnen nicht vorenthalten. Möchte aber auch nicht negieren, daß ich (nachdem ich sie nun dreimal gelesen habe!) bis auf zwei vergessene Anführungszeichen, nichts an der Kritik von meinem Freund Manfred Langer auszusetzen habe. Anschuldigungen wg. Rechtsradikalismus muß ich empört von mir/von uns weisen! Auch der Ruf nach ZENSUR kommt in diesem Fall überhaupt nicht in Frage. Unsere Kritiker schreiben unabhängig; ob ich dahinter stehe, oder nicht, spielt keine Rolle. Wir sind ein tolerantes und liberales Opernmagazin.
Mit vorweihnachtlichem Gruß Peter Bilsing (Hrg.)
Die Mails veröffentliche ich ungekürzt, wie sie eingegangen sind; E-Mail-Adressen und komplette Namen sind aus Datenschutz-Gründen reduziert:
Der Bericht zu "Palestrina" in Zürich kann so
nicht hingenommen werden. Fakt ist, daß die Oper Zürich konsequent jede
Kritik,konstruktive Kritik nicht zugelassen hat.Nun ist es legitim,eine Kritik
über eine Oper zu schreiben,aber dabei einen erwiesenermassen bekannten Nazi
als "armen Pfitzner" zu bezeichnen,ist atemberaubend.Arm sind die
Juden, die in den gaskammern umgekommen sind,deren Existenz Pfitzner bis zum
Schluss leugnete,im Gegenteil Hitler auch nach Beendigung diese dunklen
kapitels deutscher Geschichte weiterhin feierte.
So etwas auch noch kurz vor Weihnachten zu bringen ist eine
Dummheit ersten Grades.Und der Hinweis,dass Kritiker ewig gestrige sind,ist
unverschämt.ich werde jedenfalls immer darauf hinweisen,wie Pfitzners Vita
verlief.Wenn Herr Langer mit ewig gestrigen meint,man solle Vergangenheit ruhen
lassen,so täuscht er sich.
Dieser Artikel ist rassistisch, eine Schande für den
Opernfreund.Liest denn niemand so etwas vorher?
Ich habe mich damals masslos über die Kritik "Madama
Butterfly"aufgeregt,wo der unsägliche Schreiber frauenfeindlich und
rassistisch über eine afroamerikanische Sängerin schrieb,aber jetzt muss ich
sagen,der hat das garnicht so gemeint,nur Herr Langer meint jedes Wort,wohl
wissend um pfitzners Vergangenheit.
ich jedenfalls werde Altnazis bekämpfen,wo ich kann.Dass der
POpernfreund so etwas bringt,ist unverzeihlich.
Mario H. / Hamburg
ich schätze den opernfreund sehr, liebe die teilweise
bissigen kommentare von herrn bilsing.Durch diese website weht geradezu ein
freiheitlicher wind. aber was herr langer in seiner kritik zu
"palestrina"in zürich(schweiz also,wo schon alles gesagt ist)über
pfitzner sagt(der arme pfitzner,kritiker an ihm werden als ewig gestrige
bezeichnet)ist hammerhart.
Pfitzner war ein nazi aus dem bilderbuch,der sich wunderbar
anbiederte,auch nach dem ende der schreckensherrschaft hat er unverblümt hitler
weiter bewundert.komponisten wie schreker, korngold,krenek,die werden bis heute
benachteiligt,die ächtung der nazis wirkt immer noch,aber pfitzner
als"armen pfitzner"zu bezeichnen,ist eine frechheit.
Im angesicht der millionen toten hat es dieser kretin
gewagt, weiterhin hitler zu verehren,öffentlich.
Man kann gerne über seine opern schreiben,aber man muss
stellung beziehen zu seinen unsäglichen schriften. Und als jude,als stolzer
jude,ist es infam,so etwas zu lesen,ich lade herrn langer ein, mit mir auf den
jüdischen friedhof in der schönhäuser allee hier in berlin zu gehen,da liegen
15 meiner verwandten,anbgeschlachtet von den nazis.
Pfitzner geht nicht ohne nazis,dieser versuch,ihn
reinzuwaschen ist eine bankrotterklärung des opernfreunds und eine grosse
enttäuschung für mich, was herrn bilsing als herausgeber betrifft.
Hochachtungsvoll Matthias R. / Kein Ort
Lieber Opernfreund,
nun ist es Chronistenpflicht, über
Opernpremieren zu berichten.Okay!Da kann man auch über "Palestrina"
in Zürich schreiben, da kann man auch darüber schreiben, dass das Opernhaus
Zürich sich jegliche Kritik verbietet,einen Dialog nicht zuläßt und kritische
Fragen zu Pfitzner totschweigt.Naja,Schweiz eben(immer noch).Aber in dieser
Kritik versuchen,Pfitzner als "armen Kerl" hinzustellen undKkritiker
an ihm als "ewig Gestrige" ist unerhört und infam.Herr Langer weiss
doch sicherlich um Pfitzners Stellung im 3. Reich und seine
zahllosen,unsäglichen Veröffentlichungen,auch nach dem Judenmord.Jeder, der so
tut, als hätte Pfitzner keine Schuld auf sich geladen,sollte sich den Holocaust
in Erinnerung bringen.Und wer ist denn ein ewig gestriger?Bestimmt nicht
Menschen, die sich aktiv und leidenschaftlich mit Geschichte befassen,dabei
versuchen,objektiv zu bleiben.
Im Namen aller Juden, die umgekommen,sind,sollten Sie im
"Opernfreund" klärende Worte finden.
Hochachtungsvoll Thorsten z. F. / Kein Ort
Lieber Opernfreund ,lieber Herr Dr. Bilsing,
wenn man Ihre Kommentare liest, ergibt sich doch das Bild
eines zutiefst toleranten Mannes.Umso erstaunlicher ist es,das bei Ihrer
wunderbaren websitee in Artikel erscheint, der ,so ganz nebenbei zum Schluss,
Kritiker von Herrn Pfitzner als ewig gestrige hinstellen.Ewig gestrige?Das traf
doch wohl haargenau auf Pfitzner zu,ich empfehle wikipedia als
Lesequelle,besonders empfehlenswert Pfitzners Aufsatz über das
"Judentum",verfasst NACH dem 2. Weltkrieg.Das bezeichnet er uns, die
Juden,als Ungeziefer,das der Kammerjäger(Hitler)leider nicht ausgelöscht
hat.Und diesen Mann versucht Herr Langer so mir nichts dir nichts
reinzuwaschen,ohne Kritik zuzulassen.Pfui!
Wir haben heftigst gegen die Hamburger Vorstellungen von
"Palestrina" protestiert,sind dabei ,das muss man sagen, sehr ins
gespräch mit der Oper Hamburg gekommen,aber in Zürich,der schweit,hat man ja
noch heute Schwierigkeiten mit der Nazi-Vergangenheit Ich bin zutiefst empört,
dass herr langer diesen Altnazi versucht,reinzuwaschen.
Hochachtungsvoll M. B. / Kein Ort
Lieber Opernfreund, ich schätze sehr Ihre website, doch
bedarf der Artikel von Herrn Langer zu "Palestrina" in Zürich einer
Anmerkung. Es ist schlicht und einfach ausgeschlossen, eine Pfitzner - Oper zu
bringen und als Opernhaus nicht explizit auf seine Rolle bei den Nazis
hinzuweisen.
Hier nutzt auch nicht der lächerliche Hinweis auf Wagner
nichts,Pfitzner hat genauestens alle Gräuel an den Juden miterlebt,schreibt
aber nach dem 2. Weltkrieg sofort eine glühende Hommage auf Hitler.
Das schwierige Verhältnis der Schweiz zu ihrem Verhalten den
Juden gegenüber während des Holocausts ist noch heute aktuell, die Oper Zürich
hat sich trotz heftiger Intervention von unserer Seite geweigert,Kritik
anPfitzner zuzulassen,weil es "nur um die Musik" geht.Aha!
Nun mag Herr Langer die Musik schön finden,es geht aber
nicht an, Pfitzners Verbrechertum klein zu reden.Und ich habe größte
Hochachtung vor den Mitmenschen, die vor den Vorstellungen von
"Palestrina" in Hamburg protestierten (obwohl die Staatsoper ordentliche
Aufkärung leistete).
Wenn man als Jude, der in Deutschland lebt und zwar gerne,
der beim Holocaust fast alle Verwnadten verloren hat, so einen Artikel über
Pfitzner liest, der ihn quasi freispricht und Kritik nicht zuläßt,wird man
wütend.Sioe sollten sich schämen,Herr Langer!
Hochachtungvoll J. L. / Kein Ort
Juni 1945 rechtfertigte Pfitzner in seiner Glosse zum II.
Weltkrieg Hitlers Antisemitismus, indem er schrieb:
„Das Weltjudentum ist
ein Problem & zwar ein Rassenproblem, aber nicht nur ein solches, & es
wird noch einmal aufgegriffen werden, wobei man sich Hitlers erinnern wird
& ihn anders sehen, als jetzt, wo man dem gescheiterten Belsazar den bekannten
Eselstritt versetzt. Es war sein angeborenes Proletentum, welches ihn gegenüber
dem schwierigsten aller Menschenprobleme den Standpunkt des Kammerjägers
einnehmen liess, der zum Vertilgen einer bestimmten Insektensorte angefordert
wird. Also nicht das ‚Warum‘ ist ihm vorzuwerfen, nicht, ‚dass er es getan‘,
sondern nur das ‚wie‘ er die Aufgabe angefasst hat, die berserkerhafte
Plumpheit, die ihn dann auch, im Verlauf der Ereignisse, zu den Grausamkeiten,
die ihm vorgeworfen werden, führen musste.“
Sehr geehrte Damen und Herren,
wenn man diese Worte von Herrn Pfitzner liest und dann die
Anmerkungen dazu von Herrn Langer in seiner Kritik
(Zürich,"Palestrina"),dass in Hamburg ewig gestrige gegen die
Inszenierung gepöbelt hätten,kann ich nur sagen:Danke,Norddeutschland!Das
Verhalten der Schweiz zu den Juden während der Nazizeit ist ja wohl ausreichend
bekannt,auch Herrn Langer sollte das bekannt sein.Nun darf man gerne die Musik
und die Oper toll finden,aber Geschichtsfälschung sollte man nicht
betreiben.Herr Pfitzner war ein Nazi,punktum.Und jedes Opernhaus, das seine
Werke spielt,hat die moralische Verpflichtung gegenüber uns, der jüdischen
Gemeinschaft,auf Pfitzners Geschichte hinzuweisen,dass das in der Schweiz
unterblieb,ist für mich befremdlich.
Und:Opernkritik sollte man nicht mit seiner Weltanschauung
vermischen.Es würde mich nicht wundern,wenn Herr Langer Mitglied in diesem
unseligen Pfitzner-Verein wäre, der keinerlei Kritik zuläßt,
mit fr. Gruß Daniel v. G. / Kein Ort