DER OPERNFREUND - 44.Jahrgang
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Musikhochschule Lübeck

 

LE NOZZE DI FIGARO

24.1.13

Einmal im Jahr lädt die Musikhochschule Lübeck zu einer Präsentation einer großen Oper. Ein Ereignis, das im Zusammenhang steht mit der Prüfung der Studierenden – früher zum Diplom, heute zum Bachelor of Musik oder zum Master of Musik. Und weil einige junge Künstler dem BoM noch ein Aufbaustudium anhängen, begegnet der Musikfreund ihnen teilweise im Laufe der Jahre mehrfach und freut sich über deren Entwicklung. Die diesjährige Inszenierung von Mozarts „Le Nozze di Figaro“ – Figaros Hochzeit – ist ein Abschiedsgeschenk des renommierten Professors Didier von Orlowsky an seine langjährige Wirkungsstätte. Er geht zum Semesterende in den Ruhestand.

Auf dem Musiktheater wird „Figaros Hochzeit“ heute meist als soziale Anklage gesehen. Nicht so bei Didier von Orlowsky, der in der sich überschlagenden Handlung vor allem die menschlichen Aspekte sieht. Und die stellt er gebührend heraus. Da wird Insbesondsere die Gräfin – in der Premiere Birgit Laetitia Böckeler – zur tragischen Figur Gerade weil sie von ihrem Mann – in der Premiere Salomon Zulic als Graf Almavia – so schmählich hintergangen wird, setzt sich alles daran, um ihrer Zofe Susanna – in der Premiee Ana Elz – zu ihrem Glück zu verhelfen. Ein Mann überdies, der sich sehr offen zur freien Liebe bekennt – und dies am Ende doch bereut.

An der Produktion sind an die dreißig junge Künstele beteiligt. Alle Hauptrollen sind doppelt besetzt. Entsprechend wirbelt es auf der minimalistisch ausgestatteten und in den nicht immer ganz logischen Kostümen von Knut Herzer. Die Choreografie hat Ulla Benninghoven besorgt – freilich bleiben die jungen Künstler doch zum Tel  recht steif.

Das eigentliche Problem dieser Produktion aber ist, dass es zu einem Orchester einmal mehr nicht gereicht hat. Zwar bemüht sich die erfahrene Solorepetitorin Mira Teofilova um ein prononziertes Klavierspiel, aber das reicht doch nicht aus, um die jungen und teilweise wenig erfahrenen Stimmen zu tragen. So ist der Musikalische Leiter Frank Maximilian Hube vollauf damit beschäftigt, seine Solisten zu führen und kommt kaum zum ergänzenden Cembalo-Spiel. Die Studierenden hätten auf jedenfalls mehr Unerstützung verdient.

So aber ist diese Aufführung durchaus ordentlich und lebt vom durchstylten Spiel. Sängerisch lassen alle Mitwirkenden Großes erwarten – darstellerisch hapert es hier und das doch sehr. Das Publikum ist teils begeistert, teils zeigt es durch sein Fernbleiben nach der Pause seine Meinung an. Im Ganzen ein gelungener Abend.

Horst Schinzel

 

  

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