DER OPERNFREUND - 44.Jahrgang
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2. und 3.8.

 

Trotz aller Streichungen in den italienischen Kulturbudgets gelang es der toskanischen Stadt in der Provinz Grosseto auch dieses Jahr, auf ihrer großartigen Piazza vor dem prachtvollen romanischen Dom zum bereits 28. Mal ihre Veranstaltung zu präsentieren.

 Beide der gespielten Werke waren dem italienischen Jahresregenten Giuseppe Verdi gewidmet. Wie auch in den vergangenen Jahren hatte der Impresario Aldo Fasano für die Ausstattung gesorgt, die mit ihren einfachen Hängern aus Pappmaché die Stimmung der jeweiligen Bilder gut zu vermitteln verstanden und bestens in das architektonische Ambiente passten. Von der Regie (Guido Zamara) wird in solcher Umgebung ja nicht allzu viel verlangt, und so waren Auf- und Abtritte entsprechend geregelt, mehr nicht.

 

 

Unter der Leitung des langjährigen Dirigenten der Veranstaltung, Claudio Maria Micheli, spielte die Sinfonica Città di Grosseto animiert und durchaus präzise, während der von Gianluca Fasano einstudierte Chor diesmal wenig motiviert klang. Zu loben ist speziell die Azucena von Silvia Beltrami, die mit einem im Grunde lyrischen, aber ausgezeichnet projizierten Mezzo die unglückliche Zigeunerin gefühlsintensiv verkörperte. Valentino Hwang gab einen relativ temperamentvollen, korrekt singenden Grafen Luna, Monica Zanettin eine stimmlich recht schüchtern wirkende Leonora. Mit dem Manrico hatte der Uruguayer Sebastián Ferrada die falsche Rolle gewählt, denn seinem an sich hübschen lyrischen Material musste er Ungestüm und Leidenschaft buchstäblich abpressen. Ernesto Morillo gab einen geboten düsteren Ferrando.

 

Die weitere Produktion galt, unter den gleichen szenischen Voraussetzungen, dem RIGOLETTO. Hier konnte Regisseur Renato Bonajuto zeigen, wie er sich die Welt des Herzogs wirklich vorstellte und präsentierte nicht nur die gesitteten Tänze, an die wir im 1. Bild gewöhnt sind, sondern auch orgienhafte Unzucht, was allerdings inmitten der üblichen braven Stilelemente nicht ausreichend zur Geltung kam. Effektvoll und ganz richtig hingegen, dass Gilda nach dem Racheduett des 3. Bildes zur Tür des Herzogs strebte und nicht mit ihrem Vater abging.

 

Auch hier führte Claudia Maria Micheli den Stab und hielt die Sinfonica Città di Grosseto gut zusammen. Der von Gianluca Fasano einstudierte Chor war diesmal konzentrierter bei der Sache als am Vorabend. Die Titelrolle sang Leo An mit großer, wenn auch etwas altmodischer Geste. Seine Schmisse zu Ende des „Pari siamo“ und in der „Vendetta“ am Schluss der Oper waren wohl eher auf nervliche Belastung zurückzuführen. Elisa Cenni gab eine stimmlich leichtgewichtige, musikalisch aber überaus genaue Gilda, während ihr Duca Giacomo Patti ab der Mittellage leider nur gequetschte Töne hören ließ. Mit dräuendem Bass war Ernesto Morillo ein überzeugender Sparafucile, während seine Schwester Maddalena in Gestalt von Svetlana Spiridonova mehr gestikulierte als sang. Die größeren Rollen ergänzte Armando Caforio (Monterone).

 

Trotz dieser Einwände im Zeichen der Beckmesserei bringen solche Abende das Genre Oper vielen Neulingen näher.                                                                                        

 

Eva Pleus

 

LYRICA-Photo

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