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 Bachwochen

Abwechslungsreich soll nach den Worten von Andreas Bomba das Profil des Ansbacher Bachwochenjahres 2011 werden: 36 Konzerte beleuchten in der der Zeit vom 29.7. bis 7. 8.  verschiedene Schwerpunkte wie „Bach und Frankreich, „Clavier-Übung“ oder „Bach und Liszt“. So eröffnet das Ensemble Baroque de Limoges am 29.7 das Festival mit Christophe Coin am Pult. Das Münchner Kammerorchester wird das in Auftrag gegebene „Ansbachische Konzert Nr. 2“ von Joachim F. W. Schneider uraufführen. Für einen weiteren zeitgenössischen Kontrapunkt sorgt das junge „Ensemble Resonanz“ mit dem Konzert für Streichorchester (l946) von Bernd Alois Zimmermann.

Auch renommierte Nachwuchskünstler bekommen ihre Chance. So konfrontiert Igor Levit die h-Moll Sonate von Franz Liszt mit Werken von J.S. Bach, während die Preisträgerin des Bach-Wettbewerbs Leipzig 2010, die Cembalistin Maria Uspenskaya, ihr Konzert dem „jungen Bach“ widmet - wie überhaupt Bachs Werke für Tasteninstrumente gespielt auf Orgel, Cembalo und Klavier besondere Aufmerksamkeit verdienen. Konzerte der Bach-Liszt-Reihe bestreiten Evgeni Koroliov, die Französin Lise de la Salle so wie David Theodor Schmidt aus Erlangen.

Schließlich versprechen Yaara Tal und Andreas Groethuysen an zwei Klavieren den „Goldberg-Variationen“ in der Rheinberger- und Reger-Edition einen eigengeprägten Touch. Zu den Highlights zählen ferner „Die Kunst der Fuge“ in einer Fassung für Streich-, Blas- und Tasteninstrumente (Freiburger Barock Consort) sowie der Auftritt von Jordi Savall und „Le Concert des Nations“ mit Bachs rätselhaftem Werk „Das musikalische Opfer“. Ist ein Bachverständnis ohne Kenntnis des Kantatenwerkes überhaupt möglich? Darauf wird der Windsbacher Knabenchor unter Karl-Friedrich Beringer eindeutige Antworten finden. Zum großen Chorereignis laden das Dresdner Barockorchester und der Dresdner Kammerchor mit Bachs h-Moll Messe in St. Gumbertus an (6.8.) Wer den Preisträger des 39.  Interpretationswettbewerbs der ION hören will, besuche am 4. 8. in St. Gumbertus das Konzert für Motette und Orgel (mit Cantus Cölln).

Für historisch informierte Bach-Freunde dürfte der Kantaten-Abend mit Andreas Scholl und dem Freiburger Barockorchester von besonderem Interesse sein.

Am populären Ansbach-Tag hebt das Ensemble „Singer pur“ mit singbegeistertem Publikum eine vom Schweizer Rudolf Lutz komponierte Kantate aus der Taufe. In der Bach-Lounge zupft der Lautenist Edin Karamazov u. a. Pasajes Cubanos von Leo Brouwer auf der E-Gitarre. Den vokalen Spagat „von Bach bis Bond“, in Szene gesetzt vom jungen britischen a-cappella-Oktett VOCES8, sollte man am 1.8. im Prunksaal nicht versäumen.

Dass die Jazz-Session am 5.8. mit Mark Wyand und Band, ferner diverse Workshops für die Youngster von vier bis vierzehn Jahren in diesem Festival gut platziert sind, dafür steht auch die positive Resonanz der letzten Bachwochen.

Egon Bezold   

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