Reisebilanz V: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Auch in diesem Jahr haben wir unsere Kritiker wieder gebeten, eine persönliche Bilanz zur zurückliegenden Saison zu ziehen. Wieder gilt: Ein „Opernhaus des Jahres“ können wir nicht küren. Unsere Kritiker kommen zwar viel herum. Aber den Anspruch, einen repräsentativen Überblick über die Musiktheater im deutschsprachigen Raum zu haben, wird keine Einzelperson erheben können. Die . . .
Sie war schon ein großartiges Opernerlebnis, die Neuproduktion von Puccinis letzter Oper Turandot an der Staatsoper Stuttgart. Dieses auf Carlo Gozzi zurückgehende, unvollendet gebliebene – Puccini starb über der Komposition – Dramma lirico in drei Akten hinterließ einen ungemein starken Eindruck. Szene, Musik und Gesang fügten sich zu einer Symbiose von enormem Glanz zusammen. . . .
Lange ist an der Stuttgarter Staatsoper keine Operette mehr gegeben worden. Umso erfreulicher ist es, dass mit dem bereits in der vergangenen Saison in der Württembergischen Landeshauptstadt neu produzierten Casanova nun ein gänzlich unbekanntes Werk dieser Gattung den Weg auf die Stuttgarter Opernbühne geschafft hat. Gespielt wurde eine extra für die Staatsoper Stuttgart erstellte Fassung. . . .
Seit einiger Zeit ist an der Staatsoper Stuttgart Gioachino Rossinis Oper La Cenerentola wieder zu sehen. Regisseurin Andrea Moses hat das Werk mit seinen mannigfaltigen Verkleidungen, Verwicklungen und Verwechslungen ausgesprochen lebendig, kurzweilig und mit vielen lustigen Ideen garniert geradezu funkensprühend auf die Bühne gebracht. Frau Moses, die in erster Linie durch ihre szenische . . .
Das war wieder einmal ein überaus gelungener Opernabend an der Staatsoper Stuttgart! Die Uraufführung von Sara Glojnarics auf einem Libretto von Tanja Sljivar beruhender neuer Oper Station Paradiso geriet zu einem vollen Erfolg für alle Beteiligten. Bei dem frenetischen Schlussapplaus ohne jegliche irgendwie gearteten Missfallenskundgebungen erhoben sich im Parkett sogar einige der . . .
Am Abend des 12. Mai 2026 hat im Kammertheater der Württembergischen Staatstheater Stuttgart die Jahrespressekonferenz zur Spielzeit 2026/27 stattgefunden. Acht Jahre ist Viktor Schoner jetzt schon Intendant der Staatsoper Stuttgart. Und er hat in dieser Zeit Erstaunliches geleistet. Seine Spielpläne sind durchweg sehr interessant und abwechslungsreich. Das szenische, musikalische und . . .
Auf einem historischen Ereignis beruht Francis Poulencs Oper Dialogues des Carmélites. Am 17. Juli 1794, gerade mal zehn Tage vor dem Sturz Robespierres, erlitten sechzehn vom Pariser Revolutionstribunal wegen konterrevolutionärer Umtriebe zum Tode verurteilte Karmeliterinnen auf dem Place de la Revolution einen gewaltsamen Tod unter der Guillotine. Poulenc knüpft mit seinem Werk an Gertrud . . .
Seit einiger Zeit steht an der Staatsoper Stuttgart Bellinis Oper La Sonnambula wieder auf dem Spielplan. Die Inszenierung, für die Jossi Wieler (Regie), Sergio Morabito (Co-Regie und Dramaturgie) und Anna Viehbrock (Bühnenbild und Kostüme) verantwortlich zeichnen, ist eine der besten, die das Staatstheater Stuttgart derzeit zu bieten hat. Dem Regieteam ist eine stringente, innovative und . . .
Thematisch-szenische Überfrachtung – Mit der Neuinszenierung der Meistersinger von Nürnberg von Richard Wagner an der Staatsoper Stuttgart in der Regie von Elisabeth Stöppler wurde wieder einmal versucht, so viel gesellschaftskritische Überlegungen in das Werk hineinzubringen, ja regelrecht hineinzupferchen, wie nur eben möglich. Dieses „Regiekonzept“ mit dem Bühnenbild von . . .
Einen nachhaltigen Eindruck hinterließ die Aufführung von Bizets Carmen an der Staatsoper Stuttgart. Regisseur Sebastian Nübling hat zusammen mit seiner Bühnen- und Kostümbildnerin Muriel Gerstner ganze Arbeit geleistet, um den Abend abwechslungsreich und interessant zu gestalten. – Die Grundlage von Nüblings ansprechendem Konzept besteht in der gänzlichen Eliminierung von . . .
Wieder einmal stand Mozarts Zauberflöte auf dem Spielplan der Stuttgarter Staatsoper. Und erneut vermochte sie durchaus zu gefallen. Regisseur Barrie Kosky entwickelte seine ansprechende Inszenierung in Zusammenarbeit mit der britischen Theatergruppe 1927 - diese besteht aus der Regisseurin Suzanne Andrade und dem Animationskünstler Paul Barritt - und der Bühnen- und Kostümbildnerin Esther . . .
31 Jahre liegt die letzte Neuproduktion von Wagners Meistersingern an der Staatsoper Stuttgart bereits zurück. Es war also höchste Zeit für eine Neuproduktion dieses Werkes in der Landeshauptstadt. Was an diesem überaus gelungenen Abend über die Bühne ging, war modernes Musiktheater vom Feinsten. Das Regieteam um Elisabeth Stöppler (Regie), Valentin Köhler (Bühnenbild) und Gesine Völlm . . .
Seit einiger Zeit ist an der Staatsoper Stuttgart wieder Mozarts Don Giovanni in der Inszenierung von Andrea Moses und dem Bühnenbild und den Kostümen von Christian Wiehle zu sehen. Obwohl sich einiges von der ursprünglichen Personenregie seit der Premiere im Jahre 2012 verflüchtigt hat, ist diese Produktion immer noch eine der interessantesten Interpretationen des Werkes. Die Regisseurin hat . . .
Barocke Reise durch die Zeiten – Zum letzten Mal wurde diese bemerkenswerte Musiktheaterkreation von Eric Gauthier in der Staatsoper am Silvesterabend aufgeführt. Die Choreografie erinnert hier daran, dass im Zeitalter des Barocks das Fest sehr populär war. Dem tragen die opulente Bühnenausstattung von Susanne Gschwender und die Kostüme von Gudrun Schretzmeier Rechnung. Die . . .