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Pressemitteilung 04.10.2011

Großes Kino – große Oper in Weilheim! Am 5. und 6. November haben die ersten Opernfilme im Weilheimer Stadttheater in der Reihe „OPERN-ROLLE“ Premiere!
Aus dem Schatz besonderer Operninszenierungen der Vergangenheit, die als Filme aufgezeichnet wurden, gelangen vier ausgesuchte Werke zur filmischen Wiederaufführung. Sie werden präsentiert von Klaus Schultz, dem ehemaligen Intendanten des Münchner Gärtnerplatz-Theaters, der jeweils zuvor eine unterhaltsame Einführung in die Werke und ihre Verfilmungen geben wird.
Das Weilheimer Stadttheater bietet mit Großleinwand und Konzertton die angemessenen Voraussetzungen und ein reizvolles Ambiente für diese außergewöhnlichen Veranstaltungen.
Ein gastronomischer Service sorgt zudem für das kulinarische Wohlergehen mit feinen, kleinen Speisen und Fingerfood.
Folgende Opern werden gezeigt:
Den Auftakt bieten am Samstag, 5. November, zwei Produktionen des Bayerischen Fernsehens. Eine Spieloper aus dem Gärtnerplatz-Theater München und ein Klassiker aus dem Münchner Nationaltheater der frühen 80er Jahre:
„Der Wildschütz“ von Albert Lortzing. Staatstheater am Gärtnerplatz 1998 (14. 00 – 17. 30 Uhr)
„Die Entführung aus dem Serail“ von W. A. Mozart. Bayerische Staatsoper 1980 (19. 00 – 22. 15 Uhr)
Am nächsten Tag, Sonntag, 6. November, folgen Opern in der Fernsehregie von Bryan Large:
„Das Theater nach der Mode“, ein Opern-Pasticcio aus dem Opernalltag eines Londoner Opernhauses im 18. Jahrhundert mit vielen Arien und Szenen nach Händel, Mozart u. v. a. Staatstheater am Gärtnerplatz 2004 (11. 00 – 14. 45 Uhr)
„Der fliegende Holländer“ von Richard Wagner. Bayreuther Festspiele 1985 (18. 00 – 21. 00 Uhr)
Die besondere Veranstaltungsform der „OPERN-ROLLE“ bietet einerseits Opernliebhabern die Möglichkeit, bereits sehr berühmten Opern-Inszenierungen wiederzubegegnen, andererseits erhält ein breiteres Publikum die einmalige Gelegenheit, auf unterhaltsame Weise auch unbekanntere Inszenierungen kennenzulernen oder überhaupt mit Oper nähere Bekanntschaft zu schließen.
Auch aus diesem Grund unterstützt der Bayerische Volksbildungsverband München das Projekt, um vielen Zuschauern in den Regionen das Erleben Klassischer Musik zu erschwinglichen Preisen zu ermöglichen
In einem Gespräch stand Klaus Schultz als Moderator und Gestalter dieses Formats Frage und Antwort:
Sollten Opern nicht generell ein „Live-Erlebnis“ sein?
Ja, sicherlich. Aber nicht in jeder Stadt steht ein Opernhaus, und die Wege dorthin sind oft weit. Besonders die Wege in die Vergangenheit. Für sie ist das Medium des Films erfunden worden. Wie gut, dass wir eine Ahnung davon bekommen können, wie gut auch früher gesungen und gespielt wurde und welch interessante Inszenierungen es gab, denen man nun in einem anderen Medium erleben kann.
Geben die Perspektiven der Kamera, beziehungsweise die des Regisseurs neue Sichtweisen?
Wir bekommen im verfilmten Theater stets das zu sehen, was der Kameramann aufzeichnet. Aber dadurch werden die Blicke des Zuschauers auf das Bühnenbild, auf die Kostüme und die Regie oft genauer als es in der Opernvorstellung möglich ist. Und alles ohne Opernglas!
Welche Beweggründe gab es für die Auswahl genau dieser Inszenierungen?
Ihre Verschiedenartigkeit in Musik-Stil, Inszenierung und die große Qualität der Film-Fassungen.
Was verbinden Sie mit dem Wort „OPERN-ROLLE“?
Die Idee, dass die Opern selber in Weilheim als Filme eine Rolle spielen werden. Und dann sehe ich vor mir eine vielversprechende runde Metallkassette mit einem Film darin.

Klaus Schultz wurde 1947 in Bad Kissingen geboren. Er arbeitete 1973 bis 1977 als Dramaturg an der Frankfurter Oper, war von 1977 bis 1982 Chefdramaturg und Pressesprecher für die Bayerische Staatsoper und parallel von 1980 bis 1984 Musikdramaturg der Berliner Philharmoniker, Danach leitete er von 1984 bis 1992 als Generalintendant die Bühnen der Stadt Aachen und in gleicher Funktion von 1992 bis 1996 das Nationaltheater Mannheim. In elf Spielzeiten (1996-2007) war er Intendant und Chefdramaturg des Staatstheaters am Gärtnerplatz in München. Er unterrichtete außerdem zu Musik und Theater an Hochschulen und Universitäten in Frankfurt a. M., München und Heidelberg. Im Jahr 2000 wurde er als Professor an die Hochschule Bremen berufen.
Die Idee zu dem Veranstaltungsformat „OPERN-ROLLE“ stammt von Bernd Steyer, geboren 1955 in Hamburg und seit 25 Jahren am Ammersee daheim, war ebenso am Gärtnerplatz-Theater in München tätig, betreut und gestaltet mit seiner Firma Ton & Technik vielerlei Veranstaltungen.
Details zum Programm entnehmen Sie bitte dem Flyer im Anhang oder folgender Seite im Internet: www.dieopernrolle.de.
Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an info@dieopernrolle.de oder Tel. 0171/4127003
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Steyer