DER OPERNFREUND - 51.Jahrgang
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Pina Bausch Fellowship

Meet The Fellows! 2020 In Wuppertal

12.2.2020

 

 

Die Pina Bausch Fondation wurde direkt nach dem Tode der berühmten Choreographin gegründet, feierte 2019 also ihr 10jähriges Bestehen. Sohn Salomon Bausch brachte ihren gesamten Nachlaß in die Stiftung ein. Die Stiftung will die Spuren der großen Tänzerin und ihre Kunst sichern, sieht ihre Aufgabe vor allem im Aufbau und in der Pflege eines Archivs, in welchem das außerordentlich umfangreiche künstlerische, inzwischen historische Material zu ihren 53 Stücken bewahrt, digitalisiert, dokumentiert und Interessenten auch zukünftig zur Verfügung gestellt werden soll. Dazu wird am Wuppertaler Schauspielhaus, in welchem jahrzehntelang Pina Bausch ihre Stücke erarbeitet und gespielt hat, auch in Zusammenarbeit mit dem Pina Bausch Tanztheater das Pina Bausch Zentrum entstehen, wozu dieser wunderbare denkmalgeschützte Theaterneubau aus den 1960er Jahren umgebaut und erhalten werden wird. Bis dahin dauert es jedoch, obwohl Pläne und Finanzen schon weit gediehen sind, noch Jahre.

Die Pina Bausch Fondation strahlt aber mit ihren Aktivitäten inzwischen auch schon in die Welt aus. So entstand aus Bildern des Stückes „Palermo Palermo“ eine Filmfassung, die vor kurzem in Wuppertal wie in Palermo mit großartigem Publikumserfolg gezeigt wurde. Auf der Webseite der Stiftung (http://www.pinabausch.org/de/editions/film/palermo-palermo) kann der Film kostenfrei angesehen werden. Außderdem vergibt die Stiftung zusammen mit der Kunststiftung NRW seit 2016 vier Stipendien/Jahr (Pina Bausch Fellowship for Dance und Choreographie (https://fellowship.pinabausch.org/de/fellowship/ueber-die-fellowship), mit dem junge Künstler und Künstlerinnen ihre Ausdrucksformen in Tanz und Choreographie frei von ökonomischen Zwängen entwickeln und erweitern können. Voraussetzung für eine Bewerbung dieses Stipendiums ist eine abgeschlossene Tanzausbildung und/oder eine zweijährige Berufserfahrung in einem professionellen Ensemble. Das Stipendium wird international ausgeschrieben und für eine Zeit von 3-6 Monaten gewährt.
Für 2020 gab es 140 Bewerbungen (45 Tänzerinnen und 95 Choreografinnen) aus 47 Ländern im Alter von 18-63 Jahren (Durchschnitt 32 Jahre). Aus Deutschland und den USA kamen je 20 Bewerbungen. Die international hochkarätig besetzte Jury besteht derzeit aus Madusree Dutta aus Indien (aktuell künstlerische Leiterin der Akademie der Künste Köln), Nora Chipaumire (geboren in Simbabwe, lebt in New York) und Ruth Mackenzie (u.a. erste künstlerische Leiterin des Théatre du Chatelet in Paris, Leiterin des Holland Festivals).
Diese Jury wählte für 2020 aus: McIntosh Jerahuni aus Simbabwe, der mit dem 1984 gegründeten URBAN BUSH WOMEN in New York kooperieren wird. Neve Mazique Kamilah Ricardie wird zu AXIS, einem der führenden Tanzkompanien für integrativen Tanz in die USA gehen. Majesty Royale aus North Carolina wird mit dem Künstler Duo Gerard& Kelly (Paris) arbeiten. Über ihre Erfahrungen werden die Fellows in einem Jahr berichten.
Am 01.02.2020 stellten sich jetzt die Fellows des Vorjahres im Foyer des Wuppertaler Schauspielhauses vor und berichteten in jeweils ca. 30minütigen Vorträgen mit Bildern oder auch Videos über ihre Erfahrungen.
Marc Philipp Gabriel, Choreograph in Berlin, hat als Stipendiat mit einer Tanzkompanie auf Madeira zusammengearbeitet, in welcher auch körperlich und geistig beeinträchtige Menschen tanzen. Er lernte dort Respekt, Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit im Umgang mit den Menschen und Kollegen. Er will stets mit dem Körper, nicht gegen ihn tanzen, will als Choreograph alle Fähigkeiten und Möglichkeiten seiner Partner fördern und seinerseits von ihnen lernen.
Martha Hincapié Charry hat ihre Tanzausbildung in Kolumbien begonnen und an der Folkwang Hochschule Essen abgeschlossen. Sie fand die Kooperationspartner für ihr Stipendium bei indigenen Gemeinschaften der Tairona-Kultur auf der Sierra Nevada de Santa Maria in Kolumbien. Mit Hilfe ihres dortigen Mentors lernte sie nicht nur viel über den dort von Ausrottung bedrohten Jaguar und den weltgrößten Nationalpark Chiribiquete , sondern in Gesprächen und im Umgang mit der dortigen indigenen Bevölkerung deren Lebensphilosophie, Rituale, Rhythmen und zeremoniellen Tänze kennen. 
Nach der Pause, in der etliche Besucher (wegen der stellenweise nicht optimal verständlichen Vorträge in Englisch?) bereits nach Haus gegangen waren, präsentierte Lee Meir ihre Arbeit an der École des Sables im Senegal. Sie lebt und arbeitet als Choreographin in Berlin und Tel Aviv. Ihr Interesse gilt der Bedeutung von Bewegung, Klang und Sprache für die Menschen, die das als Tanzkunst gemeinsam erleben. Sie faszinierte das Publikum mit ihren lebhaften Berichten und Videos über Rhythmen, Tanz und Bewegung in Afrika, zeigte wie alle an der Tanzsituation Beteiligten mitmachen, sich gegenseitig unterstützen und welches Glück Tanz als Gemeinschaftserlebnis bringen kann.
Zuletzt dann Ariel Moreira, der in Argentinien lebt und sein Stipendium an der Subbody Resonance Butoh Himalayan Dance Scholl (Indien) absolviert hat. Seine Präsentation begann mit einem ebenso kurzen wie eindrucksvollen Video, in welchem sich ein schamanenhaft geschminkter, bedeutungsvoll gebärdender Tänzer uns zuwandte. Ariel schritt bei seinem Bericht über diese indische Tanzschule mit täglichem Unterricht von 10-15 Uhr, über seine Erfahrungen in der grandiosen Landschaft des Himalaya, die gesamte Bühne aus, warf sich immer wieder, ohne seine Rede zu unterbrechen, auf den Bühnenboden, kam in ständiger Bewegung wieder hoch, und das Publikum bekam eine Idee, wie am Himalaya das Leben im Körper, in jeder einzelnen Körperzelle schwingt, und zwar seit dem es Leben auf der Erde gibt, bzw. seitdem wir von den Bäumen stiegen und den aufrechten Gang erlernten. Jeden Morgen werde dort bei meditativer stiller Bewegung in sich hinein- bzw. in die Welt gehört, den Schwingungen uralter zellulärer Erinnerung und ihren Wirkungen auf Leib und Seele nachgespürt und auch die dunklen Seiten des Lebens spirituell wahrgenommen. Das alles hat in Indien Tradition und mit westlich ökonomisch motiviertem Tanz nichts zu tun.
Großer Applaus für die Stipendiaten, die alle die Erweiterung ihrer Vorstellungen von Leben und Tanz in den Mittelpunkt ihrer Berichte gestellt haben. Es wurde sehr deutlich, daß sie wie Pina mit den in der Welt gesammelten Erfahrungen im Tanz eine Sprache für das Leben suchen und das Stipendium als große Chance begriffen und genutzt haben.
Für weitere Informationen siehe zu Stipendiaten und Kooperationspartnern siehe https://fellowship.pinabausch.org/de/home zur Jury 2020:
 
Johannes Vesper, 15.2.2020
Besonderer Dank an unsere Freunde von Musenblaetter.de

 

 

 

DER OPERNFREUND  | opera@e.mail.de