Konzerte

Dresden, Konzert: „Elias“, Felix Mendelssohn Bartholdy

Mit dem „Verein der Witwen- und Waisenkasse der Sächsischen Staatskapelle e.V.“ lebt die Tradition der Unterstützungskonzerte an den Palmsonntagen jeden Jahres für bedürftige Nachkommen verstorbener Kapellmitglieder des Orchesters noch immer. Waren in früheren Jahren die Benefizkonzerte wegen des Engagements der Staatskapelle bei den Salzburger Osterfestspielen oft etwas eingeschränkt . . .

Lübeck: „Brahms, de Falla, Wagner“, Wioletta Hebrowska, Mariam Vardanyan und Samuel Waffler

Das mit „Traumtänze(r)“ überschriebene Konzert am Sonntagvormittag im Haus Eden in Lübeck bescherte dem hochkonzentrierten Publikum mit einem exquisit zusammengestellten Programm ein beglückendes und tief ergreifendes Erlebnis. – Den Auftakt bildete der Ungarischer Tanz Nr. 17 (Arr. Kreisler) für Violine und Klavier von Johannes Brahms. Die armenische Geigerin Mariam Vardanyan und . . .

Wuppertal: „Götterdämmerung“, Richard Wagner (konzertant)

Strahlende Sonne, blauer Himmel, festlich gekleidetes Publikum am frühen Sonntagnachmittag vor der Stadthalle: das hatte Festspielcharakter. Der 3. und letzte Tag, die Götterdämmerung steht bevor und bricht in der Halle los mit drei erhabenen Akkorden des sehr großen Orchesters. Die Celli wogten und die drei Nornen (Deniz Uzun, Edith Grossmann Sofia Fomina) nordische Schicksalsgöttinnen mit . . .

Pionteks Bayreuth: „Michael Wessel: Mozart der Humorist“

Erst kürzlich war am selben Ort Mozarts Sonate KV 281 zu hören. Ein Dresdner Klavierschüler spielte sie so, dass man merkte, dass es eines ist, die schnellen Sätze „technisch perfekt“ zu bringen und sie gleichzeitig klingeln zu lassen. Dies habe er, schrieb ich, mit vielen wesentlich erfahreneren Pianisten gemein; selbst weltberühmte Pianistinnen und Pianisten schaffen es nicht immer, . . .

Berlin, Konzert: „Mahler: 2. Sinfonie“, Staatskapelle unter Simon Rattle

„Manche Züge der Musik der letzten anderthalb Jahrzehnte wurden von Mahler vorausgenommen… die Emanzipation der Klangfarbe…ferner die Diskontinuität, das Zerbrechen des Zusammenhangs in Stücke, die bei scheinbarere Divergenz und Unverbundenheit dennoch rätselhaft aufeinander bezogen sind und schließlich der Hang, Bruchstücke der niederen Musik in die artifizielle einzufügen…, also . . .

Baden-Baden, Konzert: „Händel, Vivaldi“, Chouchane Siranossian und das Venice Baroque Orchestra unter Andrea Marcon

Frühlings Erwachen mit Georg Friedrich Händel und Antonio Vivaldi. Große Kunst musiziert von großen Künstlern. Ein Konzertabend, der beschwingt und mit seiner Leichtigkeit beeindruckt. Es spielt ein Orchester im Stehen auf der Bühne, umringt das Cembalo und seinen Meister und Dirigenten. Alle Musiker sind Streicher, blicken einander immer wieder mit einem Lächeln an, das Lob für die . . .

Dresden, Konzert: „Mahler: Kindertotenlieder, 7. Symphonie“, Staatskapelle unter Daniele Gatti

Mit den Kindertotenliedern schloss Daniele Gatti und die Dresdner Staatskapelle im siebten Symphoniekonzert ihre Beschäftigung mit dem Liedschaffen Gustav Mahlers (1860-1911) innerhalb des derzeitigen Zyklus ab. – Am Beginn des 20. Jahrhunderts hatte Mahler aus den etwa 6000 veröffentlichten Gedichten des Begründers der deutschen Orientalistik Friedrich Rückert (1788-1866) zunächst . . .

Pionteks Bayreuth: „Smooth Jazz Wagner“, Anna Hajduk-Rynkowicz, Maria Michoń

Wagner und Jazz, geht das? Und ob! 1964 gab Stan Kenton sein Wagner-Album heraus, ein Monument des Progessive Jazz. Im Wagner-Jubeljahr legte der Drummer Eric Schaefer mit Who is afraid of Richard W.? eine beeindruckende Variationsfolge über Motive aus Wagners Opern vor. Insofern ist der Programmtitel Smooth Jazz Wagner alles andere als abwegig; schließlich kann man ja auch, wovon der neueste . . .

Nürnberg: „Lieder von Schubert und Wolf“, Laura Hilden und Gabriele Lasota

Die Kunst, Lieder zu singen – „Die Kunst, Schiller zu sprechen“ – so heißt ein bekannter Aufsatz von Ernst Bloch. Die Kunst, Lieder zu singen – so könnte eine Rezension übertitelt sein, in der um Lieder von Schubert und Wolf geht – und um die Interpretinnen eben dieser Lieder. – Lieder im Gluck, so heißt die gesamte Reihe, stattfindend im Gluck-Saal, also dem Zentrum . . .