Reisebilanz II: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Lieber Opernfreund-Freund, – mit einem fulminanten Otello als letzte Produktion der laufenden Spielzeit wartet die Opéra Royal de Wallonie-Liège derzeit auf. Die packende Regie von Allex Aguilera, Francesco Lanzillottas energiegeladenes Dirigat und die durch die Bank exzellente Sängerriege bescheren mir dabei einen wahrhaft würdigen Spielzeitabschluss. – Verdis Otello steckt . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – modernes Musiktheater präsentiert seit gestern die Opéra Royal de Wallonie-Liège: dem Kammerspiel La voix humaine von Francis Poulenc wird das Auftragswerk Bartleby des belgischen Komponisten Benoît Mernier vorangestellt. Wo die Frau in der vor fast 70 Jahren uraufgeführten französischen Mono-Oper ununterbrochen spricht, ist in Bartleby die . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – herrlichster Belcanto wird seit gestern an der Maas geboten: in der Lütticher Neuinszenierung von Donizettis Lucrezia Borgia reißt nicht nur Jessica Pratt in der Titelrolle das Premierenpublikum zu Begeisterungsstürmen hin. – Die historische Lucrezia Borgia, 1480 als Tochter des späteren Papstes Alexander VI. geboren, wurde von ihrer Familie dreimal . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – Tschaikowskys Pique Dame hat sich in den vergangenen Jahren ihren Platz auf den europäischen Spielplänen zurückerobert. Im belgischen Lüttich hatte sie gestern unter der Regie von Marie Lambert-Le Bihan ihre umjubelte Premiere vor voll besetztem Haus. – Pikovaïa dama ist nach Eugen Onegin und Mazeppa die dritte und letzte von Tschaikowskys Opern, . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – eine veritable Rarität ist derzeit im belgischen Liège zu erleben: Nino Rotas Il cappello di paglia di Firenze (Der florentiner Strohhut) ist als Übernahmeproduktion aus Genua zu sehen. Das Bühnenwerk des weltberühmten Filmkomponisten sprüht nur so vor guter Laune und die Beteiligten setzen die „musikalische Farce“, wie Rota selbst sein Werk . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – die Opéra Royal de Wallonie-Liège hat die neue Spielzeit am vergangenen Wochenende mit einer fulminanten Premiere von Gounods Faust eröffnet. Das Werk gerät in der opulenten Lesart von Thaddeus Strassberger und dem wunderbaren Dirigat von Giampaolo Bisanti zum optisch-klanglichen Gesamtkunstwerk. – Anfang September wurde bekannt, dass der Vertrag von . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – Jules Massenets wohl erfolgreichste Oper Werther gibt es derzeit im belgischen Lüttich zu sehen. Die berühmteste Opernversion von Johann Wolfgang von Goethes Briefroman präsentiert sich dort als solide Regiearbeit mit durchaus verstörenden Momenten und wird durch die geballte Power der Beteiligten zum stimmgewaltigen Sängerfest. – Das . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – bevor Gioachino Rossini sich, von ein paar kurzen, von ihm selbst als „Alterssünden“ (Peches de vieillesse) bezeichneten Klavierstücken abgesehen, ganz auf den Genuss von Gaumenfreuden verlegte, präsentierte der damals erst 37jährige Meister aus Pesaro dem Pariser Opernpublikum 1829 noch die Grand Opéra Guillaume Tell. Dieses Werk hat sich jedoch, bis . . .
Seit dem Amtsantritt von Stefano Pace im Oktober 2021, bricht die Opéra Royal de Wallonie-Liège zu neuen Ufern auf. Unter seinen Vorgängern hatte sie ein ausgeprägt italienisches Profil und galt deswegen als „nördlichste Oper Italiens“. Nicht dass italienische Musik kein Hausrecht mehr hätte – Pace ist ja selbst Italiener und war zuvor der Intendant des Teatro Lirico Giuseppe Verdi in . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – nach fast 25 Jahren zeigt die Opéra Royal de Wallonie Liège derzeit Leoš Janáčeks Musikdrama Kát’a Kabanová. Dass dabei die Besetzung der Titelrolle nur suboptimal gelungen ist, ist angesichts des ansonsten runden Musiktheaterabends besonders ärgerlich. – Katja Kabanova, wie die Oper im Deutschen geschrieben wird, ist in den Jahren 1919 bis . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – eine an Farbenpracht kaum zu überbietende Kostümschlacht präsentiert die Opéra Royal Wallonie-Liège zum Start der neuen Spielzeit in ihrer Traviata. Und auch über die optische Opulenz hinaus gelingt dem US-amerikanischen Opernregisseur Thaddeus Strassberger eine interessante Interpretation des Verdi-Dauerbrenners. – Violetta ist bei ihm eine . . .
Mit dem Fokus auf die Opernhäuser im Rheinland haben wir das Ende unserer Bilanzen zu einzelnen Häusern und Regionen erreicht. Wie im vergangenen Jahr präsentieren wir nun wieder Bilanzen von Kritikern, die im Laufe einer Spielzeit gezielt zu einzelnen, vielversprechenden Produktionen im In- und Ausland reisen. Den Anfang macht eine Rundblick über kleinere und mittlere Häuser, die - wie sich . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – das Opernhaus in Liège erfreut Opernliebhaber immer wieder mit sehr klassisch angelegten Operninszenierungen. Dabei schafft man an der Opèra Royal de Wallonie-Liège oft das Kunststück, dass in traditionellem Gewand äußerst spannende Opernabende gelingen. Bei den seit Sonntag zu sehenden, vergleichsweise selten gespielten I Capuleti e i Montecchi von . . .
Lieber Opernfreund-Freund, – der Todestag von Giacomo Puccini jährt sich in diesem Jahr zum 100. Mal und die zahlreichen Aufführungen, die anlässlich dessen des Maestros aus Lucca gedenken, starten für mich in dem Land, in dem der weltberühmte Komponist am 29. November 1924 gestorben ist – in Belgien, wo Puccini in Brüssel wenige Tage nach einer Halsoperation wegen Kehlkopfkrebs . . .