Reisebilanz IV: Tops und Flops der „Saison 2025/26“
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Brünnhilde als Dornröschen in der Bayerischen Staatsoper – Am 25. Juni 2026 feierte Richard Wagners Die Walküre in der Inszenierung von Tobias Kratzer an der Bayerischen Staatsoper Premiere und avancierte unmittelbar zu einer der meistbeachteten Produktionen der diesjährigen Münchner Opernfestspiele. Nachdem Kratzers Rheingold bereits 2024 auf große Resonanz gestoßen war, wird seine . . .
Henze ist inzwischen ein seltener Gast auf unseren Bühnen. Nach seinem Tod wurde es um den Altmeister der Musik und des Musiktheaters merklich ruhiger. Wenn in München Die englische Katze auf dem Spielplan steht, hat man es also mit einer Rarität zu tun, zumal auch diese Oper nach ihrer Uraufführung im Schwetzingen des Jahres 1983 nur wenige Male inszeniert wurde. Wer sich den Abend des . . .
Zu einem vollen Erfolg geriet die Aufführung von Nikolai Rimsky-Korsakows Oper Die Nacht vor Weihnachten an der Bayerischen Staatsoper. Mit dieser Neuproduktion einer absoluten Rarität ist dem Nationaltheater München ein großer Wurf gelungen. Dieses Werk beruht auf einer Geschichte von Nikolai W. Gorgol. Aus der Taufe gehoben wurde die Oper, für die der Komponist persönlich das Textbuch . . .
Auch dieses Jahr steht wieder Humperdincks Märchenoper Hänsel und Gretel in der Inszenierung von Richard Jones (Regie) und John Macfarlane (Bühne und Kostüme) auf dem Spielplan der Bayerischen Staatsoper. Und erneut hinterließ die Aufführung einen nachhaltigen Eindruck. Hierbei handelt es sich um spannungsgeladenes, aufregendes und hervorragend durchdachtes modernes Musiktheater. Jones ist . . .
Düsterer Verdi – Als im Jahre 2020 das Melodramma tragico in vier Akten aus dem Jahre 1847, „I masnadieri“, von Giuseppe Verdi nach dem Drama des damals noch jungen Friedrich Schiller „Die Räuber“ im Libretto von Andrea Maffei zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper in der Regie von Johannes Erath herauskam, wurde die Premiere mit geteilten Reaktionen aufgenommen. Es wurde, . . .
Keine märchenhafte, aber eine interessante Deutung! – Schon lange wurde in Deutschland die Spätoper von Richard Strauss, „Die Liebe der Danae“ - erst posthum bei den Salzburger Festspielen 1952 uraufgeführt - nicht mehr gegeben. An der Bayerischen Staatsoper war sie zum letzten Mal in dem großen Strauss-Zyklus von 13 seiner Opern 1988 unter der Stabführung von Wolfgang Sawallisch . . .
Überinszeniert! – Die Bayerische Staatsoper München ging mit der Entscheidung im Januar 2023, die Barock-Oper „Dido and Aeneas“ von Henry Purcell aus dem Jahre 1688/89 mit dem Monodram in einem Akt „Erwartung“ von Arnold Schönberg an einem Abend zu kombinieren, sicher ein gewisses Risiko ein. Innerhalb von nicht einmal zwei Stunden bei einem pausenlos gestalteten Abend mit einem . . .
Banales, Gag-orientiertes Regietheater – Zu dem wieder einmal in exzessivem und stückentfremdendem sowie Richard Wagners Intentionen für den Vorabend des „Ring des Nibelungen“ mit einiger Lust konterkarierenden regietheatralischen Konzept für „Das Rheingold“ durch Regisseur Tobias Kratzer an der Bayerischen Staatsoper München im Bühnenbild und den Kostümen von Rainer . . .
Musikalisch gut, szenisch fragwürdig – „Rusalka“ von Antonín Dvorák in der Regie von Martin Kušej and der Bayerischen Staatsoper, jetzt zu den 150jährigen Opernfestspielen wiederaufgenommen, ist mit 15 Jahren bereits eine relativ alte Inszenierung. Man kennt Martin Kušejs Inszenierungsstil. Er ist natürlich total gegen das Märchen. „Rusalka“ ist aber nun einmal ein . . .
Eine Art Ayurveda-Lohengrin – Schon bei der Premiere im Dezember 2022 konnte mich diese Neuinszenierung der romantischen Oper Richard Wagners durch den Ungarn Kornél Mundruczó unter Mitarbeit von Marcos Darbyshire nicht recht überzeugen, und das war auch diesmal wieder so. Die Idee, die an sich nicht schlecht ist, dass dieses Volk, die Brabanter, und damit eigentlich die ganze Welt . . .
Interessante Entdeckung – Die Münchner Opernfestspiele brachten zu ihrem 150-jährigen Jubiläum unter anderem die einzige Oper von Gabriel Fauré, 1913 in Monaco uraufgeführt, heraus, „Pénélope“, im Prinzregententheater. Andrea Breth inszenierte zum ersten Mal an der Bayerischen Staatsoper und stellte vor allem die Frage: Was geschieht, wenn zwei Menschen nach Jahrzehnten der . . .
Ein perfektes Tandem! – Das war sicher ein ganz besonderer Moment: Jonas Kaufmann mit einem Liederabend in der Bayerischen Staatsoper anlässlich der 150. Münchner Opernfestspiele. Etwa sechs Zugaben forderte das begeisterte Publikum von seinem Liebling - er ist ja aus München - und von seinem kongenialen Begleiter am Flügel, Prof. Helmut Deutsch, der mit ihm seit seinen Studienjahren . . .
Die letzte Reisebilanz kommt im Norden nicht weiter als bis nach Kassel, im Süden dafür nach Venedig, im Osten sogar nach Tschechien, und berücksichtigt obendrein eine Fülle von kleinen Theatern, die in der zurückliegenden Saison Beachtliches geleistet haben. – . . .
Sie singt – man kann es nicht anders ausdrücken – wie ein hochmusikalisches Goldkehlchen. Sie steht in der Titelpartie der Oper auf der Bühne eines Hauses, in dem der Komponist wie sonst nur noch Richard Wagner zuhause war und ist. Mit einem Wort: Sie hat eine silbergoldene Strauss-Stimme par excellence. Umso schöner, dass man sie nun als Danae erleben darf, zumal das Werk seit seiner . . .