Pionteks Bayreuth

Bayreuth um 1900 / gemeinfrei (Quelle)

Pionteks Bayreuth „Magische Musiken“, Turkish National Youth Philharmonic Orchestra

Die Türken kommen! Das war einmal ein Schlacht- und Angstruf, doch nachdem die „Gastarbeiter“, wie sie in den 60er und 70er-Jahren genannt wurden, sich hier ansiedelten, hat er seinen bösen Charakter verloren. Wenn zudem noch ca. 70 (in Worten: Siebzig) junge Leute in den Europasaal einmarschieren, um nicht das Abendland zu erobern, sondern die Musik ihrer Heimat und die von noch ganz . . .

Pionteks Bayreuth: „Christa Pawlofsky: Bayreuths große Verpflichtung – Die Festspielzeit im Spiegel der Presse“

Künstlerinnen gelten ja zuweilen als Prophetinnen. Christa Pawlofsky ist so eine Prophetin – weil sie mit ihrer neueste Ausstellung gezeigt hat, dass sie schon vor 30 Jahren ein Projekt angedacht und in jahrelanger Arbeit realisiert hat, das andernorts erst in den letzten Jahren, ja Monaten verwirklicht hat. – Der Gedanke schießt dem Bayreuther Besucher in den Kopf, der die Ausstellung . . .

Pionteks Bayreuth: „Keine Festspiele im Jubiläumsjahr?“ – zur Ausstellung der Siegfried-Wagner-Gesellschaft 2026

Natürlich fanden im „Jubiläumsjahr“ auch Festspiele statt – nur nicht in Bayreuth, doch in Weimar. Das „Jubiläumsjahr“ heißt 1926, nicht 2026. Eigentlich – und uneigentlich – hätte man auf dem Grünen Hügel die 50jährige Wiederkehr der ersten Bayreuther Festspiel feiern können, ja müssen, doch gebot es der Rhythmus der Pausenjahre, dass auch 1926, also zwei Jahre nach der . . .

Pionteks Bayreuth: „KriegsFestSpiele im Spiegel der Bayreuther Presse“, Ausstellung

150 Jahre Festspiele – der Blick in die Vergangenheit der Richard-Wagner-Festspiele hat, vor Allem auf publizistischem Gebiet, wenige Wochen vor deren Beginn für zwei Publikationen gesorgt, die sich vor Allem mit dem 20. Jahrhundert befassen: zum einen Stephan Möschs kardinaler Band Bayreuth als Theater, zum anderen, ihn ergänzend und ein anderes Gebiet tief erforschend, Anno Mungens Von . . .

Pionteks Bayreuth: „Utopie und Echo – Positionen“, Richard-Wagner-Museum

Man habe es, sagt der Museumsdirektor Sven Friedrich zwischen seinen Publikumsbeschimpfungen, nicht mit „musealen“ Objekten, sondern mit Gegenwartskunst zu tun. Der Bayreuther OB spricht gar von einem „Ausstellungsexperiment“, aber so weit würde man als Kunstfreund vielleicht nicht gehen, auch wenn Derartiges selten im Wagnermuseum ausgestellt wird. Natürlich passt das. Die Bayreuther . . .

Pionteks Bayreuth: „… von Takt zu That…“, Katharina Thalbach und Kit Armstrong

Eigentlich – und uneigentlich –, denkt sich der Besucher, könnte er auch reine Tonleitern spielen. Es wäre doch schönste Musik. Eigentlich könnte sie dazwischen auch aus dem Telefonbuch lesen – es wäre reinste Literatur, Schauspielkunst und mimisches Genie. – Er: Das ist Kit Armstrong, der nicht das erste Mal im Auftrag der Klavierbaufirma Steingraeber auf der Bühne des . . .

Pionteks Bayreuth: Antoine Wagner – „Pianos, Studien und Standbilder (Klangräume.Bildspuren)“

Eine junge Frau setzt sich an das Piano und beginnt zu spielen. Fast scheint sie mit dem Instrument zu verschmelzen. Das macht: der Klang des Klaviers und ihre Bluse – denn die Bluse und das Instrument tragen akkurat dasselbe Muster. – So, denkt sich der Besucher, können Natur und Kunst auch eins werden. „Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen“, so beginnt ein Gedicht von . . .

Pionteks Bayreuth: „Mendelssohn!“, Hofer Symphoniker unter Martijn Dendievel

Hätte sich Richard Wagner wirklich darüber gewundert, wenn im ersten Konzert, das die Hofer Symphoniker als Gastspiel in das jüngst eröffnete Friedrichsforum bringen, ein jüdischer und in Israel geborener Pianist ein Klavierkonzert spielt, das in einem reinen Mendelssohn-Programm zu hören ist? Wäre nicht schon die Tatsache erstaunlich, dass, obwohl der Abend nicht zum Bayreuther . . .

Pionteks Bayreuth: „Verstehen und verstanden werden. Hinter den Kulissen von ‚Neubayreuth’“, Vortrag von Stephan Mösch

Recherchieren – lesen – kontextualisieren – interpretieren – thesenbilden – geschichtsschreiben: Derart könnte man den Sechsschritt bezeichnen, den eine informierte wie reflektierte Historiographie auszuzeichnen pflegt. Verstehen und verstanden werden. Eine Hörgeschichte der Bayreuther Festspiele – in der viersätzigen Vortragsserie, die Stephan Mösch, Professor für „Ästhetik, . . .

Pionteks Bayreuth: „Orpheus und Eurydike“, Christoph Willibald Gluck

Bewahren Sie die Fassung! Den Satz möchte man denen zurufen, die am Abend meinen (meinen ist in Kunstdingen nicht verboten), dass die Instrumente „zu historisch“ seien. – Man kann, ja muss man da widersprechen, denn die Fassung von Christoph Willibald populärster Oper, die die Intendanz der Gluck-Festspiele in das Markgräfliche Opernhaus gebracht hat, ist zwar, soweit es die Folge . . .