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STADHALLE BRAUNSCHWEIG

(c) Pressestelle Stadthalle Braunschweig

 

 

NEUJAHRSKONZERT "Pomp and Circumstance"

in der Stadthalle am 2. 1. 2017

Very british

Wie im Vorjahr gab es beim traditionellen Neujahrskonzert des Staatsorchesters Braunschweig in der Stadthalle ein vom üblichen Schema solcher Konzerte abweichendes Motto, mit „Pomp & Circumstance“ einen Gruß an die britische Insel. Außerdem stand immer noch nicht der Chef des Orchesters am Pult (der designierte GMD Srba Dinic kann sein Amt erst zum Beginn der Spielzeit 2017/18 antreten). So leitete erneut Gerd Schaller mit immer wieder antreibender, souveräner Zeichengebung das bestens disponierte Staatsorchester durch bekannte britische Stücke von Georg Friedrich Händel bis zu Edward Elgar mit dem titelgebenden Marsch.

Im ersten Programmteil hörte man ausschließlich Stücke des Barock wie Händels pompöse „Feuerwerksmusik“, eine kurze Sinfonie von William Boyce sowie Arien von Henry Purcell und wieder Händel. Merkwürdigerweise wurden letztere nicht von Ensemblemitgliedern, sondern von Nachwuchssängerinnen der Münchner Theaterakademie August Everding präsentiert. Die amerikanische Sopranistin Julia Moormann gestaltete eher zurückhaltend eine Arie aus Purcells „Fairy Queen“, kam dann aber bei den Koloraturen aus Händels „Samson“ mehr aus sich heraus. Erst im zweiten Programmteil überzeugte sie vollends mit einem Song aus Lionel Barts Musical „Oliver“. Der bereits volltimbrierte, sehr flexibel geführte Mezzo von Vero Miller gefiel in einer virtuosen Arie aus Händels „Amadigi di gaula“ und im weich dahin strömenden „Ombra mai fu“ aus „Xerxes“. Schön auf Linie sang sie ein Lied von Patrick Doyle aus dem Jane-Austen-Film „Sinn und Sinnlichkeit“.

Wieder führte Orchesterdirektor Martin Weller mit launiger Moderation durch den anregenden Abend, an dem nach der Pause jeweils süffiger Orchester-Sound die Halle überflutete. So gab es William Waltons etwas lärmenden „Krönungsmarsch“ zur Inthronisation von Queen Elizabeth II. oder die „English Folk Song Suite“ von Ralph Vaughan-Williams. Moderne, spätromantisch wirkende Filmmusik zu „Harry Potter und der Feuerkelch“ von Patrick Doyle leitete über zu Stücken, die aus der „Last Night of the Proms“ bekannt sind. Der Moderator verteilte dazu Auto-Hupen im Publikum und animierte es, sich an Henry Woods „Jack’s The Lad“ und Elgars Marsch „Pomp and Circumstance“ mit Hupen, Klatschen und wippenden Körperbewegungen zu beteiligen. Die Reaktion war eher dürftig – die britische Proms-Tradition gibt es hier eben nicht.     

Passende Zugaben wie Händels „Tochter Zion“, verbunden mit „Rule Britannia“, und – als gelungene Überraschung – das „Halleluja“ aus dem „Messias“ mit Mitgliedern aus Chor und Extrachor des Staatstheaters sowie aus weiteren Braunschweiger Chören beendeten das Neujahrskonzert, das vom begeisterten Publikum in der ausverkauften Halle ausgiebig beklatscht wurde.

Gerhard Eckels 3.1.2017    

 

 

Von Wagner bis Bernstein

Neujahrskonzert in der Stadthalle am 2. 1. 2016

The sound of the city

Das traditionelle Neujahrskonzert des Staatsorchesters in der Braunschweiger Stadthalle stand diesmal unter dem Motto „Sound of the City“, ein spannender, gelungener Versuch, vom üblichen Schema solcher Konzerte abzuweichen. Orchesterdirektor Martin Weller, der kenntnisreich durch den anregenden Abend führte, hatte in der Programmgestaltung einen weiten Bogen von Wagners „Meistersinger“-Ouvertüre über Berlioz‘ „Römischen Karneval“ und Mussorgskis „großes Tor von Kiew“ bis zu Bernsteins New-York-Huldigungen und Cole Porters „I love Paris“ geschlagen. Im Zentrum des abwechslungsreichen Programms stand das in allen Gruppen blendend aufgelegte Staatsorchester unter der animierenden Leitung von Gerd   Schaller. Die „Meistersinger“-Ouvertüre geriet trotz raumgreifender Bemühungen des routinierten Dirigenten noch etwas schwerfällig. Aber schon der „Römische Karneval“ und die dem „Tor von Kiew“ vorangehende rasante „Hütte der Baba Yaga“ gelangen mit hinreißendem Schwung, um dies nach der Pause bei Bernstein und seinen jazzigen Rhythmen der Ouvertüre zu „Wonderful Town“ und der Tanzszene „Time Square Ballet“ aus „On the Town“ noch erheblich zu steigern. Um auf die schwierige aktuelle Situation einzugehen (Martin Weller: „Städte sind Sehnsuchtsorte, wo es viele, auch Flüchtlinge hinzieht.“), wurde es in dem nicht ganz einfach aufzunehmenden polyrhythmischen Stück „Central Park in the Dark“ von Charles Ives nachdenklich.

In diesem Jahr nur schmückendes Beiwerk waren Liana Aleksanyan, früher in Braunschweig und Essen engagiert, und das Braunschweiger Ensemble-Mitglied Orhan Yildiz. Mit einschmeichelndem Bariton sang er Korngolds „Mein Sehnen, mein Wähnen“ aus „Die tote Stadt“ sowie mit in der Mischung nicht ganz geglückter elektronischer Verstärkung John Kanders „New York, New York“. Gemeinsam mit der Sopranistin gefiel er mit „I love Paris“ aus „Can-Can“. Diese präsentierte im ersten Teil mit zu stark besetztem Orchester koloratursicher „Una voce poco fa“ aus Rossinis „Barbier“.

Mit Berliner Zugaben („Berliner Luft“ und Walter Kollos „Solang noch Untern Linden“) und dem unvermeidlichen „Radetzky-Marsch“ ging das vom begeisterten Publikum in der ausverkauften Halle ausgiebig beklatschte Neujahrskonzert fröhlich zu Ende.

Gerhard Eckels 3.1.2016

 

 

 

Mahler 2. Sinfonie

2. Sinfoniekonzert in der Stadthalle am 19. 10. 2015

Gewaltige Klangentwicklungen

In Braunschweig ist man immer noch auf der Suche nach einem/r neuen Generalmusikdirektor(in); in der vorigen Spielzeit 2014/15 hatte der frühere Braunschweiger GMD und Ehrendirigent des Staatsorchesters Stefan Soltesz

die künstlerische Leitung der Sinfoniekonzerte übernommen. In dieser Saison leitet er einige der Abonnementskonzerte; dazu gehörte jetzt die Aufführung der 2. Symphonie von Gustav Mahler. Vor allem dem bedeutenden Dirigenten mit seinem immensen Gespür für Orchesterfarben ist ein bewegendes Konzerterlebnis zu verdanken. Mit gewohnt temperamentvollem und fein differenzierendem Dirigat animierte er das in allen Gruppen glänzende Staatsorchester zu prägnantem und zugleich höchst durchsichtigem Musizieren. Es begann mit dem breit angelegten, pompös auftrumpfenden 1.Satz, von Mahler zeitweilig auch „Totenfeier“ genannt. Dem folgte das fein ausmusizierte, idyllische Andante, in dem die filigranen Pizzicato-Phasen besonders gefielen. Der 3.Satz, die sinfonische Ausformung der skurrilen „Fischpredigt des heiligen Antonius“ aus den „Wunderhorn“-Liedern faszinierte durch schwärmerische Klänge, die im „Schrei des Ekels“ (Mahler) gipfelten. Ebenfalls aus „Des Knaben Wunderhorn“ ist „Urlicht“, das Solo-Lied für Alt und Orchester. Mit ihrem hellen, wunderbar ausgeglichenen und ruhig dahin strömenden Mezzo begeisterte Michaela Selinger. Im monumentalen Finale mit seinen gewaltigen Klangentwicklungen kamen mit herrlich aufblühendem, alles überstrahlendem Sopran Liana Aleksanyan und die hörbar sorgfältig vorbereiteten Chöre (Chor des Staatstheaters: Georg Menskes; Konzertchor: Matthias Stanze) hinzu. Die Begeisterung des Konzertpublikums fand am Sonntagmorgen erst spät ein Ende.

Gerhard Eckels 19.10.2015

Foto Philharmonie Essen

 

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