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IBRAHIM YESILAY - ein sympathischer Kerl

Es war am 16. Dezember 2016 als mir Ibrahim Yesilay das erste Mal aufgefallen war. Im Gelsenkirchener Musiktheater im Revier, anlässlich der Premiere der Lehar-Operette DIE LUSTIGE WITWE. Dort sang er einen Camille de Rossillon, dem ich damals nur das Prädikat „Luxusbesetzung“ attestieren konnte. Im April 2017 gab er an gleicher Stelle – und wieder überzeugend – den Don Ottavio in Mozarts DON GIOVANNI. Im Oktober 2017 sang er in der Duisburger Uraufführung der Resch-Oper GULLIVERS REISE die Titelpartie und wurde vom Publikum dafür gefeiert. Dann wieder Gelsenkirchen. Im Januar 2018 den Chevalier de la Force in der Poulenc-Oper DIALOGUES DES CARMÉLITES und im Februar 2018 an der Deutschen Oper am Rhein, wieder am Theater Duisburg, den ERNESTO in Donizettis DON PASQUALE. In etwas mehr als einem Jahr alle diese Rollendebüts, und alle auf einem gesanglichen Niveau, dass aufhorchen lässt. Und welches natürlich auch ein absoluter Grund ist, diesen jungen Tenor, der gerade von einem Erfolg zum nächsten eilt, den Leserinnen und Lesern des OPERNFREUNDs etwas näher vorzustellen.

Angedacht war unser Interviewtermin schon ein paar Monate früher. Aber vor wenigen Tagen war es dann soweit, dass alle terminlichen und logistischen kleineren Probleme aus dem Weg geräumt waren und wir uns in Gelsenkirchen zu einem sehr gemütlichen Frühstück und einem ebenso interessanten wie informativen Gespräch treffen konnten. Wir trafen uns im Hause der Gelsenkirchener Opern- und Musikfreundin Beryl Meyer und ihres Mannes, die Ibrahim Yesilays Karriere auch mit großem Interesse und wachsender Begeisterung verfolgen. Erfreulicherweise ist Frau Meyer ebenso wie Ibrahim in der Türkei geboren und war mir aus diesem Grunde eine wunderbare Hilfe bei der Übersetzung und Formulierung der Fragen und Antworten im Interview zwischen Ibrahim Yesilay und mir. Dafür hier noch einmal meinen herzlichen Dank, liebe Beryl!

Ibrahim Yesilay wurde 1990 in Ankara, der türkischen Hauptstadt, geboren. Nach dem Gymnasium sah erst einmal nichts danach aus, dass er eines Tages auf deutschen Opernbühnen stehen sollte. Er studierte nach dem Abschluss zunächst Informatik und widmete sich dann der Computertechnik. Hardware, Software, eben was das alles ausmacht. Das er dass immer noch bestens beherrscht, weiss ich von einer gemeinsamen bayerischen Opernfreundin. Mit klassischer Musik, gar mit Opern, hatte er bis dahin gar nichts im Sinn. Von Haus aus gab es auch keinerlei Prägung hin zu dieser Form der Musik. Und dann spielen, wie so oft im Leben, Zufälle und Begegnungen eine Rolle, die einen eigentlich vorgezeichneten Weg auf einmal in andere Bahnen gehen lassen. So auch bei Ibrahim.

Während seines Informatikstudiums spielte der spätere lyrische Tenor Bassgitarre. In einem Gitarrenladen in Ankara lernte er eines Tages im Jahre 2011 zwei Mädchen kennen, die sich eine Beratung von ihm wünschten. Eigentlich war er dort grade selbst als Kunde unterwegs, aber Ibrahim Yesilay beriet die beiden dann doch sehr gern und lernte sie bei einem gemeinsamen Discobesuch später näher kennen. Dabei erfuhr er, dass eine der beiden eine Gesangsstudentin an der hiesigen Musikakademie war. Nachdem er sie zu einem Gesangsunterricht begleitet hatte, sprang der Funke auch auf ihn über und er begann sich für die Oper und den Gesang immer mehr zu interessieren und zu begeistern. Um es dann kurzzufassen, sang Ibrahim auf Initiative der damaligen Bekannten ihr und dann auch ihrem Gesangslehrer vor und konnte beide verblüfft überzeugen. Da er von Natur aus über eine gute und sichere Höhe verfügte, dachte man zunächst, dass Yesilay ein Countertenor werden würde. Und immer mehr reifte in ihm der Wunsch, aus diesem neuen Hobby, dem professionellen Singen, einen Beruf zu machen. Das ständige Sitzen am PC langweilte ihn und die Aussicht darauf, irgendwann mal auf einer Opernbühne agieren zu können, war sehr reizvoll und verlockend. Und so nahm er dann Gesangsstunden. Es wurden allerdings nur 5. Das nötige Geld für weiteres fehlte ihm schlichtweg. Und wieder kam ihm dann ein Zufall zur Hilfe.

Als Gulliver am MiR

Über Facebook hatte er Kontakt zu einer in Deutschland lebenden Türkin mit Erfahrung im Opernbusiness. Von ihr wollte er Namen von Gesangsprofessoren in Ankara wissen. Und sie wollte von ihm auch einen Gefallen erhalten: Sie hatte ihr Passwort vergessen und Ibrahim bei der Lösung dieses Internetproblems um Hilfe gebeten. Er konnte helfen und sie in Folge dann auch ihm. Ab September 2012 studierte Ibrahim dann an der Hacettepe Universität in Ankara, deren Aufnahmeprüfung er nach 5 intensiven Vorbereitungsmonaten bestanden hatte. Es folgten sodann mehrere erfolgreiche Teilnahmen an Wettbewerben, so u.a. auch beim bekannten Belvedere-Wettbewerb in Düsseldorf. Dort hörte ihn der Intendant der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf/Duisburg, Herr Professor Meyer, und engagierte ihn ab der Saison 2014/2015 für das hauseigene Opernstudio für junge und begabte Operntalente. Es folgten mehrere kleinere Operneinsätze, wie etwa das des Borsa in RIGOLETTO, oder des TAMINO in der ZAUBERFLÖTE FÜR KINDER, bevor er dann ab der Saison 2016/17 vom Musiktheater im Revier als Tenor verpflichtet wurde.

Und ab diesem Moment an begann seine gesangliche Karriere für Aufmerksamkeit beim Publikum und der Presse zu sorgen. Yesilay verfügt über eine angenehme und höhensichere Stimme, die dem Opernfreund sofort auffällt. Hinzu kommt auch das kleine, aber nicht unwichtige, Detail das diese Stimme über einen hohen Wiedererkennungsfaktor verfügt. Ein lyrischer Tenor wie geschaffen für die Partien eines Rossinis, eines Donizettis und mit allerbesten Aussichten auf die bedeutenden Tenorpartien der Meister Puccini und Verdi. Also Partien, die Ibrahim stimmlich sehr liegen und die er auch bereits schon jetzt sehr gern und erfolgreich singt. Überhaupt gibt er im Gespräch an, eine große Affinität gerade auch für das italienische Opernfach zu haben. Das er diesen so oft zitierten „Schmelz in der Stimme“ bereits schon immer zu haben scheint, mag ihm dabei sehr zugute kommen. So ist es auch nicht verwunderlich, dass er gefragt nach „Traumpartien in der Zukunft“ den Rodolfo (LA BOHEME) und vor allem, den Cavaradossi (TOSCA) nennt. Aber beides ist noch im wahrsten Sinne Zukunftsmusik für ihn, aber in jedem Fall auch motivierende Ziele diesen jungen Tenors.

Als Ernesto

Vor Auge haltend, dass Ibrahim Yesilay noch nicht einmal 30 Jahre alt ist und bereits schon jetzt über ein beachtliches Rollenrepertoire verfügt, dabei so vieles einfach naturgegeben mitbringt, wundert es nicht, dass ihn die Deutsche Oper am Rhein ab der nächsten Saison quasi zurückverpflichtet hat. Ab der Spielzeit 2018/19 wird er dort unter anderem Rollen wie Fenton (in FALSTAFF), Cassio (in OTELLO) oder den Tybalt (ROMEO ET JULLIET) singen. Und natürlich auch weiterhin den Ernesto in DON PASQUALE. Seine Fans dürfen sich also über weitere Rollendebüts und Rollenportraits ihres Tenors in Düsseldorf und Duisburg freuen.

Doch zuvor wird er als letzte große Rolle am Gelsenkirchener Musiktheater im Revier den Nemorino in Donizettis LIEBESTRANK geben. Eine Partie, wie geschaffen für den jungen Tenor. Premiere ist am 5. Mai 2018 und selbstverständlich wird DAS OPERNMAGAZIN dabei sein, wenn der sympathische türkische Tenor die zu Herzen gehende Arie „Una furtiva lagrima“ singen wird. Natürlich nicht nur die, ist doch Donizettis LIEBESTRANK von Anfang bis Ende eine bezaubernde, im besten Sinne des Wortes, italienische Oper mit so vielen melodiösen Einfällen, wie es dieser Komponist immer wieder in seinen Werken meisterlich vollbrachte. Und das Ibrahim diese Rolle stimmlich wie darstellerisch sehr liegen wird, – da lege ich mich mal fest - bin ich mir jetzt schon sicher.

Für Yesilay sicher auch besonders schön, dass seine Lebenspartnerin, die südkoreanische Dirigentin Yura Yang, auch einige der Liebestrank-Aufführungen leiten wird. Seit über einem Jahr sind Ibrahim und Yura ein Paar und seit einem Monat auch verlobt. Sie ergänzen sich privat, wie auch zunehmend künstlerisch, und arbeiten beide zielstrebig an ihren jeweiligen Karrieren. Von daher ist es für beide auch eine Freude, dass sich zum Abschluss seiner Gelsenkirchener Zugehörigkeit als Opernsänger diese Zusammenarbeit beim LIEBESTRANK im Gelsenkirchener Opernhaus ergibt.

Dem überaus talentierten und ebenso sympathischen Künstler stehen alle Türen offen. Er sollte weiterhin klug und geduldig seinen Weg gehen, immer Schritt für Schritt, auch und gerade in der Auswahl der Rollen, und zudem hat er bereits schon jetzt einen wichtigen und überschaubaren Kreis von Menschen um sich, die ihn unterstützen und denen er vertrauen darf. Alles nicht unwichtig für einen jungen Künstler in der heutigen schnelllebigen Zeit. Auch und gerade im nationalen und internationalen Operngeschäft. Auf Ibrahim Yesilays schöne Stimme warten noch viele schöne Aufgaben. Da bin ich mir sicher!

Ich danke Ibrahim für das angenehme und offene Gespräch und werde ihn sehr gern auf seinem weiteren Karriereweg auf meine Weise begleiten. Und als nächstes wird das dann am 5. Mai in Gelsenkirchen der Fall sein.

 

Bilder (c) Michel / Malinowski / Privat

Detlef Obens / April 2018

(Übernahme vom OPERNMAGAGZIN)

DER OPERNFREUND  | opera@e.mail.de